Gabriele Pauli zieht in den EU-Wahlkampf

Überraschend klar fällt die Entscheidung der Freien Wähler aus –ein Schock für die CSU
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Und jetzt nach Europa: Pauli mit FW-Bundeschef Armin Grein.dpa
abendzeitung Und jetzt nach Europa: Pauli mit FW-Bundeschef Armin Grein.dpa

AUERBACH - Überraschend klar fällt die Entscheidung der Freien Wähler aus –ein Schock für die CSU

Erst war sie in Fürth, heute sitzt sie in München im Landtag – und bald schon im Europaparlament in Brüssel und Straßburg? Die Ex-CSU-Rebellin Gabriele Pauli und ihre neue Heimat, die Freien Wähler, setzen jetzt tatsächlich zum Sprung in die EU an. Mit unerwartet großer Mehrheit von 71,5 Prozent stimmten die Landesdelegierten am Wochenende dafür, bei der Wahl am 7. Juni anzutreten. Auf Pauli dürfte damit die Spitzenkandidatur zulaufen: „Wenn wir mitmachen, möchte ich, dass wir Erfolg haben. Dann bin ich auch in Brüssel und Straßburg dabei“, meinte die frühere Landrätin zuversichtlich. Als Wahlziel gab sie zehn Prozent aus.

Die Freien Wähler dürften ihre Chancen nicht ungenutzt lassen, sagte Pauli. In diesem Tenor äußerten sich die meisten Freie-Wähler-Politiker, auch Landeschef Hubert Aiwanger und der Bundesvorsitzende Armin Grein. Als politische Kraft müsse man in Brüssel präsent sein, so Aiwanger. Denn 80 Prozent aller wichtigen Themen würden von der EU angestoßen. Allerdings gab es auch Gegenstimmen: „Straßburg ist kein Last-Minute-Trip“, sagte ein Delegierter. Bis zur Wahl seien schließlich nur noch vier Monate Zeit.

Ein Einzug ins EU-Parlament wäre für die Freien Wähler der bislang spektakulärste Erfolg. Schon bei der bayerischen Landtagswahl im vergangenen Herbst schafften sie es mit überraschend guten 10,2 Prozent ins Maximilianeum. Sie halfen so mit, die CSU unter die 50-Prozent-Marke zu drücken.

Auch bei der EU-Wahl könnten sie der CSU wieder stark zusetzen: Die Regierungspartei muss bundesweit gesehen die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Das klingt leicht, ist aber schwer, weil die CSU nur in Bayern antritt, die Ergebnisse aber bundesweit gerechnet werden.

Endgültig entscheiden die Freien Wähler am nächsten Samstag in Frankfurt über den EU-Antritt. Zur Debatte steht auch eine Kandidatur für den Bundestag – die gilt aber als unwahrscheinlich.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren