Euro-Äußerungen: FDP schart sich um Parteichef Rösler

Führende Liberale haben den Bundeswirtschaftsminister gegen den Vorwurf in Schutz genommen, die Rettung Griechenlands mit seinen Spekulationen über einen Euro-Austritt des Landes zu untergraben.
| dpa
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Demonstrative Rückendeckung für Philipp Rösler aus der FDP: Führende Liberale haben den Bundeswirtschaftsminister und FDP-Vorsitzenden gegen den Vorwurf in Schutz genommen, die Rettung Griechenlands mit seinen Spekulationen über einen Euro-Austritt des Landes zu untergraben.

Berlin - Rösler habe nur ausgesprochen, was alle wüssten, nämlich dass es so nicht weitergehen könne, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle am Mittwoch im ZDF.

"Der Schlüssel zur Lösung der Probleme liegt nicht in Berlin, der liegt in Athen. Die Griechen sind am Zuge, und das muss auch ein deutscher Minister klar aussprechen dürfen", betonte Brüderle. Auch die liberalen Wirtschaftsminister Niedersachsens, Sachsens, Bayerns und Hessens stellten sich in einer Telefonkonferenz hinter die umstrittenen Äußerungen Röslers und verlangten, Griechenland müsse seine Reformzusagen unbedingt erfüllen.

Der Bundeswirtschaftsminister hatte sich am Sonntag in der ARD "mehr als skeptisch" gezeigt, dass Griechenland die Reformauflagen erfüllen könne und erklärt, für ihn habe ein Austritt des Landes aus der Eurozone "längst seinen Schrecken verloren". Das war nicht nur bei der deutschen Opposition, sondern auch bei Ministerpräsident Antonis Samaras in Griechenland auf Empörung gestoßen.

Rösler versicherte: "Über die Zukunft Griechenlands entscheidet Griechenland selbst. Unser Prinzip bleibt: keine Leistung ohne Gegenleistung", sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Von der Kritik und seinen schlechten Persönlichkeitswerten zeigte er sich unbeeindruckt. "Ich bin von unserem Kurs felsenfest überzeugt."

Kritik kommt aber auch aus der CDU. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht warf Rösler parteitaktischen Populismus vor. "Herr Rösler spricht da offenkundig als Vorsitzender einer Partei, die immer noch um ihr Überleben kämpft", sagte die CDU-Landeschefin der "Thüringer Allgemeinen" (Mittwoch).

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