Ermittlungen gegen Berliner SPD-Spitzenkandidaten Krach

Mitten in der heißen Wahlkampfphase steht Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach im Mittelpunkt eines Ermittlungsverfahrens. Mehrere Objekte wurden durchsucht. Vorwürfe lässt Krach zurückweisen.
dpa |
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Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. © Jens Kalaene/dpa
Hannover

Eineinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach aufgenommen. In diesem Zusammenhang seien drei Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht und verwies auf ermittlungstaktische Gründe. Es gelte die Unschuldsvermutung. Krach, derzeit noch Präsident der Region Hannover, ließ Vorwürfe zurückweisen.

Zunächst hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" über die Ermittlungen berichtet. Der "Tagesspiegel" berichtete, in Berlin seien die Schöneberger Wohnung und die SPD-Landesparteizentrale in Wedding durchsucht worden. Die Region Hannover bestätigte auf dpa-Anfrage, dass Büroräume Krachs in Hannover durchsucht wurden. Von der Tätigkeit als Regionspräsident ist Krach wegen seiner Spitzenkandidatur zurzeit beurlaubt.

Sein Sprecher erklärte auf Anfrage der dpa: "Als SPD Berlin und im Namen unseres Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Steffen Krach weisen wir die Unterstellungen in aller Entschiedenheit zurück. Selbstverständlich kooperieren wir mit den Behörden vollumfänglich, um diese haltlosen Unterstellungen auszuräumen."

Krach seit Sommer 2025 als Spitzenkandidat im Rennen

Krach folgte im vergangenen Sommer dem Ruf der Berliner SPD, um die Spitzenkandidatur für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September zu übernehmen. Im Jahr 2021 war er zum Präsidenten der Region Hannover gewählt worden.

Inzwischen hat Krach gemeinsam mit Bettina König, die für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, auch den Landesparteivorsitz übernommen. Er kann in der von Flügeln geprägten Berliner SPD auf breite Unterstützung zählen – obwohl die Sozialdemokraten in Umfragen schlecht dastehen.

In der jüngsten Umfrage von Infratest dimap lag die SPD mit 11 Prozent nur auf Platz fünf hinter CDU, Linken, Grünen und AfD. In Berlin regiert derzeit ein Bündnis von CDU und SPD.

Krach kennt den Politikbetrieb in der Hauptstadt schon länger. Von 2014 und 2021 war er Staatssekretär für Wissenschaft in der Stadt, in die er 2002 zum Studium kam. Anschließend arbeitete der Diplom-Politologe in der Verwaltung und in der SPD-Bundestagsfraktion.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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