Kommentar

Ende der "epidemischen Lage"? Spahns Überheblichkeit

AZ-Korrespondent Torsten Henke zum Vorstoß des Gesundheitsministers.
| Torsten Henke
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
16  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen

Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn hat mit seinen Überlegungen, die "epidemische Lage nationaler Tragweite" Ende November auslaufen zu lassen, für Wirbel gesorgt. 

Lesen Sie auch

Dabei klingt der Vorschlag des Ministers sympathisch, verheißt er doch nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Notstand gewisse Normalität. Das Problem jedoch ist: Es ist nicht Sache Spahns, darüber zu befinden, ob diese Lage beendet wird. Das ist eine Angelegenheit des Bundestages, und das neue Parlament wird sich um dieses Thema kümmern müssen.

Thema Corona ist für solche Spahn-Spielchen zu ernst 

Die Äußerungen des Ministers zeugen von Überheblichkeit, aber auch von Hinterhältigkeit. Indem er diese Frage aufwirft, versucht Spahn, einen Keil zwischen die potenziellen Ampel-Koalitionäre zu treiben.

Er weiß die FDP ganz auf einer Seite, während es Grüne und SPD nicht so eilig haben, quasi das Ende der Pandemie auszurufen. Eine Abstimmung im Bundestag könnte das künftige Regierungs-Bündnis schon vor der Unterschrift unter einem rot-grün-gelben Vertrag alt aussehen lassen. Das wäre nach dem Geschmack der Union. Das Thema ist jedoch für solche Spielchen zu ernst.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
16 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Ladesymbol Kommentare