CSU will Sparer entlasten: Den Anreiz erhöhen

Das Risiko bleibt für die Anleger. Der AZ-Korrespondent Bernhard Junginger zu den neuen CSU-Plänen, private Sparer zu entlasten.
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Am kommenden Montag beginnt die Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon. AZ-Korrespondent Bernhard Junginger kommentiert die Sparer-Pläne, die dort beschlossen werden sollen.
Lino Mirgeler/dpa Am kommenden Montag beginnt die Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon. AZ-Korrespondent Bernhard Junginger kommentiert die Sparer-Pläne, die dort beschlossen werden sollen.

Die Idee an sich ist nicht neu, vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Zinsen aber wieder attraktiv: Die CSU im Bundestag will Kursgewinne auf Aktien und Anleihen zur Altersvorsorge von der Steuer freistellen, sofern die Wertpapiere fünf Jahre lang gehalten werden. SPD und Grüne hatten das Thema in ihrer gemeinsamen Regierung schon Ende 2002 auf der Tagesordnung. Die FDP trägt es lange vor sich her.

Deutschland ist, anders als Großbritannien oder die USA, ein Land, in dem Kleinanleger eher skeptisch auf die Börse schauen. Eine Spekulationsfrist könnte das Verständnis für diese Anlageform fördern und für langfristig orientierte Anleger den Anreiz erhöhen, mit Wertpapieren für das Alter vorzusorgen. Andererseits nimmt eine solche Frist den Anlegern nicht das Risiko, dass das Geld bei schlechten Kursen futsch sein kann.

Der CSU-Vorstoß muss zudem erst noch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz abgestimmt werden. Denn der ist gerade dabei, eine Finanztransaktionssteuer zur Finanzierung der Grundrente einzuführen. Am Ende könnte das bedeuten, dass diese die Ersparnis durch eine Steuerfreiheit gleich wieder auffrisst.

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