#btw13: Große Koalition? Die Stunde der Länder

Der AZ-Chefreporter Matthias Maus über das personelle Problem der SPD und die Möglichkeiten in einer großen Koalition.
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Matthias Maus, Chefreporter der Abendzeitung
Daniel von Loeper Matthias Maus, Chefreporter der Abendzeitung

München - Protokoll aus den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD, irgendwann Mitte Oktober: Peer Steinbrück fordert ultimativ etwas sehr Kluges zur Euro-Rettung. Horst Seehofer fällt ihm ins Wort: „Wer sind denn Sie überhaupt?“

Ja, wer ist Peer Steinbrück? Ex-Kanzlerkandidat, gescheitertes Gescheidhaferl, Wahlverlierer. Neben ihm Gabriel und Steinmeier mit ähnlicher Biografie: Gewonnen haben sie alle noch nichts.

Das wird das Problem der SPD. Sie reden von Verhandlungen „auf Augenhöhe“, das stimmt schon von den Zahlen her nicht. Aber nirgends offenbart sich die Lachhaftigkeit dieser Phrase deutlicher als beim Personal.

Die Führung in der SPD-Zentrale ist abgewirtschaftet

Das müsste nicht so sein. Die Führungsriege, ergänzt um die unglückselige Generalsekretärin Nahles, muss beiseitetreten: für die Gewinner bei der SPD, die den Triumphatoren Seehofer und Merkel selbstbewusst gegenüberstehen können.

Hannelore Kraft, Stephan Weil, Malu Dreyer, Olaf Scholz, ja sogar Torsten Albig aus Kiel haben durch ihre Wahlsiege mehr Format als die abgewirtschaftete Riege aus dem Brandt-Haus. Die Ministerpräsidenten müssen die Themen formulieren, über die es zu verhandeln gilt.

Mit den Länderchefs wird es die Berliner Koalition auch zu tun haben die nächsten vier Jahre. Der Bundesrat ist das Gegengewicht zu Merkels Machtmaschine. Nur wenn diese beiden Kraftzentren eine gemeinsame Grundlage finden, hat die – nicht ganz so – große Koalition Aussicht auf Erfolg.

 

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