Blumen und Glückwünsche für die Kanzlerin - Merkel wird 65

Der 65. Geburtstag - für viele Menschen ein Anlass für eine große Sause. Doch was macht die Kanzlerin? Geht wie üblich ihren Regierungsgeschäften nach. Aber ganz normal wird der Tag dann doch nicht.
| dpa
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Angela Merkel hält zu Beginn der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt einen Blumenstrauß in den Händen, den sie von den Kabinettskollegen überreicht bekam.
Wolfgang Kumm/dpa 10 Angela Merkel hält zu Beginn der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt einen Blumenstrauß in den Händen, den sie von den Kabinettskollegen überreicht bekam.
Die CDU-Politikerin Angela Merkel, damals Bundesministerin für Frauen und Jugend im Jahr 1991.
dpa 10 Die CDU-Politikerin Angela Merkel, damals Bundesministerin für Frauen und Jugend im Jahr 1991.
Angela Kasner bereitet im Juli 1973, nach ihrem Abitur mit Freunden beim Camping im brandenburgischen Himmelpfort auf einer Feuerstelle ein Essen zu.
Bernd Gurlt/dpa 10 Angela Kasner bereitet im Juli 1973, nach ihrem Abitur mit Freunden beim Camping im brandenburgischen Himmelpfort auf einer Feuerstelle ein Essen zu.
Wahlkampf 2017: Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt in Fritzlar den Daumen.
Swen Pförtner/dpa 10 Wahlkampf 2017: Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt in Fritzlar den Daumen.
am Gesundheitszustand Merkels waren zuletzt Zweifel aufgekommen, weil sie bei mehreren öffentlichen Anlässen Zitteranfälle bekommen hatte.
Bernd von Jutrczenka/dpa 10 am Gesundheitszustand Merkels waren zuletzt Zweifel aufgekommen, weil sie bei mehreren öffentlichen Anlässen Zitteranfälle bekommen hatte.
Angela Kasner (2. Reihe, Mitte, leicht verdeckt) mit ihren Schulfreunden aus der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule in Templin in Brandenburg.
Bernd Gurlt/dpa 10 Angela Kasner (2. Reihe, Mitte, leicht verdeckt) mit ihren Schulfreunden aus der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule in Templin in Brandenburg.
Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und Angela Merkel (CDU), ihrerzeit Frauenministerin, sprechen während des Parteitags der CDU im Kulturpalast 1991.
Michael Jung/dpa 10 Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und Angela Merkel (CDU), ihrerzeit Frauenministerin, sprechen während des Parteitags der CDU im Kulturpalast 1991.
Ein Schild mit dem Schriftzug "Angela Merkel bleibt" wird vor dem Rathaus 2016 hochgehalten.
Stefan Sauer/dpa 10 Ein Schild mit dem Schriftzug "Angela Merkel bleibt" wird vor dem Rathaus 2016 hochgehalten.
Merkel steht vor den Sondierungsgesprächen zwischen der Union und den Grünen im Jahr 2017 auf dem Balkon mit Kollegen beider Parteien.
Michael Kappeler/dpa 10 Merkel steht vor den Sondierungsgesprächen zwischen der Union und den Grünen im Jahr 2017 auf dem Balkon mit Kollegen beider Parteien.
Ursula von der Leyen wendet sich lächelnd Bundeskanzlerin Angela Merkel zu.
Wolfgang Kumm/dpa 10 Ursula von der Leyen wendet sich lächelnd Bundeskanzlerin Angela Merkel zu.

Berlin - Blumen vom Kabinett, Glückwünsche im Schloss Bellevue und Komplimente aus Moskau - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch ihren 65. Geburtstag gefeiert.

An ihrem Ehrentag machte die CDU-Politikerin aber nicht etwa frei, sondern begann mit routinemäßigem "business as usual": der Leitung der wöchentlichen Kabinettssitzung. Dort erhielt sie von ihrer Regierungsmannschaft einen üppigen Sommerstrauß in Rot, Rosa und Lila inklusive guter Wünsche.

Er habe Merkel am Rande der Kabinettssitzung gratuliert, berichtete später Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), "und ich wünsche ihr alles, alles Gute, Glück, Gesundheit und Gottes reichen Segen!". Seine für Landwirtschaft zuständige Kabinettskollegin Julia Klöckner (CDU) schrieb in einer Mitteilung: "Klug, umsichtig, pragmatisch und mit Augenmaß, immer das große Ganze im Blick habend, das ist Bundeskanzlerin Angela Merkel." Sie feiere ihren halbrunden Geburtstag, wie man sie kenne: "unaufgeregt und pflichtbewusst".

Merkel selbst hatte - auf den Tag angesprochen - vor wenigen Tagen gesagt: "Das bedeutet eben, dass man nicht jünger wird. Aber erfahrener vielleicht."

Dass der Tag doch nicht routinemäßig ablief, lag auch an einem neu dazugekommenen Termin im Schloss Bellevue. Dort erhielt Ursula von der Leyen (CDU) ihre Entlassungsurkunde als Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Ernennungsurkunde. Da Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Urlaub ist, übernahm diesen Akt der stellvertretende Präsident des Bundesrates, Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD). Auch er ließ es sich nicht nehmen, der Kanzlerin "alles erdenklich Gute, viel Kraft, viel Gesundheit" zu wünschen. Nach der offiziellen Zeremonie gab es auch hier Blumen für das Geburtstagskind und ein Glas zum Anstoßen.

Gerade am Gesundheitszustand Merkels waren zuletzt Zweifel aufgekommen, weil sie bei mehreren öffentlichen Anlässen Zitteranfälle bekommen hatte. Nachdem sie schon zweimal die Begrüßung ausländischer Gäste mit militärischen Ehren im Sitzen absolviert hatte, saßen sie sowie von der Leyen und Kramp-Karrenbauer nun auch im Schloss Bellevue bei der Rede Müllers. Bei der letzten Ernennung eines neuen Kabinettsmitglieds davor - das war Ende Juni Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) gewesen - hatte Merkel am ganzen Körper gezittert.

Die passende Antwort auf alle Merkel-Skeptiker gab der frühere SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel, der sie in einem Beitrag für den "Tagesspiegel" als "herausragende Persönlichkeit im Kanzleramt" würdigte. "Denn selbst im Sitzen strahlt die deutsche Regierungschefin noch mehr politische Kraft aus als viele, die stehend und in scheinbarer Größe vor ihr posieren."

Grüße an die "liebe Angela" kamen auch aus Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin rief an und schickte zusätzlich ein Telegramm, das der Kreml veröffentlichte. "Ich wünsche Dir aufrichtig beste Gesundheit, Glück, Wohlergehen und Erfolge", schrieb der 66-Jährige. "Deine politischen Führungsqualitäten, Deine erfolgreiche jahrelange Tätigkeit auf dem Posten der Bundeskanzlerin werden gebührend geschätzt in Deutschland wie in Europa und in der ganzen Welt." Er freue sich auf die weitere gemeinsame Arbeit und den Dialog.

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