AZ-Kommentar: Wer tritt die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel an?

AZ-Nachrichten-Chefin Natalie Kettinger über Angela Merkels Entscheidung, sich aus der Politik zurückzuziehen, und die Folgen. Angel
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Bei einer Pressekonferenz in Berlin kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Karriereende an.
Bernd von Jutrczenka/dpa/AZ Bei einer Pressekonferenz in Berlin kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Karriereende an.

AZ-Nachrichten-Chefin Natalie Kettinger über Bundeskanzlerin Angela Merkel Entscheidung, sich aus der Politik zurückzuziehen, und die Folgen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel Entscheidung kam spät – aber sie ist richtig. Mit ihrem Rückzug von der CDU-Spitze zwingt sie ihre Partei in einen Wettbewerb um die besten Ideen für die christdemokratische Zukunft; zu einer Neuausrichtung, die längst hätte erfolgen müssen, aber stets auf später vertagt wurde. 

Rückt die CDU mit Friedrich Merz oder Jens Spahn wieder weiter nach rechts? Oder steht sie für Merkels liberalen Kurs, stärkt also Annegret Kramp-Karrenbauer beziehungsweise Armin Laschet den Rücken (sollte er kandidieren)?

Im ersten Fall wäre bald auch die GroKo Geschichte. Weder der erzkonservative Wirtschaftslobbyist Merz noch der eiskalte Karrierist Spahn dürften der SPD vermittelbar sein. Schließlich müssen die Genossen sich ebenfalls neu erfinden – und zwar mit dezidiert sozialen Themen. Diese Mixtur kann nur explodieren.

Geräuschloser würde die Zusammenarbeit mit einem Gemütsmenschen wie Armin Laschet verlaufen. Keinesfalls vergessen darf die CDU dabei jedoch: Zur Zukunftsfähigkeit gehört auch eine Verjüngung des Führungsteams, wie das erfolgreiche Beispiel der Grünen zeigt.

Ein einsamer Enddreißiger ist dafür zu wenig.

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