Der Bär bekam kein Sushi: Promis und Absurdes bei "Wetten dass"

Die Saalwette hat Gottschalk gewonnen, weshalb ihm eine Mutprobe erspart blieb. Auf der Couch verriet Anke Engelke ein offensichtliches Geheimnis; und Günther Jauch musste in Kniestümpfen tanzen.
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Uma Thurmans Haarnetz würde auch Gottschalk gut stehen
dpa Uma Thurmans Haarnetz würde auch Gottschalk gut stehen

Die Saalwette hat Gottschalk gewonnen, weshalb ihm eine Mutprobe erspart blieb. Auf der Couch verriet Anke Engelke ein offensichtliches Geheimnis; und Günther Jauch musste in Kniestümpfen tanzen.

Da wollte Thomas Gottschalk seinem «Freund Marcel» Reich-Ranicki wohl etwas beweisen. Vor der neuen Ausgabe von «Wetten dass» am Samstag in Berlin hatte der Moderator die Saalwette als qualitativen Höhepunkt der Samstagabend-Unterhaltung angekündigt. «Das wird meinem Freund Marcel gefallen», hatte er mit einem Zwinkern gesagt.

Hätte er verloren, hätte Gottschalk einen ausgewachsenen Braunbären mit Sushi füttern müssen. Doch die siebenjährige Herausforderin Pauline hatte im Flohwalzer-Schnell-Spielen vorgelegt und in 10,12 Sekunden fehlerfrei in die Tasten gegriffen. Das hate später keines der Berliner Kinder geschafft. Auch RTL-Moderator und «Kumpel» Günther Jauch hatte Gottschalk «im Interesse des Bildungsfernsehens» eingeladen. Wohl zu Recht, denn Jauch zog den Moderator mit seinem Bären-Wissen auf.

Violette Lederhose

«Im Gegensatz zu dir sieht man dem Bären seinen Gemütszustand nicht an. Der verzieht keine Miene, bevor er dich angreift.» Trotz der drohenden Begegnung wirkte Gottschalk entspannt und gut gelaunt und brachte in violetten Lederhosen und passenden Lackstiefeln viel Farbe in die Sendung. Ex-Tennisstar Boris Becker und seine ehemalige Verlobte Sandy Meyer-Wölden hatten nach der Blitz-Trennung wenige Tage vor der Show ihre Teilnahme abgesagt. «Sie hätten sich doch auf meiner Couch trennen können», witzelte Gottschalk. «Dafür ist die doch da.» Für Becker hatte er auch gleich eine Neue gefunden: «Es gibt so viele Frauen, die alleine sind in Deutschland. Sarah Connor zum Beispiel. Oder Andrea Ypsilanti.» Nach gutem Beginn überließ Gottschalk die witzige Unterhaltung im Laufe der Sendung seinen Gästen. So waren es wohl vor allem Rocksängerin Pink mit einem feurigen Auftritt und Kid Rock mit seinem Überraschungs-Sommerhit «All Summer long» sowie Hollywoodstar Uma Thurman, die Gottschalk eine Einschaltquote von 9,68 Millionen Zuschauern einbrachten (Marktanteil: 33,1 Prozent).

Uma Thurmans Großeltern

Vor allem Thurman, der «entspannte Hollywoodstar», wie Gottschalk begeistert feststellte, sorgte für gute Unterhaltung auf dem Wettsofa. Die strahlende 38-Jährige hielt die Werbung für ihren neuen Film «Zufällig verheiratet» in Grenzen und plauderte lieber locker über ihre schwedischen Großeltern, bekannte sich zu Barack Obama und wollte für ihren Wettpaten, einen Hochhauskletterer, gleich ein Auto als Gewinn aushandeln. Jauch sorgte mit seinem Wetteinsatz für Lacher. Er hatte nicht geglaubt, dass sich zwei Kandidaten mit einem Bürolocher von Schreibtisch zu Schreibtisch Radiergummis in den Mund schießen können. So musste er in langen Kniestrümpfen bei der rhythmischen Sportgymnastik mit dem Band hantieren - und machte eine überraschend gute Figur. Comedian Anke Engelke bestätigte auf der Couch ihre deutlich sichtbare dritte Schwangerschaft zum ersten Mal öffentlich. Und Gottschalk diskutierte mit ihr und Thurman über Babynamen. Mit Bühnenflirts hielt sich der Moderator an diesem Abend zurück. Doch als er Engelke dann doch einmal anfasste, konterte sie gleich grinsend: «Er hat mich berührt. Vielleicht werde ich jetzt wieder schwanger.»

«Mit Düsenantrieb im Hintern»

Mehr noch als die Prominenten sorgten unter den Zuschauern im Saal die Wetten für Spannung. Der Leipziger René Grabis ging als eindeutiger Wettkönig aus dem Rennen, nachdem er an Saugnäpfen außen an einem Hochhaus hochgeklettert war - schneller als der Weltmeister im Treppenlaufen, der innen hochflitzte. «Wie mit Düsenantrieb im Hintern», kommentierte Gottschalk. Für Begeisterung auf der Couch sorgte auch der amerikanische Lehrer Michael Lloyd, der sich in einer Minute 45 Mal mit dem Fuß an die Stirn trat. Für die Wettkandidaten war Berlin ein gutes Pflaster: nach jeder Wette tanzten die Buchstaben auf der großen Anzeigetafel und zeigten einen Sieg an. Im Gegensatz zu vielen früheren Sendungen machte Gottschalk in Berlin zwar spät, aber nahezu pünktlich Schluss. Ein wenig konnte man ihm die Erleichterung über das verpasste Bären-Dinner ansehen. (Theresa Münch, dpa)

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