Wiesn-Maß kostet erstmals über neun Euro

Wiesn-Besucher müssen für die Maß wieder tiefer in die Tasche greifen: Der Bier-Preis auf dem Oktoberfest durchbricht in diesem Jahr erstmals die Neun-Euro-Marke.  
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Die Maß auf der Wiesn wird wieder teurer.
dpa Die Maß auf der Wiesn wird wieder teurer.

Wiesn-Besucher müssen für die Maß wieder tiefer in die Tasche greifen: Der Bier-Preis auf dem Oktoberfest durchbricht in diesem Jahr erstmals die Neun-Euro-Marke. Die Wirte begründen die Preiserhöhung mit gestiegenen Lohn- und Sicherheitskosten.

 

München – Der Bier-Preis auf dem Münchner Oktoberfest überspringt in diesem Jahr erstmals die Neun-Euro-Marke. Besucher müssen für die Maß zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro bezahlen, wie die Stadt München am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr lag der Höchstpreis noch bei 8,90 Euro. Die Wirte begründeten den Anstieg mit den hohen Aufbaukosten und gestiegenen Löhnen der Mitarbeiter. „Wir brauchen die zusätzlichen Einnahmen, um unsere Mehrkosten von bis zu 150 000 Euro zu decken“, sagte Wirtesprecher Toni Roiderer der Nachrichtenagentur dpa. Zudem müssten strengere Sicherheitsauflagen erfüllt werden.

2010 reichte die Preisspanne für die Maß Bier von 8,30 Euro bis 8,90 Euro. Die durchschnittliche Preiserhöhung beträgt demnach 3,7 Prozent. Alkoholfreie Getränke sind nach Angaben der Stadt ebenfalls teurer: Der Liter Tafelwasser etwa koste durchschnittlich 7 Euro - nach 6,80 Euro im Vorjahr.

Der Verein gegen betrügerisches Einschenken (VGBE) kritisierte die Bier-Preise: „Die Erhöhungen sind ungerechtfertigt“, sagte ein Sprecher. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es ein Volksfest ist. Die Wirte, Brauereien und die Stadt profitieren so sehr, dass man die Preissteigerung den Gästen nicht zumuten muss.“

Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt München festgelegt. Diese prüft als Veranstalterin des Festes lediglich, ob die von den Wirten genannten Preise angemessen sind. Dazu werden die Bierpreise der Großbetriebe im Stadtgebiet verglichen. Dort kostet die Maß nach Angaben der Stadt zwischen 6,60 Euro und 8,80 Euro.

Die Bedienungen in den Zelten müssen durch den höheren Bier-Preis mit Einbußen beim Trinkgeld rechnen. Denn viele Gäste zahlen schon seit Jahren 10 Euro für die Maß – inklusive Trinkgeld. Der Job lohne sich für die Kellnerinnen dennoch, sagte der VGBE-Sprecher: „Wenn irgendjemand jammert, dass er nicht genug verdient, dann ist das ein blanker Hohn.“ Die Zeltgäste wüssten um die „knochenharte“ Arbeit der Kellnerinnen und seien deshalb sehr großzügig.

Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wird die Wiesn am 17. September mit dem traditionellen Ruf „O'zapft is!“ offiziell eröffnen. Das größte Volksfest der Welt dauert bis zum 3. Oktober.

 

 

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