Umwelt-Chefsessel geht an Stephanie Jacobs

Erleichterte Gesichter, Blumensträuße und Blitzlichtgewitter: Nun ist es offiziell, Stephanie Jacobs (38), die Wunsch-Kandidatin der Stadtrats-CSU, ist Münchens neue Chefin des Umwelt- und Gesundheitsreferats.
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Die neue Umwelt-Chefin Stephanie Jacobs mit OB Dieter Reiter.
Presseamt/Nagy Die neue Umwelt-Chefin Stephanie Jacobs mit OB Dieter Reiter.

München - Die Stadtrats-Vollversammlung hat die parteilose Juristin, die jahrelang CSU-nah im Umweltministerium gearbeitet hat, gestern mit 50 (von 71 gültigen) Stimmen gewählt – gegen die Stimmen von Grünen und AfD, die eigene Kandidaten vorgeschlagen hatten.

Damit ist die leidige Debatte um den Nachfolger für Joachim Lorenz (Grüne), der seit Ende Mai im Ruhestand ist, vom Tisch (AZ berichtete).

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"Selbstverständlich nehme ich die Wahl an", sagte Stephanie Jacobs denn auch sichtlich glücklich. Ganz einfach wird ihr neuer Job, den sie im September beginnt, nicht werden: Sie muss sich um Lärmschutz, den Pflegenotstand und die viel zu hohen Schadstoffwerte in der Luft kümmern. Das will sie statt mit Verboten (wie einer autofreien Innenstadt) lieber mit Anreizen tun. Um Parkplätze einzusparen, Grün und Radlwege zu schaffen, möchte Stephanie Jacobs E-Mobilität und Carsharing unterstützen.

Laut dem Kooperationsvertrag mit der SPD hatte die CSU das Vorschlagsrecht für den Referentenposten. Der erste Versuch war im Januar krachend gescheitert, als CSU-Bürgermeister Josef Schmid den ÖDP-ler Markus Hollemann vorgeschlagen hatte. Noch vor der Wahl war der über den Vorwurf gestolpert, er unterstütze radikale Abtreibungsgegner. Hollemann musste die Kandidatur zurückziehen.

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