Streit um Corona-Demo am Mittwoch: Spaziergänge in der Münchner City?

Konflikt um die Auflagen der Stadt für die am Mittwoch groß angekündigte Corona-Demo. Der Veranstalter will nicht auf die Theresienwiese und sagt ab. Die Lage bleibt aber unübersichtlich.
| Ralph Hub
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Rund 3.500 Menschen hatten letzte Woche in München demonstriert. Eine noch größere Demo für diesen Mittwoch wurde unterbunden.
Rund 3.500 Menschen hatten letzte Woche in München demonstriert. Eine noch größere Demo für diesen Mittwoch wurde unterbunden. © Aaron Karasek / imago

München - Die Positionen sind verhärtet. Das Bündnis "München steht auf" pocht auf eine Demo mit 5.000 Teilnehmern am Mittwochabend am Geschwister-Scholl-Platz. Die Stadtverwaltung lehnte das am Dienstag kategorisch ab und schlägt eine Verlegung auf die Theresienwiese mit maximal 2.000 Teilnehmern vor.

Stadt will Demo auf Theresienwiese verlegen - Organisator lehnt ab

Die Auflagen des Kreisverwaltungsreferats (KVR) seien "mit der Würde des Menschen nicht mehr vereinbar", sagte Demo-Organisator Melchior Ibing am Dienstag in einer Videobotschaft. In dem Bescheid, den ihm das KVR inzwischen zugestellt hat, ist festgelegt, dass die 2.000 Teilnehmer FFP2-Masken tragen und Abstand untereinander einhalten müssen. Zudem soll die Demofläche auf der Theresienwiese in abgegrenzte Planquadrate aufgeteilt werden, damit sich die Menge vor der Rednerbühne nicht zusammendrängt.

Unter diesen Bedingungen sei der Versammlungszweck nicht mehr zu erfüllen, so Ibing. Die Menschen könnten so "nicht mehr erreicht werden". Am Nachmittag lehnte das KVR eine Demo mit 5.000 Teilnehmern in der Maxvorstadt endgültig ab. Ibing hat daraufhin am Abend wie angekündigt die Demo im Univiertel abgesagt.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Demo in München abgesagt - machen die Maßnahmen-Gegner mobil?

Es sei klar, was geschehen werde, orakelte er in seinem Video, ohne allerdings dabei Details zu nennen. Das erledigten seine Anhänger: "Dann treffen wir uns vor dem Rathaus und gehen gemeinsam durch die Kaufinger Straße zum Weihnachtseinkauf", schreibt eine Teilnehmerin. Ein anderer: "Warum betteln bei den Verbrechern??? Einfach raus auf die Straßen!!!"

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Ibings Appell an die Demonstranten, "bedingungslos friedlich zu bleiben, kein Hass, keine Gewalt", klingt angesichts der sich aufschaukelnden Stimmung bei den jüngsten Demos hilflos. Diejenigen, die beim Protest gegen Impfpflicht und Kontaktbeschränkungen bereits vergangenen Mittwoch für Ärger gesorgt haben, werden am Mittwoch vermutlich wieder in Gruppen durch die City ziehen. Die Polizei wird das vor neue Herausforderungen stellen.

Stattfinden kann die Gegendemo der Grünen Jugend unter dem Motto: "Gegen die Proteste der Coronaleugner*innen; Solidarität mit Angestellten im Gesundheitswesen" am Odeonsplatz von 17.30 bis 20 Uhr.  

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