SPD und CSU schaffen Kompromiss im Strandzoff

SPD und CSU einigen sich auf ein Vergabeverfahren. Der Streit aber schwelt noch
| Florian Zick
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Der Kulturstrand soll nicht der Kommerzialisierung zum Opfer fallen.
AZ Der Kulturstrand soll nicht der Kommerzialisierung zum Opfer fallen.

Im Streit um die Vergabe des Kulturstrands haben sich SPD und CSU gestern auf einen Kompromis geeinigt. Demnach wird das Kreisverwaltungsreferat (KVR) zwar wie gewohnt die Bewerber bewerten. Die Entscheidung, wer die Sommersause am Vater-Rhein-Brunnen in den nächsten drei Jahren ausrichten darf, soll aber der Stadtrat treffen.

Damit ist zwar eine Rechtswidrigkeit aus dem Dezember geheilt. Damals hatte ein Jamaika-Bündnis aus CSU, Grünen und der Fraktion um FDP-Mann Michael Mattar das KVR quasi entmachtet. Der Streit um die Vergabe dürfte damit aber nur verschoben sein.

Urban League vs. Urbanauten

Dass der Isarstrand im Stadtrat überhaupt für solche Kontroversen sorgt, liegt an einer besonderen Konstellation. Die beiden Hauptbewerber haben im Rathaus nämlich unterschiedliche Unterstützer: Benjamin David von den Urbanauten gilt als Protegé von CSU-Bürgermeister Josef Schmid. Und bei der Urban League mischt mit Dierk Beyer einer mit, der bei der vergangenen Kommunalwahl für die SPD angetreten ist.

Diese Ausgangslage hat dazu geführt, dass der Stadtrat sich über den Isarstrand mittlerweile im zweiten Jahr in Serie mächtig in die Haare kriegt. „Das ist nicht kabarettreif, sondern nur noch Kindergarten“, urteilte Stadtrat Michael Mattar (FDP) deshalb auch.

Mit dem Vorschlag, den Isarstrand künftig an den Veranstalter zu vergeben, der am meisten Pacht zahlt, scheiterte Mattar allerdings. Ein solches Vorgehen würde nur der Kommerzialisierung der Isar Vorschub leisten, heiß es aus Regierungskreisen.

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