Bewaffnet und vermummt: Räuber überfällt Burger-Restaurant in Pasing

Am Dienstagabend hat ein bislang unbekannter Mann ein Schnellrestaurant in Pasing überfallen. Er bedrohte die Mitarbeiter mit einer Pistole und forderte Bargeld.
| Ralph Hub
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Das Burger-Restaurant in der Planegger Straße.
Daniel von Loeper Das Burger-Restaurant in der Planegger Straße.

Pasing - Es ist bereits der vierte Überfall seit Mitte März in München. Die Täter sind bewaffnet und suchen gezielt nach wenig gesicherten Objekten: Supermärkte, Bäckereien oder wie im jüngsten Fall in Pasing ein Schnellrestaurant mit Lieferdienst.

Mit einem schwarzen Tuch vor dem Gesicht und einer silberfarbenen Pistole betrat der Räuber am Dienstagabend gegen 21.50 Uhr das Schnellrestaurant Burgerme in der Planegger Straße.

Er richtete die Mündung seiner Waffe auf den 23-jährigen Schichtleiter und verlangte Geld. Ein zweiter Kollege beobachtete den Überfall etwas weiter hinten im Restaurant. Der Schichtleiter übergab dem Täter rund 500 Euro, die er in einen Stoffbeutel steckte, den der Unbekannte mitgebracht hatte. Dann flüchtete der etwa 1,85 große Mann. Er trug bei dem Überfall eine dunkle Kapuzenjacke, eine schwarze Jeans und weiße Schuhe. Der Täter wird als auffallend schlank beschrieben. Er ist zwischen 15 und 25 Jahren alt.

Das Burger-Restaurant in der Planegger Straße.
Das Burger-Restaurant in der Planegger Straße. © Daniel von Loeper

Beute gering - weil viele Kunden online bezahlen

"Zum Glück ist der Schichtleiter nicht verletzt worden", sagt der Inhaber des Restaurants zur AZ. "Der Kollege hat aber einen Schock erlitten", so der 35-Jährige. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem Täter ein. Sie blieb aber erfolglos.

Die Beute ist gering, weil in Zeiten von Corona bei den Lieferdiensten viel bargeldlos und meist schon online bezahlt wird. "Auch bei uns zahlen relativ wenige Kunden noch bar", so der Restaurantbesitzer.

Mehrere Überfälle in München

Am Montagabend wurde in Oberföhring ein 24-Jähriger überfallen, der für einen Rewe-Supermarkt Einkäufe an Kunden ausfuhr. Als der 24-Jährige gegen 22.10 Uhr zu seinem in der Wesendonkstraße geparkten Wagen zurückkam, wurde er von einem bewaffneten Mann erwartet. Der Täter drohte mit einer Pistole. Das Opfer hatte allerdings lediglich 30 Euro dabei. Der Täter entkam unerkannt.

In Gräfelfing wurde am 23. März ein Student (20) beim Verlassen eines Rewe-Marktes abends überfallen und ausgeraubt. Die Polizei konnte den Täter noch in der Nähe festnehmen. Der 19-Jährige hatte lediglich 20 Euro erbeutet.

Auch eine Bäckerei in der Isarvorstadt war bereits Ziel von Verbrechern. Die Täter drangen in der Nacht auf den 15. März in die Bäckerei in der Waltherstraße ein. Sie schafften einen 200 Kilo schweren Tresor in ihren Wagen und verschwanden. Die Beute betrug mehrere Hundert Euro. Die Täter sind flüchtig.

Täter suchen in jüngster Zeit offenbar verstärkt nach wenig gesicherten Objekten. Geschäfte und Lieferdienste zählen genauso dazu wie Wettbüros. Im Frühjahr 2020 wurden bereits mehrere in der Stadt überfallen und ausgeraubt. Der oder die Täter wurden bisher nicht gefasst.


Täterbeschreibung: Männlich, ca. 15-25 Jahre als, ca. 185 – 190 cm groß, sehr schlanke Statur, dunkle Kapuzenjacke, schwarze Jeans, weiße Schuhe, vermummt mit einem schwarzen Tuch (Bandana), sprach akzentfreies Hochdeutsch, bewaffnet mit einer silberfarbenen Pistole.

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Raubüberfall gemacht? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Lesen Sie auch: Münchner Polizei löst Privatparty in Sendling auf - Vier Anzeigen

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