St. Patrick’s Day München: Parade, Jubiläum und irisch-bayerische Freundschaft
Wie der Hendl-Hut für die Wiesn steht der Guinness-Hut für den St. Patrick’s Day. Zum 30. Mal stand die Münchner Innenstadt im Zeichen des irischen Nationalheiligen – und weil sein Namenstag nun mal der 17. März ist, wie fast jedes Jahr bei frostigen Temperaturen, aber immerhin ohne Regen.

71 Gruppen – vom Tanz- über den Rugby-Verein bis hin zu Dudelsackspielern und Trommel-Kombos mit rund 1500 Teilnehmern – zogen am Sonntag von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz. Unter ihnen, wie jedes Jahr: der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und auch sein Herausforderer Dominik Krause (Grüne).

45.000 Münchnerinnen und Münchner schauen zu
Am Straßenrand standen laut Polizei rund 45.000 Münchnerinnen und Münchner mit grünen Jacken und Mützen und besagten Guinness-Hüten. Wer noch keinen hatte, bekam mit etwas Glück einen von den Parade-Teilnehmern in die Hand gedrückt.

Kaum eine Veranstaltung in München ist so entspannt wie das irische Nationalfest. Am Ende erklang auf der Bühne am Reiterdenkmal die irische Nationalhymne. Reiter, Krause und auch der unterlegene CSU-OB-Kandidat Clemens Baumgärtner sangen mit.
"Irish is bayerisch, as we say"
Extra aus Irland angereist war Gesundheitsministerin Jennifer Carrol McNeill. Auch der neue irische Generalkonsul James C. O’Shea sprach ein paar Grußworte. Warum der St. Patrick’s Day gerade in München so gut funktioniert, darüber sind sich alle einig. "Irish is bayerisch, as we say" (dt: Irisch ist bayerisch, so die Redensart). "Der St. Patrick’s Day ist ein Tag des Friedens, des Spaßes und der Integration", sagt Pub-Betreiber und Musiker Paul Daly.

Wie jedes Jahr spielte er mit seiner Band, begleitet von Reiter ein paar Songs. Auch auf der Bühne an der Feldherrnhalle, an den Ständen rundherum und natürlich in den Pubs der Stadt wurde bei Guinness, Fish and Chips und Musik trotz Kälte die irisch-bayerische Freundschaft wärmstens gefeiert.

