Rückblick: So war die Demo in München #WehretdenAnfängen am 5.11.2018

Der Sommer der Demonstrationen in München geht auch im Herbst weiter. Unter dem Motto #WehretdenAnfängen wollten mehrere tausend Menschen am Montagabend vor dem Maximilianeum demonstrieren. Benjamin David hat die Veranstaltung um 19 Uhr eröffnet.
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2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Die Teilnehmer schwenken ihre Smartphones für das Light-Painting-Foto.
AZ 16 Die Teilnehmer schwenken ihre Smartphones für das Light-Painting-Foto.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Rufus Beck führt als Moderator durch den Abend und Veranstalter Benjamin David mit seinem Kind.
Bernd Wackerbauer 16 Rufus Beck führt als Moderator durch den Abend und Veranstalter Benjamin David mit seinem Kind.
Moderator Rufus Beck, Veranstalter Benjamin David mit seinem Kind und zwei Vertreter der "Künstler mit Herz"
Bernd Wackerbauer 16 Moderator Rufus Beck, Veranstalter Benjamin David mit seinem Kind und zwei Vertreter der "Künstler mit Herz"
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd Wackerbauer 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
SPD-Landeschefin Natascha Kohnen
Bernd Wackerbauer 16 SPD-Landeschefin Natascha Kohnen
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
AZ 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
AZ 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Bernd und Birgit mit einem "München ist bunt"-Schild
AZ 16 Bernd und Birgit mit einem "München ist bunt"-Schild
2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
AZ 16 2.500 Personen sind laut Polizei zum Maximilianeum gekommen.
Auf der Maximiliansbrücke vor dem Landtagsgebäude wollen am 5. November mehrere tausend Menschen demonstrieren.
Michael Kappeler/dpa 16 Auf der Maximiliansbrücke vor dem Landtagsgebäude wollen am 5. November mehrere tausend Menschen demonstrieren.

München - Nach den Großdemonstrationen "noPAG", #ausgehetzt#jetztgilts und "Mia ham's satt" stand in München erneut eine Demonstration an. Die Veranstalter rechneten mit zwischen 3.000 und 10.000 Teilnehmern. Anfangs waren es nur wenige Hunderte, dann ging die Polizei von 2.500 Personen aus. Veranstalter Benjamin David spricht selbst von 5.000 Teilnehmern: "Dass hier so viele Leute an einem Montagabend kommen, um sich dem Rechtsextremismus entgegenzustellen, ist einfach toll. Wir fangen heute erst an und werden bis zur Europawahl weitere Demonstrationen und Veranstaltungen machen."

Unter dem Hashtag #WehretdenAnfängen hatte ein breites Bündnis an Organisationen am 5. November um 19 Uhr zur Kundgebung auf der Maximiliansbrücke unterhalb des Maximilianeums aufgerufen. Tasächlich fand die Demo aber am Maxmonument unmittelbar hinter der Brücke statt. Grund: Die Bannmeile um den Landtag.

In der zugehörigen Veranstaltung bei Facebook heißt es: "Am 5.11.2018 wird eine rechtsextreme Partei in den Bayerischen Landtag einziehen und damit ausgerechnet in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" einen finsteren Triumph feiern. Lassen wir es nicht zu, dass die Themen der Rechtsextremen weiter den öffentlichen Diskurs bestimmen."

Straßensperren und Tramumleitung für Demo #WehretdenAnfängen

Zwischen 19 und 22 Uhr ist am Montag die Maximiliansstraße rund um das Maxmonument bis zur Maximiliansbrücke gesperrt. Die Straßen parallel zur Isar sind laut Veranstalter während der Demonstration für den Autoverkehr geöffnet. Da es sich um eine stehende Veranstaltung handelt, gibt es keine weiteren Sperrungen.

Wegen der Demonstration gibt es Einschränkungen bei der Trambahn. Betroffen sind die Linien 19, 21, 36 und 37. Die Linie 19 wird zwischen Hauptbahnhof und Max-Weber-Platz unterbrochen. Die Linie 21 wird zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz unterbrochen. Die 19er-Züge aus Pasing fahren ab Hauptbahnhof auf der Linie 21 zum Westfriedhof. Züge aus Berg am Laim Bf. werden am Max-Weber-Platz zur 21 Richtung St.-Veit-Straße. Die Linien 36/37 fahren nicht zum Isartor, sondern nur zwischen St. Emmeram/Effnerplatz und Max-Weber-Platz und Ostbahnhof.

Demo #WehretdenAnfängen: Programm und Ablauf

Der Lichtkünstler Ulrich Tausend und der Fotograf Rainer Viertlböck fertigten ein sogenanntes Lightpainting-Bild mit den Demonstrationsteilnehmern an - eine Lichterkette 2.0 mit Smartphones statt Kerzen.

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Außerdem traten mehrere Künstler auf: Unter anderem Roland Hefter von den "Künstlern mit Herz", die vor der Landtagswahl mit einem Anti-AfD-Song einen viralen Hit landeten. Er sagte gegen 19.15 Uhr: "Die AfD-Leute brauchen Liebe und keinen Hass. Es bringt niemandem etwas, wenn man einen Neonazi sieht und ihm aufs Maul haut. Man muss mit den Leuten reden." Hefter meinte zudem: "Lasst euch den Abend nicht von Leuten verderben, die voller Hass sind."

Andrea Betz vom Sozialpolitisches Forum München: "Wir stellen uns jedem entgegen, der die Würde des Menschen mit Füßen tritt und Hass sät. Solidarität ist was zählt. Refugees Welcome."

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SPD-Landeschefin Natascha Kohnen über die bevorstehende Wahl des Landtagsvizepräsidenten: "Eine Partei, zu der ein Höcke gehört, der sich in Chemnitz mit Neonazis zusammentut, diese Partei werde ich niemals wählen. Und ich hoffe, dass ich immer den Mut haben werde, dagegen aufzustehen."

Die Teilnehmer schwenken ihre Smartphones für das Light-Painting-Foto.
Die Teilnehmer schwenken ihre Smartphones für das Light-Painting-Foto. © AZ

Demonstration mit Blick auf die Europawahl

Angelehnt an die Lichterkette gegen Rassismus, an der 1992 rund 400.000 Münchner teilnahmen, wollen die Veranstalter rund 26 Jahre später erneut ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus setzen. Zu den Organisatoren gehören unter anderem die Urbanauten, Isarlust e.V., Lichterkette e.V. und mehrere Parteien.

Nachdem im Mai die Wahl zum Europäischen Parlament ist, läuft die Lichterkette unter dem etwas sperrigen Titel "Demonstration für Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechte in einem geeinten Deutschland und offenen Europa".

AfD verurteilt Demonstration

Die AfD verurteilte die Demonstration, die klar gegen die Partei gerichtet sei, als Respektlosigkeit vor dem Votum der Wähler.

Lesen Sie auch: Drohungen gegen Organisator von Demo #WehretdenAnfängen


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