Poller für sichere Radwege in München

Es sind nicht unbedingt Baustellen notwendig, um Spuren für Autos und Radler zu schaffen.
| Christina Hertel
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So sieht eine "Protected Bike Lane" in Berlin aus.
So sieht eine "Protected Bike Lane" in Berlin aus. © imago images/Stefan Zeitz

München - Im Dezember brachte Andreas Schön vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub dem Münchner OB ein Weihnachtsgeschenk vorbei, per Fahrradkurier versteht sich. Der Pappkarton enthielt ein sogenanntes Protektionselement.

Poller sollen Radwege in München sicherer machen

Dieses Teil aus Kunststoff, das auf den ersten Blick wie ein Ständer für Sonnenschirme aussieht, soll Radwege und Autospuren besser voneinander trennen und sicherer machen.

Nun, ein halbes Jahr später, fordern auch Grüne und SPD, dass solche Elemente in München erprobt werden. Sie wollen, dass die Stadt so bald wie möglich als Verkehrsversuch sogenannte "Protected Bike Lanes", also geschützte Radfahrstreifen, schafft. Ziel ist, verschiedene Trennungselemente in mehreren Straßen und zu allen Jahreszeiten zu erproben.

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Denn als Trenner eigne sich vieles, wie die Grünen in einer Mitteilung schreiben: Barken, Poller, Pfeiler oder sogar Blumenkästen. Nach dieser Testphase soll der Stadtrat entscheiden, welche Elemente sich als am besten erwiesen haben.

Vorteil der Trennelemente ist laut Grünen vor allem, dass sie wesentlich günstiger sind, als ganze Radwege neuzubauen. Denn es gab immer wieder Kritik, dass die Umsetzung des Radentscheids, das Bürgerbegehren, das sicherere Radwege forderte, so teuer wird. Zeitweise war von 1,6 Milliarden Euro die Rede.

Doch selbst Andreas Schön, der das Bürgerbegehren gestartet hat, ist davon überzeugt, dass es nicht so teuer werden muss - und dass solche Elemente dabei helfen können.

Außerdem könnten auf diese Weise schneller neue Radwege entstehen, meint Gudrun Lux, die sich bei den Grünen um den Radverkehr kümmert. Denn auch aus ihrer Sicht geht die Umsetzung des Radentscheids zu langsam.

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