Preise fix: So viel zahlen Besucher für die Maß auf der Wiesn 2026

Die Maß auf dem Oktoberfest wird auch in diesem Jahr wieder teurer als zuletzt. Für Überraschung sorgt ein recht bekannter Wiesn-Wirt.
Ruth Frömmer
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Besucher prosten sich auf dem Oktoberfest im Paulaner-Festzelt mit ihrer ersten Maß Bier zu. (Archivbild)
Besucher prosten sich auf dem Oktoberfest im Paulaner-Festzelt mit ihrer ersten Maß Bier zu. (Archivbild) © Matthias Balk/dpa

Auch in diesem Jahr wird die Maß auf der Wiesn wieder ein bisserl teurer als im letzten Jahr. Während das Frühlingsfest die Bierpreise in diesem Jahr nicht erhöhte, langen die Wiesnwirte weiter zu. Aber immerhin: Die 16-Euro-Marke sprengt der Wiesnbierpreis noch nicht. Die Maß kostet zwischen 14,80 und 15,90 Euro. 2025 mussten die Besucher zwischen 14,50 und 15,80 Euro hinblättern.

Oktoberfest 2026: So teuer ist heuer die Maß Bier  

Die teuerste Maß für jeweils 15,90 Euro gibt es bei den großen Festhallen im Armbrustschützen-Festzelt (2025: 15,50 Euro), in der Bräurosl (2025: 15,40 Euro) und im Löwenbräu-Festzelt (2025: 15,40 Euro), die günstigste für 14,90 Euro in der Augustiner-Festhalle (2025: 14,50 Euro), gefolgt von der Fischer-Vroni, in der ebenfalls Augustiner ausgeschenkt wird, für 15,75 Euro (2025: 15,40 Euro). Alle anderen großen Festzelte (Hacker, Hofbräu, Käfer, Marstall, Ochsenbraterei, Paulaner, Schottenhamel und Schützen-Festzelt) verlangen 15,80 Euro für die Maß Bier.
Die Preissteigerungsrate liegt insgesamt zwischen 2,3 und 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Überraschung: In einem Wiesn-Zelt sinkt der Maß-Preis um rund zwei Prozent 

Ähnlich verhält es sich auch bei den mittleren Zelten und Hühnerbratereien. Hier sorgt nur ein Betrieb für Aufsehen: Die Münchner Stubn von Alexander Egger und Kathrin Wickenhäuser-Egger spielten in der Vergangenheit in der obersten Bierpreis-Liga. In diesem Jahr senken sie ihren Maßpreis um rund zwei Prozent auf 15,50 Euro (2025: 15,80 Euro).

Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger wirbeln die Wiesn in diesem Jahr ganz schön auf. In ihrem Zelt Münchner Stubn sinkt dafür der Maßpreis.
Kathrin Wickenhäuser-Egger und Alexander Egger wirbeln die Wiesn in diesem Jahr ganz schön auf. In ihrem Zelt Münchner Stubn sinkt dafür der Maßpreis. © IMAGO/STL Studio Liebhart (www.imago-images.de)

Das Wirtepaar hat in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt. Alexander Egger hatte sich für zwei große Festzelte beworben und den Zuschlag nicht erhalten. Daraufhin hat er einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer eingereicht. Er findet, die Zeltvergabe auf der Wiesn sollte nach EU-Recht ablaufen. Sein Antrag wurde zwar abgewiesen. Aber der Wirt hat bereits angekündigt, in die nächste Instanz zu gehen.

Moderate Preissteigerung auch auf der Oidn Wiesn

Die günstigste Maß bei den mittleren Zelten gibt es im Familienplatzl für 14,80 Euro (2025: 14,60 Euro). Das Wirtshaus im Schichtl legt eine Nullrunde ein. Hier kostet die Maß wie auf der letzten Wiesn 14,80 Euro. Die teuerste Maß gibt’s für jeweils 15,90 Euro im Glöckle Wirt (2025: 15,50 Euro) in der Heinz Wurst- und Hühnerbraterei (2025: 15,50 Euro) und im Poschner-Zelt (2025: 15,60 Euro).

Auf der Oidn Wiesn bleibt der Maßpreis nur im Volkssängerzelt Schützenlisl mit 14,90 Euro auf Vorjahresniveau. Im Festzelt Tradition kostet sie 15,80 Euro (2025: 15,30 Euro), im Musikantenzelt Boandlkramerei 15,30 Euro (2025: 14,80 Euro). Die günstigste Maß gibt’s für 14,80 Euro im Museumszelt (2025: 14,60 Euro).

Weißbiergärten legen deutlicher zu

Weniger moderat sind die Steigerungen bei den Weißbiergärten. Das günstigste Weißbier (0,5l) kostet 6,50 Euro in der Weißbier-Alm, das teuerste 8,50 Euro in der historischen Kegelbahn. Die meisten anderen Weißbier-Gärten haben ihren Preis von 7 Euro im letzten Jahr auf 7,50 Euro erhöht.

Wiesnstadträtin Anja Berger (Grüne) ist etwas enttäuscht: "Natürlich habe ich gehofft, dass die Preiserhöhungen bei der Maß moderater ausfallen. Geträumt habe ich sogar von einer 'Nullrunde'. Die Gastronomie hat mit steigenden Preisen zu kämpfen, das ist klar. Aber: Die Mehrwertsteuer für Speisen wurde gesenkt, hier wäre eine Querfinanzierung wünschenswert gewesen."

Wiesnstadträtin Anja Berger hätte sich eine 'Nullrunde' gewünscht.
Wiesnstadträtin Anja Berger hätte sich eine 'Nullrunde' gewünscht. © IMAGO/B. Lindenthaler (www.imago-images.de)

 

Die Vereinigung der Münchner Wiesnwirte findet die Preissteigerung um zwei bis drei Prozent "moderat und im Rahmen der Inflation". Wirtesprecher Peter Inselkammer sagt: "Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste. Für uns ist der Einkauf tatsächlich um 6,5 Prozent teurer geworden."

Käfer hat das günstigste Tafelwasser

Am günstigsten kommen die Besucher in den großen wie kleinen Zelten mit einer Maß Tafelwasser weg. Die ist am billigsten in Käfers Wiesnschänke für 9,80 und am teuersten im Paulaner-Festzelt für 13,60 Euro. Umsonst bleibt das Wasser weiter an den Trinkwasserbrunnen, die es seit 2023 auf der Wiesn gibt.

Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt festgelegt. Sie überprüft als Veranstalterin jedoch die von den Gastronomen genannten Preise auf ihre Angemessenheit. Dazu wird ein Vergleich mit den Preisen der gastronomischen Großbetriebe im Stadtgebiet München vorgenommen. Diese Preise liegen beim Bier aktuell zwischen 7,70 Euro und 13,40 Euro pro Maß.

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  • Woidl2024 vor 4 Stunden / Bewertung:

    Solange die Menschen das mitmachen, wird es diese Preisspirale geben! Man muss nicht hingehen, kann aber....doch plötzlich sitzt das Geld wieder locker - komisch! Ein Volksfest für alle ist das schon lange nicht mehr!

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  • Der wahre tscharlie vor 16 Stunden / Bewertung:

    Die jährliche Tradition der Preiserhöhung auf der Wiesn. Ich verstehe ja, dass man in Bayern so auf Traditionen setzt.
    Aber eins muß ich doch kritisieren, der Preis ist nicht Trinkgeld-freundlich für die Bedienungen.

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  • Ch_Muc vor 17 Stunden / Bewertung:

    In diesem Fall hat die Tradition Bestand, da jedes Jahr über die Preise des Wiesnbieres berichtet wird. Der Bierpreis bleibt hoch. Wir Münchner wissen das ohnehin schon und können nur noch müde lächeln.

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