Kehraus auf der Wiesn

Noch ist es nicht vorbei: Aber die AZ zeigt, wo Sie den letzten Abend der Wiesn stilvoll ausklingen lassen können. Ob mit „Il silencio“ als Trompetensolo oder mit der Bayernhymne...  
| A. K. Koophamel
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Noch ist es nicht vorbei: Aber die AZ zeigt, wo Sie den letzten Abend der Wiesn stilvoll ausklingen lassen können. Ob mit „Il silencio“ als Trompetensolo oder mit der Bayernhymne...

München - Das Böllerschießen um 12 Uhr vor der Bavaria leitet das Wiesn-Finale ein. Die Sportschützen lassen es knallen, danach strömen die Münchner in die Zelte. Ein letztes Mal für dieses Jahr. Traditionell wird in vielen Zelten gegen 22.30 Uhr „Il silencio“ als Trompetensolo gespielt – ein Moment, der alle rührt, besonders in der Ochsenbraterei. Dort spielte bislang der erst im Februar verstorbene Wirt Hermann Haberl das Solo. „Da wir keinen Solistenmehr haben, übernehmen jetzt alle sechs Trompeter der Kapellen diesen Job“, sagt Tochter Antje Schneider. Gespielt wird der Gefangenenchor aus Nabucco.

Im Hackerzelt spielen am letzten Abend die Kirchdorfer und die Cagey Strings im Wechsel. Zum Klassiker mausert sich auch die Bayernhymne. „Wir verteilen immer weniger Textblätter, weil der verlängerte Tag einheimisch ist“, heißt es im Armbrustschützenzelt. Die rund 1000 rotenRosen von der Familie Inselkammer nehmen die Gäste aber gerne an.

Die Hymne der Bayern erklingt zum Schein von Wunderkerzen auch im Hippodrom „Und ich bedanke mich bei allen für die schöne Wiesn“, sagt Wirt Sepp Krätz. Im Winzerer Fähndl wird dazu das Licht gedimmt und 5000 Wunderkerzen an die Gäste verteilt. Vorab gibt es eine romantische Liedpalette mit „Hey Jude“ und „Angels“. „Da kommen die Tränen“, sagt Wirt Peter Pongratz.

So geht es auch der Familie Reinbold, die am Montag die Bühne im Schützen-Festzelt betreten wird – sie bedankt sich und bei „Weilst a Herz hast wie ein Bergwerk“ entzünden sie Wunderkerzen. Im Löwenbräu tritt Wirt Wiggerl Hagn mit seiner Familie und seinen Bedienungen auf die Bühne und dirigiert den Defiliermarsch. Danach gibt es ein „Il silencio“ – und Hagn gönnt sich seine erste Maß seit dem Anstichtag. Als Sänger tritt Stephan Kuffler im Weinzelt an. Heuer hat er zehnjähriges Jubiläum. „Ich versuche seit Jahren aus der Nummer rauszukommen, aber es sind immer alle begeistert“, sagt Kuffler, der „I feel good“ und „Jailhouse Rock“ um Mitternacht singen wird.

Auch die Familie Vollmer verabschiedet sichvon den Augustiner- Gästen singend mit dem Lied „Sag Dankeschön mit roten Rosen“. Auf das Podium steigt auch die Familie Heide mit der Bräurosl Carolin Weidner. Davor treten die Goaßlschnalzer auf. In der Fischer-Vroni und im Schottenhamel „ist es ein schönes Ausklingen ganz ohne Spektakel“, sagt Wirt Christian Schottenhamel. Mit dem Lied „Muss i denn zum Städtle hinaus“ ist Schluss.

Die allerletzte Maß Wiesnbier wird dann auf der Wiesn um 0.30 Uhr bei Käfers ausgeschenkt. Im Hofbräuzelt bei der Familie Steinberg wird es familiär. Nach dem letzten Lied bedanken sich Günter und Margot Steinberg bei allen Mitarbeitern, jeder bekommt einen Erinnerungskrug. „Und dann werden noch gemeinsam alle Reste aus der Küche gegessen.“

 

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