Das sagt Familie Kuffler zu den Ermittlungen

Es geht um den Kontakt zum Wiesbadener OB. Die Wiesnwirte legen ihre Sicht der Dinge dar.
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Firmenchef Roland Kuffler.
Ursula Düren/dpa Firmenchef Roland Kuffler.

München - Wer Wiesn-Wirt sein will (und darf), der sollte sich nichts nachsagen lassen. Rund um das Ausscheiden von Wirte-Urgestein Wiggerl Hagn (79, Löwenbräuzelt) ist ja schon genug geredet worden.

Deshalb reagiert die Gastro-Familie Kuffler (Weinzelt, Seehaus) nun mit deutlichen Worten auf die Meldung, dass die Staatsanwaltschaft München gegen den Wiesbadener OB Sven Gerich (SPD) ermittelt.

Gerich war in Südfrankreich und auf der Wiesn mehrmals Gast von Roland Kuffler, dessen Gastro-Imperium auch im Rhein-Main-Gebiet aktiv ist. Es gehe um den "Verdacht auf Vorteilsgewährung beziehungsweise der Vorteilsannahme", heißt es.

Freundschaft und Gastro-Geschäfte getrennt

Dazu schreibt die Familie Kuffler in einem Statement: "Unser Unternehmen hält sich in sämtlichen Ausschreibungen strikt an die vorgegebenen Strukturen und Prozesse. Das gilt auch für alle Ausschreibungen in Wiesbaden, an denen wir teilgenommen haben."

Die freundschaftliche Verbindung zu Gerich habe demnach keinen Einfluss auf Gastro-Geschäfte gehabt: "Bei den Ausschreibungsprozessen der Stadt Wiesbaden sind unsere Ansprechpartner stets spezialisierte Koordinatoren und Manager, nicht der Oberbürgermeister", teilt Kuffler mit: "Ebenso stimmt über den Erfolg unserer Bewerbungen für Gastronomie-Lizenzen ein breites Gremium von Volksvertretern ab, nicht der Oberbürgermeister."

Gerich, seit 2013 im Amt, stellt sich nicht zur Wiederwahl.

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