Offiziell: IAA kommt nach München - Berlin geschlagen

Die Internationale Automobilmesse IAA kommt nach München. Der ausrichtende Verband hat sich gegen Hamburg und Berlin entschieden.
| Lukas Schauer
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Die IAA-Fahnen werden zukünftig in München wehen.
imago images/Ralph Peters Die IAA-Fahnen werden zukünftig in München wehen.

München - Die Messe München hat sich mit dem Standort-Konzept durchgesetzt: Die Internationale Automobilausstellung (IAA) wird zukünftig in München ausgerichtet. Das gab der ausrichtende Verband VDA am Dienstag bekannt.

Berlin und Hamburg sind damit aus dem Rennen, beide Städte hatten sich mit München um die IAA beworben. Ende 2019 war bekannt geworden, dass der bisherige langjährige IAA-Standort Frankfurt die Messe nicht mehr ausrichten wird.

Der Chef der Münchner Messe, Klaus Dittrich, war sich bereits Anfang des Jahres siegessicher, weil sich München mit einem außergewöhnlichen Konzept beworben hatte. Die Messe sollte zu den Menschen kommen, nicht nur auf dem Messegelände stattfinden, sondern in der ganzen Stadt: vom Olympiagelände, über den Königsplatz und Hofgarten bis nach Riem.

München mit neuem Konzept für IAA

BMW hatte sich sogar bereit erklärt, während der Messe sein Logo abzuhängen, da es doch recht dominant über dem Olympiagelände prangt. In den Messehallen waren nur Geschäftsleute geplant. Somit hat man die Ausstellungsfläche radikal verkleinern können. Auch der Stadtrat unterstützte laut Messechef Dittrich das Projekt und hatte mit großer Mehrheit für das Münchner IAA-Konzept abgestimmt. Im bayerischen Landtag unterstützte die FDP die Bewerbung Münchens.

"München hat sich gegenüber Berlin und Hamburg durchgesetzt. Die drei Städte, die zuletzt in der engeren Wahl als Austragungsort waren, haben allesamt hoch ambitionierte und überzeugende Pläne vorgelegt, um die IAA gemeinsam mit dem VDA weiterzuentwickeln", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Es war ein sehr enges Rennen, für das ich den Beteiligten herzlich danke."

Pretzl: "Äußerst positives Signal für München"

Die Politik reagierte erfreut. OB Dieter Reiter (SPD) sagte: "Ich freue mich, dass sich der VDA heute für München als künftige Gastgeberstadt für die Internationale Automobilausstellung (IAA) entschieden hat. Der Münchner Stadtrat hatte erst vor 2 Wochen bekräftigt, die Neuausrichtung der IAA zur Plattform für die nachhaltige Gestaltung der Mobilität der Zukunft ausdrücklich zu unterstützen und der Bewerbung der Messe München zugestimmt."

Bürgermeister Manuel Pretzl: "Ich freue mich sehr, dass München den Zuschlag für diese wichtige Messe bekommen hat. Die München CSU hat von Anfang an und ohne Vorbehalte für die IAA gekämpft. Die IAA versteht sich mittlerweile ja als Innovationstreiber im Bereich der Mobilität. Das entspricht unserem Ansatz, den Mobilitätswandel durch Innovationen statt durch Verbote zu gestalten. Die heutige Entscheidung ist ein äußerst positives Signal für den Wirtschaftsstandort München."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich erfreut. "Ziel ist die Versöhnung von Klimaschutz und Automobil", twitterte Söder.

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Grüne stellen Anträge für neue IAA in München

Die Grünen zeigten sich ebenfalls erfreut, forderten den VDA und die Veranstalter aber auf, die IAA mit einigen konkreten Maßnahmen zur Modernisierung dieser Ausstellung verknüpfen. Die OB-Kandidatin Katrin Habenschaden fordert, "dass die Ankündigungen des VDA zu einem grundlegenden Wandel der IAA kein Lippenbekenntnis war, sondern eine ernst gemeinte Verpflichtung zu dringend nötigen Reformen, hin zu einer Plattform für nachhaltige und smarte Mobilität – und weg von der PS-Protzerei und einem völlig überholten Frauenbild."

Die Partei hat drei Anträge gestellt: So soll öffentlicher Raum "nur für die Präsentation innovativer und nachhaltiger Mobilitätskonzepte und abgasfreier Fahrzeuge zur Verfügung" gestellt werden, zudem diskriminierungsfreie Standards verpflichtend werden und parallel zur IAA ein Mobilitätskongress in München stattfindet.

Lesen Sie hier den Kommentar zur IAA in München: Echter Mehrwert

Lesen Sie hier: Lohnt es sich, ein eigenes Auto zu haben?

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