Nur 18 Prozent kennen OB-Kandidat Reiter

Eine Umfrage der Stadt ergibt: Nicht einmal jeder fünfte Münchner kennt den OB-Kandidaten der SPD! Sein CSU-Kontrahent Josef Schmid ist immerhin 34 Prozent bekannt.
| Timo Lokoschat
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Jeder Dritte kennt Josef Schmid von der CSU.
Gregor Feindt Jeder Dritte kennt Josef Schmid von der CSU.

Eine Umfrage der Stadt ergibt: Nicht einmal jeder fünfte Münchner kennt den OB-Kandidaten der SPD! Dagegen ist sein CSU-Kontrahent Josef Schmid immerhin einem Drittel bekannt

München - Er probiert das Glühbier für den Christkindlmarkt, sitzt beim Wiesnumzug in der ersten Kutsche, posiert mit dem Schild „Oberbürgermeister“ im Schottenhamel, unterschreibt bei einer Aktion gegen den Wohn-Wahnsinn, lässt sich eine neue, moderne Internetseite basteln, ist auf Facebook unterwegs, besucht Richtfeste, Reisemessen und Demonstrationen – eigentlich, könnte man sich denken, müsste Dieter Reiter inzwischen einen Bekanntheitsgrad von über 50 Prozent haben.

Eigentlich. Allein die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Gerade einmal jeder fünfte Münchner kennt den OB-Kandidaten der Münchner SPD. Genau gesagt sind’s sogar noch weniger: nur 18,2 Prozent. Der Mann, den er beerben will, OB Christian Ude, erreicht satte 91,2 Prozent.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die das Münchner Institut für Marktforschung (mifm) im Auftrag des Presse- und Informationsamts durchgeführt hat.

Dass der seit fast 20 Jahren regierende OB so gut abschneidet, ist klar. Was Reiter aber wurmen dürfte: Sein Bekanntheitsgrad ist im Vergleich zum Juni sogar gesunken. Damals geben immerhin 19,2 Prozent an, ihn zu kennen, was im Vergleich zum November 2011 einer Verdoppelung seines Werts entspricht. Jetzt ist es ein Prozent weniger. Trotz, zum Beispiel, der öffentlichkeitswirksamen Wiesn, deren Chef Dieter Reiter heuer erstmals sein durfte.

Sein Kontrahent Josef Schmid von der CSU bringt es immerhin auf gut ein Drittel Bekanntheitsgrad. 34,6 Prozent der befragten Münchner wissen, wer er ist.

Mit fast 60 Prozent deutlich vor beiden Kandidaten liegt Bürgermeister Hep Monatzeder, auch in Sachen Sympathie. Beim internen Wahlkampf um die grüne OB-Kandidatur waren dies immer seine – letztlich erfolglosen – Argumente gewesen.

Für die siegreiche Sabine Nallinger gibt es keine Umfragewerte, da sie kein Amt innehat.

Ein Überraschungserfolg gelingt ihrer Parteikollegin, der grünen Fraktionschefin Gülseren Demirel: Sie erreicht mit 13,2 Prozent Bekanntheit einen sehr respektablen Wert und hängt damit den OB-Kandidaten der FDP, Michael Mattar, locker ab. Von seiner Existenz wissen nur 4,6 Prozent.

Auffällig: Bei den CSU-Politikern Schmid und Spaenle halten sich Sympathie und Antipathie fast die Waage, während bei der Beurteilung der rot-grünen Stadträte die positiven Gefühle überwiegen.

Was auch Dieter Reiter freuen dürfte: Insgesamt sind 60 Prozent der Befragten mit der Rathauspolitik zufrieden, auch seine Wirtschaftspolitik schneidet gut ab. Ein Schlusslicht: der Wohnungsbau.

Die vollständigen Umfrageergebnisse lesen Sie in der Wochenendausgabe der Abendzeitung.

 

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