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Newsblog zur Siko 2026: "Sehr friedliche Versammlung": Bis zu 250.000 auf der Theresienwiese

Von Freitag, 13. Februar, bis Sonntag, 15. Februar, findet in München die Sicherheitskonferenz 2026 statt. Im Bayerischen Hof treffen sich Spitzen-Politiker und weitere Teilnehmer aus aller Welt. Im AZ-Newsblog halten wir Sie auf dem Laufenden.
von  Ralph Hub, André Wagner, Florian Kraus, AZ, dpa, Felix Müller
Immer mehr Demonstranten finden sich auf der Theresienwiese ein
Immer mehr Demonstranten finden sich auf der Theresienwiese ein © Felix Müller

Jedes Jahr treffen sich in München Staats- und Regierungschefs, Minister und Fachleute zur Sicherheitskonferenz. Die Münchner Siko gilt als das wichtigste internationale Forum für Sicherheit und Außenpolitik mit hochrangigen Politikern und weiteren Teilnehmern aus aller Welt. Sie findet heuer zum 62. Mal statt, traditionell im Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz.

Während der Siko halten wir Sie hier im Newsblog auf dem Laufenden:

+++ Polizei spricht von "sehr friedlicher Versammlung" – 250.000 Teilnehmer +++

Die Iran-Demo auf der Theresienwiese verlief problemlos. Die Polizei spricht von einer "sehr friedlicher Versammlung". Stand 16.30 Uhr habe es keine Festnahme oder Zwischenfälle gegeben, so Thomas Schelshorn, Leiter der Pressestelle. Man geht nun auch von einer Teilnehmerzahl von 250.000 Personen aus.

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+++ Bis zu 250.000 Menschen auf der Theresienwiese – Auftritt von Reza Pahlav +++

Bei der Teilnehmerzahl kursieren Werte zwischen 200.000 und 250.000 Menschen die sich zur Iran-Demo auf der Theresienwiese eingefunden haben. Sie alle haben sehnsüchtig auf den Auftritt von Reza Pahlav gewartet. Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs und Hoffnungsträger eines Großteils der iranischen Opposition, betrat am Nachmittag die Bühne. Er kündigte an, den "Übergang" im Iran anführen zu wollen. Er wolle den Iran in eine "demokratische Zukunft" führen, sagte Pahlavi vor den rund 200.000 Menschen.

Reza Pahlavi sprach zu den über 200.000 Demo-Teilnehmern auf der Theresienwiese.
Reza Pahlavi sprach zu den über 200.000 Demo-Teilnehmern auf der Theresienwiese. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Nach dessen Reden treten nun, bei strömendem Regen, zehntausende Teilnehmer die Heimreise an, eine   Ein paar Redner sind noch auf der Bühne, eine größere Gruppe von Demonstranten harrt  noch unterhalb der Bavaria aus. Die Polizei warnt rund um die Theresienwiese vor erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auch kurzfristige Sperrmaßnahmen seien möglich, insbesondere im Bereich der U- und S-Bahnhöfe. 

Bei strömenden Regen harren kurznach 17 Uhr noch etwa 3000 Menschen vor der Bühne aus.
Bei strömenden Regen harren kurznach 17 Uhr noch etwa 3000 Menschen vor der Bühne aus. © Felix Müller

Die Polizei rät allen Teilnehmern, die Theresienwiese in alle Richtungen zu verlassen, um die Situation zu entzerren. Gut zu Fuß erreichbar seien die U-Bahn-Stationen Theresienwiese, Hauptbahnhof, Goetheplatz, Poccistraße und Schwanthalerhöhe sowie die S-Bahn-Stationen Hackerbrücke, Hauptbahnhof und Heimeranplatz. Über der Wiesn kreist ein Polizeihubschrauber.

Hohes Verkehrsaufkommen rund um die Theresienwiese.
Hohes Verkehrsaufkommen rund um die Theresienwiese. © Felix Müller

Video:


Iran-Demo auf der Theresienwiese - Teilnehmer treten Heimreise an (vom 14.02.2026)

Selten gab es in München eine Demonstration die mehr Teilnehmer hatte. 2025 gab es zwei riesige Anti-AfD-Demos, eine davon war noch größer, die andere nach den aktuellen Zahlen vergleichbar. Ansonsten fanden in den letzten Jahrzehnten keine Demos statt, die vergleichbare Teilnehmerzahlen erreichen konnten.

+++ Selenskyj drängt zur Eile bei Hilfen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Auftritt auf der Münchener Sicherheitskonferenz den Westen dazu aufgerufen, bei der Unterstützung seines Landes Geschlossenheit und Tempo zu demonstrieren. Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs massiv weiterentwickelt, dementsprechend schnell brauche die Ukraine bei ihrer Verteidigung Hilfe von ihren Partnern. "Was wir bei dem russischen Einmarsch am 24. Februar (2022) gebraucht hätten, wären Einheit, Entschlossenheit und Tempo", sagte er in seiner Rede. An anderer Stelle klagte er, es habe Monate und mitunter Jahre gedauert, ehe bestimmte Waffensysteme geliefert worden seien.

Selenskyj versäumte es nicht, den westlichen Ländern für ihre Hilfe zu danken. Er bat aber eindringlich insbesondere um weitere Raketen für die Flugabwehr. Sie sollen dabei helfen, die systematische Zerstörung des ukrainischen Energienetzes durch russische Angriffe aus der Luft zu stoppen.

Selenskyj versäumte es nicht, den westlichen Ländern für ihre Hilfe zu danken. Er bat aber eindringlich insbesondere um weitere Raketen für die Flugabwehr. 

+++ "Haben keinen Bock auf Wehrpflicht" +++

"Ich laufe hier im Jugendblock mit, weil wir überhaupt keinen Bock auf Wehrpflicht haben. Mein Kind und meine jüngeren Brüder könnten davon betroffen sein", erzählt Michele Dermastia (26), Stadtratskandidatin für die Linken, der AZ.

"Die Siko soll weg aus München. Wir brauchen nicht immer mehr Waffen und Sicherheit - wir brauchen vor allem mehr Frieden. Die USA waren hier immer sehr präsent - dieses Jahr mit ihrem ICE Aufmarsch, darauf haben wir keinen Bock."

Michele Dermastia ist alleinerziehende Mutter und kandidiert für den Stadtrat
Michele Dermastia ist alleinerziehende Mutter und kandidiert für den Stadtrat © Florian Kraus

+++ Der Marienplatz füllt sich +++

Der Demo-Zug kommt am Marienplatz an, der sich nun auch sehr schnell füllt. Verschiedene Organisationen aus dem linken Spektrum versammeln sich nun vor der großen Bühne vor dem Rathaus. Beim Zug vom Stachus über Karolinenplatz bis Marienplatz zählte die Polizei 2000 Teilnehmer.

Video:


Demo-Zug kommt am Marienplatz an (vom 14.02.2026)

+++ Über 200.000 auf der Theresienwiese – Verkehrschaos droht +++

Riesige Menschenmassen bei der Iran-Demo. Mittlerweile spricht die Polizei von 200.000 Teilnehmern die sich auf der Theresienwiese eingefunden haben. Bei der Abreise dürfte es zu einem  riesigen Verkehrschaos kommen.

+++ Rutte: Debatte über stärkere nukleare Abschreckung ist O.K. +++

Ein europäischer Atomschirm kann aus Sicht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte allenfalls als Ergänzung für den der USA dienen. «Jede Diskussion in Europa, die sicherstellen soll, dass die nukleare Abschreckung insgesamt stärker wird, ist in Ordnung», sagte Rutte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Gespräch mit Journalisten. Das letztlich entscheidende Fundament der Freiheit in Europa sei aber der Atomschirm der Vereinigten Staaten. Nur diese verfügten über die Stärke und Macht, der nuklearen Bedrohung durch andere Atommächte zu begegnen.

Rutte äußerte sich zu der Frage, was er von der Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung halte. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor bei der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, er habe mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erste Gespräche über europäische nukleare Abschreckung aufgenommen.

Der Nato-Generalsekretär verwies darauf, dass die europäischen Atommächte Frankreich und Großbritannien über deutlich kleinere nukleare Streitkräfte verfügten als die USA. China werde 2030 schätzungsweise 1000 Atomsprengköpfe haben, fügte er hinzu.

+++ Acht Fahrzeuge verwickelt: Bereitschaftspolizei baut Unfall auf dem Weg nach München +++

Auf der Autobahn 9 hat ein Auffahrunfall am Samstagmorgen eine Kolonne der Bereitschaftspolizei gestoppt. Nach Angaben der Verkehrspolizei waren insgesamt acht Fahrzeuge in den Zusammenstoß bei Paunzhausen (Landkreis Freising) verwickelt – sechs davon waren uniformierte Einsatzwagen aus Nürnberg, die sich auf dem Weg nach München befanden.

Ein Fahrer der Einsatzeinheit habe verkehrsbedingt so stark bremsen müssen, dass der hinter ihm fahrende Beamte nicht mehr rechtzeitig habe reagieren können, teilte die Polizei mit. Er sei auf den Vorderwagen aufgefahren. In der Folge sei es zu einer Kettenreaktion zwischen allen acht Fahrzeugen gekommen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden den Angaben zufolge mehrere Polizisten leicht verletzt. Die Insassen der anderen Wagen kamen unversehrt davon. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Räumung leitete die Polizei den Verkehr über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbei. Zur Höhe des entstandenen Gesamtschadens konnten die Beamten zunächst keine Angaben machen.

+++ Noch nicht viel los auf dem Marienplatz – Menschenkette ausgefallen+++

Während sich auf der Iran-Demo auf der Theresienwiese fast 100.000 Menschen versammelt haben, herrscht auf dem Marienplatz derzeit noch gähnende Leere. Vor der Bühne der Anti-Siko-Demo haben sich kurz nach 15 Uhr erst wenige Personen eingefunden. Musik ist zu hören und Banner und Schilder mit  "Stoppen wir den Rüstungswahnsinn", "Gegen Krieg und Aufrüstung" und "Zur Hölle mit der Nato" sind zu sehen. Sobald der Demozug eingetroffen ist, dürfte auch vor dem Rathaus mehr los sein. Die teilnehmenden Organisationen sind u. a. Die Linke, BSW, KPD, Verdi, und die marxistische Linke.

Die geplante Menschenkette zwischen Stachus und Marienplatz hat wegen zu wenigen Teilnehmern nicht stattgefunden.

Kurz nach 15 Uhr ist auf dem Marienplatz noch nicht so viel los.
Kurz nach 15 Uhr ist auf dem Marienplatz noch nicht so viel los. © Florian Kraus

+++ "Meine Frau kommt aus dem Iran und sie weint jeden Abend" +++

Jürgen Stauffert (63) ist aus Heilbronn nach München zur Demonstration angereist. "Meine Frau kommt aus dem Iran und sie weint jeden Abend. Es ist der Horror, was dort passiert. Menschen, die sich nach Freiheit sehnen einfach abzuknallen oder in die Augen zu schießen, das ist der Wahnsinn. Deshalb protestiere ich hier mit diesem Schild", so der 63-Jährige zur AZ. "Man braucht einen Anführer für die Proteste und einen Sprecher. Pahlavi hat am meisten Popularität. Er sagt, er will nur den Weg freimachen für freie Wahlen. Deshalb halten die Leute heute sein Bild hoch."

Jürgen Stauffert ist extra aus Heilbronn angereist.
Jürgen Stauffert ist extra aus Heilbronn angereist. © Florian Kraus

+++ Über 80.000 Teilnehmer auf der Theresienwiese +++

Kurz nach 13 Uhr haben sich, laut Polizei, 80.000 Teilnehmer auf der Theresienwiese eingefunden. Da weiterhin Tausende Menschen auf das Wiesngelände strömen, ist die zu vor aufgerufene Zahl von 100.000 Teilnehmer gar nicht mehr so unrealistisch.

Immer mehr Demonstranten finden sich auf der Theresienwiese ein
Immer mehr Demonstranten finden sich auf der Theresienwiese ein © Felix Müller

Trotz der riesigen Teilnehmerzahl verläuft die Veranstaltung soweit ruhig. Laut Polizei gab es nur einige Verstöße gegen die Flugbeschränkung, weil einige Drohnen über die Demonstranten geflogen sind.

+++ Selenskyj: "Je länger der Krieg dauert, umso gefährlicher wird Putin" +++

Am Samstag sprach auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sein Vortrag mit  Powerpoint- und Video-Demonstration zeigte die harte Realität in der Ukraine. Allein im Januar seien 6.000 russische Drohnen, 158 Raketen und 5.500 Gleitbomben auf sein Land niedergegangen.

 Je länger der Krieg dauert, umso mehr Ressourcen entwickele der Gegner und "umso gefährlicher wird Putin", warnte Selenskyj und wandelte auf dem schmalen Grat zwischen Dankbarkeit gegenüber den USA und Befremden gegenüber manchen Vorhaltungen aus Washington. 

Wahlen könne man innerhalb von zwei Monaten nach einem Waffenstillstand abhalten, so Selenskyj, wie das in einem Land im Krieg funktionieren solle, wisse allerdings niemand. Die Ukraine wäre auch sofort zu einem Waffenstillstand bereit, damit in Russland Wahlen abgehalten werden können, fügte der ukrainische Präsident augenzwinkernd hinzu.

Wolodymyr Selenskyj sitzt bei einer Veranstaltung auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Wolodymyr Selenskyj sitzt bei einer Veranstaltung auf der Münchner Sicherheitskonferenz. © Kay Nietfeld/dpa

+++ Nawalny-Witwe spricht über Ermordung ihres Mannes +++

Am Rande der Sicherheitskonferenz hat Julia Nawalnaja, russische Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau des russischen Oppositionsführers und Dissidenten Alexei Nawalny, ein Pressestatement zum Tod und den Todesumständen ihres Ehemannes gegeben.

Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit einem starken Nervengift getötet worden. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Schweden und den Niederlanden beschuldigten Russland, den Kremlkritiker umgebracht zu haben. Nawalnaja sagte, man habe nun den Beweis, dass Kremlchef Wladimir Putin ein Mörder sei.

Nach Laboranalysen sehen die Außenminister von Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden es als erwiesen an, dass Kremlkritiker Alexej Nawalny von Russland vergiftet worden ist.
Nach Laboranalysen sehen die Außenminister von Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden es als erwiesen an, dass Kremlkritiker Alexej Nawalny von Russland vergiftet worden ist. © Kay Nietfeld/dpa

+++ Laschet: Rubio hat Spielräume freundlich genutzt +++

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet warnt davor, nach der Rede von US-Außenminister Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz von Entspannung im transatlantischen Verhältnis auszugehen. "Die wird es auch nicht mehr geben", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

"Wir tun alles, dass die Amerikaner so eng dabei sind, wie es geht, weil sie in vielen Themen auch ähnliche Interessen haben wie wir", sagte Laschet. "Aber es wird nicht mehr so friedlich und entspannt sein, wie in den Zeiten vor 2020." Rubio habe eine versöhnliche, Europa zugewandte Rede gehalten und gemeinsame Wurzeln etwa im kulturellen Bereich beschrieben. Dies sei eine Selbstverständlichkeit. "Man nimmt es schon als etwas Besonderes, wenn es mal wieder einer aus den USA ausspricht, dass das so ist." 

Laschet: Entscheidend ist, was Trump sagt
Rubio habe in einer sehr freundlichen Sprache Spielräume genutzt, die er als Minister habe, sagte Laschet. "Aber entscheidend ist, was der Präsident der Vereinigten Staaten sagt." Deshalb müsse Europa selbst stark und souverän werden. Rubio hatte Europa während seiner mit Spannung erwarteten Rede in München die Hand gereicht - dabei aber ein düsteres Bild vom Ist-Zustand der verbündeten Nationen gezeichnet.

+++ Demo auf Theresienwiese in vollem Gange +++

Zum offiziellen Beginn der Veranstaltung um 12.00 Uhr ist auf der Theresienwiese bereits eine große Anzahl Demonstrierender eingetroffen. Zu sehen ist ein Fahnenmeer aus unterschiedlichen Iran-Flaggen - wobei die aktuelle Flagge des iranischen Regimes natürlich nicht dabei ist. Vereinzelt sind auch die Flaggen Israels und der USA zu sehen. Die Demonstrierenden skandieren Slogans, die eine Frau übersetzt mit: „Es lebe der Schah“, „Wir sind ein großes Volk und werden den Iran zurück gewinnen“ und „unser letzter Kampf, Pahlavi kommt zurück“. Auf der Bühne skandiert ein Redner:   „Weg weg weg - die Mullahs müssen weg.“

Die Demonstranten haben eine riesige Flagge mitgebracht.
Die Demonstranten haben eine riesige Flagge mitgebracht. © Felix Müller

Viele kleinere Plakate zeigen das Gesicht Pahlavis. Er hat zu der Demo aufgerufen – zeitgleich finden Demos in Los Angeles (wo er die letzten Jahrzehnte lebte) und in Toronto statt. Gestern gab es am Odeonsplatz eine kleinere Demo von Exilgruppen, die sich nicht dem Sohn des letztens Schahs anschließen wollen, weil sie kritisieren, dass er sich nicht von den Verbrechen seines Vaters distanziert.

Hier auf der Theresienwiese liegen die Hoffnungen eher auf Pahlavi. Manche sind überzeugte Anhänger – andere sehen in ihm eher pragmatisch die einzige Chance gegen das Mullah-Regime. 

© Felix Müller

 Vahdan Najian ist 61 Jahre alt und aus Düsseldorf angereist. „Ich lebe seit 48 Jahren in Europa und seither bin ich Aktivistin", sagt sie. Auf dem mitgebrachten Plakat sei ein Verwandter abgebildet, der seit den Massakern verschollen ist. "Über 100.000 Leute stecken noch in den Gefängnissen im Iran - werden gefoltert und getötet. Unsere Hoffnungen ruhen auf Pahlavi – er ist in der Stadt. Wir wollen keine Globalisten und keine Kommunisten. Wir wollen einen säkularen Staat.“

 Vahdan Najian (rechts), aus Düsseldorf
 Vahdan Najian (rechts), aus Düsseldorf © Felix Müller

Einen noch weiteren Weg hatte Hamed Danyali, der aus Manchester nach München gekommen ist. Mit 15 Jahren sei er aus dem Iran ausgewandert, erzählt er, doch seine Verwandten seien nach wie vor dort. "Zwei Wochen habe ich nichts von meinen Verwandten dort gehört. 40.000 Menschen wurden abgeschlachtet. Wir brauchen Hilfe von außerhalb – deshalb bin ich hier um zu protestieren. Der Sohn des Schahs ist unser Anführer – er kann uns Frieden und Menschenrechte bringen."

© Felix Müller

+++ Demonstranten finden sich auf der Theresienwiese ein +++

© Felix Müller

Schon früher als erwartet trudeln am Samstagmorgen mehr und mehr Demonstranten auf der Theresienwiese ein.  Bereits gegen 9.30 Uhr sind Rufe und Trommeln auch aus hunderten Metern entfernt zu hören, berichtet AZ-Reporter Felix Müller.  

Video:


Demo gegen iranische Regierung im Rahmen der Siko 2026 (vom 14.02.2026)

Immer mehr Menschen kommen hinzu, in der U-Bahn-Station Theresienwiese hört man Sprechchöre. 

Video:


Demonstranten in der U-Bahn-Station Theresienwiese (vom 14.02.2026)

Auch in der Innenstadt sind überall Gruppen Iraner mit Fahnen unterwegs.

Am Stachus, wo die klassische Anti-Siko-Demo erwartet wird, ist dagegen noch gar nichts los:

© Felix Müller

Für München und erst recht fürs Siko-Wochenende überraschend: Von Polizei ist am Morgen noch überhaupt nichts zu sehen.

+++ US-Außenminister Rubio schlägt versöhnliche Töne an +++

Die Rede von US-Außenminister Marco Rubio am Samstagmorgen wurde mit Spannung erwartet. Am Ende schlägt er ganz andere Töne an, als Vizepräsident JD Vance im vergangenen Jahr. Statt auf Konfrontation setzt Rubio auf Versöhnung und Kooperation, verweist auf gemeinsame Werte und Kultur.  „Die USA und Europa gehören zusammen“, so Rubio. „Wir sind Teil einer Zivilisation, der westlichen Zivilisation.“

Gleichzeitig verteidigte Rubio die Politik von US-Präsident Trump, mahnte vor den Folgen unkontrollierter Migration und kritisierte Beschränkungen durch Klimaschutz. 

+++ Rekord-Demo gegen iranische Regierung am Samstag erwartet +++

Eine rekordverdächtige Demonstration soll in München nach Veranstalterangaben ein Schlaglicht auf die Menschenrechtslage im Iran werfen. 100.000 Teilnehmer hat der Verein The Munich Circle für seinen Protest gegen die iranische Regierung am Samstag auf der Theresienwiese (12.00 Uhr) angemeldet. Wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in München mitteilt, sind etliche weitere Demonstrationen angekündigt.

Bereits am Freitag demonstrierten Menschen in der Münchner Innenstadt anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz. Am Samstag soll es nach Veranstalterangaben eine Versammlung mit 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur politischen Situation im Iran geben.
Bereits am Freitag demonstrierten Menschen in der Münchner Innenstadt anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz. Am Samstag soll es nach Veranstalterangaben eine Versammlung mit 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur politischen Situation im Iran geben. © Malin Wunderlich/dpa

Die Groß-Demo trägt den Titel "Menschenrechte und Freiheit für Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk". Der Zeitpunkt während der Münchner Sicherheitskonferenz sei für die Versammlung bewusst gewählt worden, teilten die Veranstalter mit. Da zu der Konferenz politische und sicherheitspolitische Entscheidungsträger aus aller Welt anreisten, hieß es. 

Für das Wochenende sind laut KVR mehr als 15 weitere Versammlungen in Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz angemeldet worden. Die zahlreichen Proteste in der Stadt bedeuten nicht nur für die Polizei erhöhten Aufwand, sondern auch Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr in München. Das Tagungshotel Bayerischer Hof im Stadtzentrum ist ohnehin eine Hochsicherheitszone mit Straßensperren und Polizeikontrollen.

Das KVR empfiehlt, die Münchner Innenstadt insbesondere am Samstag nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen.

Weitere Protestveranstaltungen in der Innenstadt

In der Innenstadt zwischen Marienplatz und Stachus soll ebenfalls am Samstag ab 12.30 Uhr eine Kundgebung des Bündnisses gegen die Sicherheitskonferenz stattfinden, dort werden 4.000 Personen erwartet. Auf dem Odeonsplatz ist ab mittags ein Protest angemeldet unter dem Motto "Macht Frieden! Nein zur Münchner Kriegskonferenz", unter anderem aber auch für "freie Impfentscheidung".

Auf dem Max-Joseph-Platz sind unter dem Motto "Starkes Europa zusammen mit der Ukraine" etwa 3.000 Teilnehmer angemeldet. Es werden Grußworte von Politikern der CSU, CDU, SPD und Grünen erwartet.

Auch mehrere kleinere Mahnwachen und Kundgebungen sind angemeldet, etwa von Omas gegen Rechts (11.00 Uhr) auf dem Sendlinger-Tor-Platz unter dem Motto: "Gemeinsame Verantwortung für unsere Demokratie".

+++ Merz spricht über "tiefe Kluft" zwischen USA und Europa +++

Friedrich Merz (CDU) setzt auf der Münchner Sicherheitskonferenz den Ton, streckt den Amerikanern aber auch die Hand aus. Wie die sich öffentlich äußern – über die Zukunft der UN und die Zollpolitik.

+++ Protestaktion auf dem Marienplatz +++

Nachdem sich Greenpeace-Aktivisten am Freitagmorgen mit einem Banner von einem Kran abgeseilt haben, sind sie am Nachmittag mit einer weiteren Aktion auf dem Marienplatz aktiv.

Zu einem Banner mit der Aufschrift "Break free from tyrants" sind zwei überlebensgroße, aufblasbare Figuren von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen.

Greenpeace-Aktivisten am Freitagnachmittag auf dem Marienplatz.
Greenpeace-Aktivisten am Freitagnachmittag auf dem Marienplatz. © IMAGO/Halil Sagirkaya

+++ Siko-Gastgeber Ischinger veräppelt Macron +++

Zu Beginn der Sicherheitskonferenz sorgte Gastgeber Wolfgang Ischinger für einen Lacher - auf Kosten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

"Ich möchte mit einem etwas leichteren Tonfall anfangen. Was vor einigen Wochen in Davos passiert ist, muss ja nicht unbedingt in Davos bleiben. Deswegen setz’ ich das jetzt auf." Daraufhin tauschte Ischinger seine Brille gegen eine blitzende Fliegerbrille, Marke Ray-Ban – auf und sorgte damit für Gelächter im Raum.  

Hintergrund: Emmanuel Macron hatte beim Wirtschaftsforum in Davos im Januar unfreiwillig alle Blicke auf sich gezogen. Wegen einer Augenerkrankung trug er eine verspiegelte Sonnenbrille, um das angeschlagene Sehorgan zu schützen.

Siko-Gastgeber Wolfgang Ischinger hat sich einen Scherz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erlaubt.
Siko-Gastgeber Wolfgang Ischinger hat sich einen Scherz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erlaubt. © IMAGO /AZ-Montage

+++ Auch Söder-Tochter Gloria bei der Siko +++

Papa Markus Söder hat schon seinen Auftritt und seine Rede bei der Sicherheitskonferenz, nun lässt sich auch Tochter Gloria Burkandt blicken.
Bei Instagram postete sie ein Bild und schreibt dazu: "Hier zu sein erinnert mich daran, dass unsere Zukunft davon abhängt, wie ernst wir diese Diskussionen heute nehmen. Dankbar, zuzuhören, zu lernen und für eine Zukunft einzustehen, die von Frieden und nicht von Konflikt geprägt ist."

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+++ Merz will neues transatlantisches Bündnis mit den USA +++

Bundeskanzler Merz beginnt mit seiner Das transatlantische Bündnis zwischen Europa und den USA braucht nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz einen Neustart. "Wenn unsere Partnerschaft eine Zukunft haben soll, dann müssen wir sie im doppelten Sinn neu begründen", sagte der CDU-Chef in seiner Rede zur Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz. "Diese Begründung muss handfest sein, nicht esoterisch. Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu dem Schluss kommen: Zusammen sind wir stärker."

Merz: JD Vance hatte recht mit seiner Rede über Kluft zu USA 

Die transatlantische Partnerschaft habe - so Merz - ihre Selbstverständlichkeit verloren, erst in den USA, aber auch in Europa. "Lassen Sie mich mit der unbequemen Wahrheit beginnen: Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten hat sich eine Kluft aufgetan." Dies habe US-Vizepräsident JD Vance in seiner Rede vor einem Jahr in München "sehr offen gesagt" und er habe damit recht.
Gleichwohl teile er den derzeitigen "Kulturkampf" in den USA mit Zöllen und Protektionismus nicht, sondern glaube weiterhin an den freien Handel, an Klimaabkommen und die Weltgesundheitsorganisation, sagte Merz. "Weil wir überzeugt sind: Globale Aufgaben werden wir nur gemeinsam lösen."

Auch USA sind auf Vertrauen der Nato-Partner angewiesen

Zugleich betonte Merz aber auch, dass das Vertrauen, auf dem die Nato gründe, weiterhin unverzichtbar bleibe: "Im Zeitalter der Großmächte werden auch die USA auf dieses Vertrauen angewiesen sein. Selbst sie stoßen an die Grenzen der eigenen Macht, wenn sie etwa im Alleingang unterwegs sind."

Bundeskanzler Friedrich Merz hält die Eröffnungsrede.
Bundeskanzler Friedrich Merz hält die Eröffnungsrede. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

 +++ Söder legt sich für Bayern ins Zeugs +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommt zu Wort. Bei seiner, auf Deutsch gehaltenen, Rede wirbt er selbstbewusst für Bayern. 
"Wir sind ein Hightech-Standort, exportieren viel", so Söder und ergänzt, dass Bayern ein "wichtiger Ort für Speeddating der internationalen Politik" sei. Damit stellt der Ministerpräsident klar: München ist die Bühne – und Bayern mischt ganz vorn mit.

Anschließend beschwört er die amerikanische "Verbundenheit". "Das beste Getränk" sei "Weißbier", aber "im Zweifelsfall dann doch lieber Whiskey als Wodka", so Söder.

Markus Söder bei seiner Rede auf der Sicherheitskonferenz.
Markus Söder bei seiner Rede auf der Sicherheitskonferenz. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

 +++ Merz und Macron reden über möglichen europäischen Atomschirm +++

Deutschland und Frankreich reden über einen möglichen europäischen Atomschirm. "Ich habe mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erste Gespräche über europäische nukleare Abschreckung aufgenommen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Merz betonte dabei, dass Deutschland sich an seine rechtlichen Verpflichtungen halten werde. Er spielte damit auf den 1990 geschlossenen Zwei-Plus-Vier-Vertrag mit den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs an. In diesem bekräftigten die damals noch zwei deutschen Staaten den "Verzicht auf Herstellung und Besitz von und auf Verfügungsgewalt über atomare, biologische und chemische Waffen". Sie erklärten darüber hinaus, dass "auch das vereinte Deutschland sich an diese Verpflichtungen halten wird".

Für denkbar wird allerdings gehalten, dass der derzeit rein nationale französische Atomschirm ausgebaut wird, um auch Deutschland und anderen EU-Staaten Schutz anzubieten. Macron hatte Deutschland und anderen EU-Partnern bereits 2020 während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump Gespräche über eine europäische Kooperation bei der atomaren Abschreckung angeboten.

+++ Bundeskanzler Merz in München eingetroffen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist im Hotel Bayerischer Hof eingetroffen. Er wird die Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag eröffnen. Zum Auftakt des weltgrößten Sicherheitstreffens steht der Bundeskanzler im Fokus der internationalen Politik.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird die Sicherheitskonferenz am Freitag eröffnen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird die Sicherheitskonferenz am Freitag eröffnen. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

+++ Greenpeace-Aktivisten seilen sich von Kran ab +++

An einem Baukran in etwa 60 Metern Höhe haben Aktivisten vor der Münchner Sicherheitskonferenz ein Banner entrollt. Die Aktivisten wollen durch den Protest auf die europäische Abhängigkeit von Russland und den USA durch Flüssiggaslieferungen aufmerksam machen, wie es in einer Mitteilung von Greenpeace hieß. Mehr dazu lesen Sie hier.

Aktivisten seilen sich von einem Kran in der Nähe der Münchner Sicherheitskonferenz ab.
Aktivisten seilen sich von einem Kran in der Nähe der Münchner Sicherheitskonferenz ab. © Kay Nietfeld/dpa

+++ Rubio bei der Siko in München: Das sagt der US-Außenminister zu Europa +++

Mit Spannung wird der Auftritt von US-Außenminister Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Davor betont er die feste Verbindung zu Europa. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Umfrage vor der Siko: Jeder zweite Deutsche sieht USA eher als Gegner +++

Jahrzehntelang galten die USA als engster und wichtigster Partner Deutschlands außerhalb Europas. Unter US-Präsident Donald Trump werden die Vereinigten Staaten in Deutschland nun aber eher als Gegner wahrgenommen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zur heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz hervor.

Danach nehmen 49 Prozent der Befragten die USA eher als Gegner wahr und nur 16 Prozent überwiegend als Partner. 29 Prozent antworteten "weder noch" und 6 Prozent machten keine Angaben.

Bei Russland fällt die Einschätzung im negativen Sinne sehr eindeutig aus: 5 Prozent der 2042 Befragten nehmen das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin geführte Land eher als Partner wahr und 76 Prozent eher als Gegner.

+++ Siko in München: Hier wird am Samstag demonstriert +++

Rund um die Siko finden am Samstag zahlreiche Demonstrationen in München statt. Unter dem Motto: "Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk" findet von 12 bis 17 Uhr eine Kundgebung auf der Theresienwiese statt. Die Veranstalter haben sich zum Ziel gesetzt, 100.000 Teilnehmer zu mobilisieren.

Hinweis für Teilnehmer: Die Polizei rechnet mit einer Vielzahl an Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und Europa. Im Umfeld der Theresienwiese stehen keine Parkplätze für Autos und Busse zur Verfügung. Die Polizei wird vor Ort entsprechende Verkehrsmaßnahmen durchführen und Verkehrsverstöße ahnden. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt. Auch das Ein- und Aussteigenlassen an der Theresienwiese ist nicht möglich. Teilnehmern, die mit Bussen anreisen, empfiehlt die Polizei, auf den kostenfreien Parkplatz an der Messe München auszuweichen. Von dort kann die Anreise zur Theresienwiese mit der U2 bis zur Haltestelle Innsbrucker Ring und dann die U5 bis zur Theresienwiese genutzt werden. Reisende können zudem mit der S-Bahn ab den Haltepunkten Riem oder Feldkirchen ohne Umstieg zum Hauptbahnhof München oder zur Hackerbrücke fahren und von dort in wenigen Minuten zur Theresienwiese laufen.

Die traditionelle Siko-Demo des Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz führt am Samstag vom Stachus über den Lenbachplatz, Odeonsplatz bis vor das Rathaus (12.30 bis 17 Uhr). Daran sollen sich 4000 Menschen beteiligen. Gleichzeitig ist eine Menschenkette quer durch die Fußgängerzone vom Stachus zum Marienplatz geplant.

Das Bündnis "München steht auf" hat eine Kundgebung am Samstag (12.40 Uhr bis 19 Uhr) am Odeonsplatz mit rund 3000 Teilnehmern und einem Demozug angemeldet.

Eine Demo unter dem Motto "Starkes Europa zusammen mit der Ukraine" findet am Samstag am Max-Joseph-Platz (13 bis 17 Uhr) statt. Erwartet werden rund 3000 Teilnehmer. Am Königsplatz findet zudem eine Demo statt unter dem Motto "Gegen das Mullah-Regime im Iran. Unterstützung unserem Kaiser Reza Pahlavi" mit erwarteten 600 Teilnehmern.

+++ "Tatort"-Dreh auf der Siko +++

Kurios: Die Münchner Sicherheitskonferenz dient an diesem Wochenende als Kulisse für die Dreharbeiten eines neuen "Tatort". Wie der Bayerische Rundfunk (BR) mitteilte, wird noch bis Sonntag gedreht.

Im Einsatz ist dabei das neue Münchner Ermittlerduo: Ferdinand Hofer als Kalli Hammermann und Carlo Ljubek als Nikola Buvak. Die Kommissare bekommen es mit einer getöteten Dolmetscherin zu tun.

Schnell steht fest: Es war Mord. Und der Täter hält sich auf dem streng gesicherten Gelände der Sicherheitskonferenz auf.

+++ Sperrungen und Einschränkungen bei Bus und Tram +++

Rund um den Promenadeplatz gibt es ab Freitag, 5 Uhr morgens, bis Sonntag, 15 Uhr, zwei Sicherheitsbereiche. In die innere Zone, sie umfasst den Promenadeplatz mit den Hotels "Bayerischer Hof" und "Rosewood Munich". Hier kommen nur Konferenzteilnehmer und akkreditierte Personen rein.

Dem schließt sich der zweite Sicherheitsbereich an. In den kommen rein: Anwohner und Personen mit einem "berechtigten Interesse", also Kunden von Geschäften oder deren Angestellte, Patienten von Praxen. Beide Zonen umfassen nach Polizeiangaben die Bereiche: Karmeliterstraße, Promenadeplatz, Prannerstraße, Kardinal-Faulhaber-Straße, Hartmannstraße sowie Teile der Pacellistraße, der Maffeistraße, der Salvatorstraße und des Salvatorplatzes.

Das ist der Bereich, der während der Siko von der Polizei abgeriegelt wird.
Das ist der Bereich, der während der Siko von der Polizei abgeriegelt wird. © Polizei München

Wer zum Bummel in die City will, sollte mit U- und S-Bahn fahren. Bei Tram und Bus muss man aufpassen. Wegen der Sicherheitskonferenz, so teilen die Stadtwerke mit, ist der Abschnitt Karlsplatz – Maxmonument von Freitag, 13. 2., ab ca. 4 Uhr bis Sonntag, 15. 2., ca. 16:30 Uhr gesperrt.

Die Haltestellen Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), National-Theater und Kammerspiele werden nicht angefahren. Die 19er Tram und die Nacht-Tram N19 werden zwischen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Der Abschnitt Hauptbahnhof – Kammerspiele entfällt. Die Tram 21 wird zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Lenbachplatz – Maximilianeum werden nicht bedient.

+++ Siko in München: Was Sie zum Start wissen müssen +++

Informationen zu Teilnehmern, Demos, Sperrungen und Änderungen im Nahverkehr (Tram): Hier finden Sie wichtige Infos zur Siko 2026.

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