Neue Pläne: Flaniermeile Landshuter Allee

Grüne und SPD wünschen sich, dass die Münchner künftig auf dem Tunnel spazieren.
| Felix Müller
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Grüne und SPD wünschen sich, dass die Münchner künftig auf dem Tunnel spazieren
Grüne und SPD wünschen sich, dass die Münchner künftig auf dem Tunnel spazieren © ho

München - Die große Lösung wird nicht kommen. Grün-Rot hat im Juli 2020 beschlossen, alle Planungen zu einem neuen Landshuter-Allee-Tunnel einzustellen. Nun ringt man um Alternativen, wie die Anwohner doch ein bisserl geschützt werden könnten, wie Neuhausen ein bisschen mehr zusammenwachsen kann.

Am Sonntag veröffentlichten die beiden Fraktionen eine Zeichnung, auf der Münchner über der eingehausten Landshuter Allee im Grünen spazieren gehen. Die Stadtverwaltung solle prüfen, "wie die bestehenden Flächen für mehr Aufenthaltsqualität genutzt werden können", schreibt man dazu. "Dabei soll auch eine begehbare Einhausung geprüft werden".

Hoffnung auf besseren Lärmschutz

Eine grünes Dach verknüpfe die Wohnviertel auf beiden Seiten des Rings, glaubt man. Außerdem hofft Grün-Rot auf besseren Lärmschutz. Wie berichtet, soll konkret eine Lärmschutzwand an der Borstei in Auftrag gegeben werden.

"Wir wollen für die Anwohnerinnen und Anwohner der Landshuter alle maximalen Lärmschutz und gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität", sagte SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl am  Sonntag. "Die Stadtverwaltung soll in einem Gesamtkonzept aufzeigen, wie das gelingen kann." Gradl verweist auch auf einen geräuschärmeren Fahrbahnbelag, der schon in den kommenden Jahren für mehr Entlastung sorgen könne.

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Die Grünen-Fraktionschefin Anna Hanusch, die auch Chefin des Neuhauser Bezirksausschusses ist, sagte, es brauche rasche Lösungen. Sie plädiert zudem für passiven Lärmschutz an den Häusern etwa durch vorgesetzte Loggien. Man wolle verstärkt dafür werben, dass die Neuhauser die Fördermöglichkeiten nutzen.

Absage an "grün-rote Wunschträume"?

Kürzlich hatte die Stadtverwaltung bei verschiedenen grün-roten Forderungen abgewunken, ein Lärmschutzbelag auf dem Ring an der Donnersbergerbrücke etwa sei "derzeit nicht vertretbar", schließlich sei der Belag dort in einem guten Zustand. "Eine klare Absage an grün-rote Wunschträume", ätzte da die CSU.

Nun aber bringt Grün-Rot weitere Vorschläge ins Spiel. In der Mitteilung vom Sonntag schlägt man etwa für die geplante Sanierung der Donnersbergerbrücke vor, unter der Brücke Sitzgelegenheiten zu schaffen - aber zum Beipsiel auch Proberäume für Bands.

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