Nachhaltiges Take-away-Essen: Hier ist das in München möglich

Immer mehr Lokale bieten ihre Speisen zum Mitnehmen jetzt auch in praktischen Mehrweg-Behältern an.
| Ruth Frömmer
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Eine Rebowl-Schale besteht aus Polypropylen (PP) und hält etwa 200 Benutzungen stand.
Eine Rebowl-Schale besteht aus Polypropylen (PP) und hält etwa 200 Benutzungen stand. © Rebowl

München - Angefangen hat alles mit dem berühmten Coffee to go und den vielen überfüllten Mülleimern in Parks und an Bushaltestellen. Um Pappbecher zu vermeiden, gründeten Fabian Eckert und Florian Pachaly schon im Jahr 2016 das Pfandsystem Recup und bauten es flächendeckend in ganz Deutschland aus.

Eckert/Pachaly: Pfandsystem aufs Essen ausgeweitet

Es funktioniert simpel: Wer einen Kaffee zum Mitnehmen bestellt, bekommt diesen gegen einen Euro Pfand im Mehrwegbecher. Letzteren kann er in jedem teilnehmenden Lokal zurückgeben und bekommt sein Pfand zurück.

Mit Rebowl hat das Unternehmen das System jetzt auf Take-away Essen ausgeweitet. Auch hier bezahlt man Pfand, das man bei der Rückgabe wieder erstattet bekommt - allerdings in Höhe von fünf Euro pro Mehrwegschüssel. Da die Lokale die Behälter ohnehin professionell reinigen müssen, kann man sie auch ungespült zurückgeben.

In München wächst die Zahl an Partnerbetrieben

Finanziert wird das Ganze über eine monatliche Systemgebühr von rund 30 Euro, die die Partnerbetriebe an Rebowl bezahlen. Für die Mehrweg-Becher und -Schalen selbst zahlen die Lokale nichts außer dem Pfand, das sie an die Kunden weitergeben.

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Auch in der Stadt wächst die Zahl an Partnerbetrieben. Um diese zu gewinnen, geht Rebowl selbst auf die Lokale zu. Aber viele Kunden haben ihr Lieblingsrestaurant auch selbst schon erfolgreich auf das nachhaltige Mehrwegsystem aufmerksam gemacht. Wer sich nicht traut, kann sich auch direkt an Rebowl wenden mit der Bitte, auf ein Lokal zuzugehen.

Weiterer Anbieter: Kostenlose Vytal-App aufs Smartphone

Mit Vytal gibt es in der Stadt noch einen zweiten Anbieter für Mehrweg-Geschirr für die Gastronomie, nur ohne Pfand. Hierfür muss sich der Kunde lediglich die kostenlose Vytal-App auf sein Smartphone laden und erhält einen persönlichen QR-Code.

Dieser wird beim teilnehmenden Restaurant eingescannt und man bekommt sein Essen in der passenden, dicht verschließbaren Schüssel mit nach Hause. Wer möchte, bekommt auch eine Offline-Karte mit dem persönlichen Code. Binnen zwei Wochen kann man die Schüssel in jedem teilnehmenden Betrieb wieder zurückgeben.

Recircle: Kunden zahlen zehn Euro Pfand

Die App erinnert regelmäßig an die Rückgabe. Nach 14 Tagen werden zehn Euro Gebühr fällig, um die Schale zu ersetzen. Aber schon jetzt hat Vytal eine Rückgabequote von 98 Prozent mit einer durchschnittlichen Leihdauer von 3,5 Tagen.

Ein dritter Anbieter ist Recircle. Hier zahlen Gastronomen 13,5 Cent pro Behälter und die Kunden ein Pfand von zehn Euro. Umweltministerin Svenja Schulze will sogar eine Mehrwegpflicht auf den Weg bringen. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Gastronomie, die Waren zum Mitnehmen anbietet, auch wieder verwendbare Becher und Behälter im Angebot haben muss.

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