Nach Treffen mit OB Reiter: Surfclub führt Gespräch mit CSU und FW

Die Eisbachwelle ist eines der großen Themen im Münchner Wahlkampf – und alle Parteien wollen mitreden. Nachdem sich die Surfer und OB Reiter getroffen haben, gab es nun auch ein Gespräch mit Vertretern von CSU und Freien Wählern.
von  André Wagner
Die verschwundene Eisbachwelle im Englischen Garten ist eines der Themen im Münchner Wahlkampf. (Archivbild)
Die verschwundene Eisbachwelle im Englischen Garten ist eines der Themen im Münchner Wahlkampf. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Noch knapp zwei Monate bis zur Kommunalwahl am 8. März. Im Kampf um des Münchners Stimme wird jedes Thema aufgegriffen, welches mediale Aufmerksamkeit verspricht. Eines davon ist die – derzeit nicht vorhandene – Eisbachwelle.

Nach einer Bachauskehr im Herbst verschwunden, hat sich der beliebte Hotspot mittlerweile zu einem wahren Politikum entwickelt. Kaum ein Politiker, der in wenigen Wochen auf einen Platz im Münchner Rathaus schielt, hat sich der Debatte um die Zukunft der Surferwelle enthalten. 

Dieter Reiter (SPD) und Dominik Krause (Grüne) machten schon vor Wochen wiederholt Aussagen, dass man alles unternehmen wolle, die Welle wieder zurückzubringen. Lange Diskussionen und gegenseitige Anschuldigungen zwischen Politik und Surferszene waren die Folge, von der Eisbachwelle aber weiterhin keine Spur. Vergangene Woche sprangen Vertreter der FDP sogar in die eiskalten Fluten und präsentierten Plakate mit der Aufschrift "Eisbachwelle retten!".

Wenige Wochen vor der Wahl wollen nun auch die Münchner CSU und die Freien Wähler von der großen medialen Aufmerksamkeit für die Eisbachwelle profitieren.

Nach Treffen mit OB Dieter Reiter: SCM führt Gespräche mit CSU und Freien Wählern

Nachdem sich, nach monatelangen Verhandlungen, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und die Surfergemeinschaft am Montag getroffen und einen Kompromiss zur Wiederherstellung der Eisbachwelle gefunden haben, gab es am Donnerstag jetzt auch ein Treffen zwischen dem Surf Club München (SCM) sowie Politikern von CSU und Freien Wählern.

In einer SCM-Pressemitteilung von Freitag heißt es, dass man "…mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Clemens Baumgärtner, gemeinsam mit der CSU-Stadtratsfraktion einschließlich der Freien Wähler zur aktuellen Situation an der Eisbachwelle ein offenes und konstruktives Gespräch geführt habe."

SCM: Baumgärtner bekräftigt politische Unterstützung für die Eisbachwelle

In der Mitteilung begrüßt der SCM ausdrücklich die klare Haltung von CSU und Freien Wählern, dass das Surfen an der Eisbachwelle keine rein verwaltungs- oder juristische Frage ist, sondern eine politische Entscheidung, die Verantwortung, Abwägung und Gestaltungswillen erfordert. Dabei erwähnt der Surfclub, dass Baumgärtner "seine politische Unterstützung für die Eisbachwelle sowie für eine langfristige, tragfähige Wiederherstellungslösung ausdrücklich bekräftigt".

OB-Kandidat Clemens Baumgärtner (CSU) traf sich am Donnerstag mit Vertretern des Surfclub München. (Archivbild)
OB-Kandidat Clemens Baumgärtner (CSU) traf sich am Donnerstag mit Vertretern des Surfclub München. (Archivbild) © Sigi Müller

Zentraler Punkt des gemeinsamen Austausches am Donnerstag sei die nochmalige Überprüfung der massiv verschärften neuen Allgemeinverfügung gewesen. Ziel soll es nun sein, unverhältnismäßige oder nicht zielführende Regelungen zu korrigieren.

Bei einem Treffen am Montag sicherte OB Dieter Reiter eine lösungsorientierte Unterstützung durch die Verwaltung der Stadt München zu.

Auch der Zweite Bürgermeister Dominik Krause hat dem Surf Club München schriftlich mitgeteilt, dass er der Eisbachwelle grundsätzlich positiv gegenübersteht. Es sei ihm ein wichtiges Anliegen, die Welle langfristig zu stabilisieren und wieder surfbar zu machen.

FDP lädt SCM zum Gespräch ein

In Kürze soll es noch zu einem Treffen des SCM mit Vertretern der Münchner FDP kommen, Aljosha Lubos habe den Surfclub zu einem Gespräch eingeladen, dessen Termin in den kommenden Tagen fixiert werden soll.

Der SCM begrüßt die breite politische Rückendeckung für die Eisbachwelle und wird sich weiterhin mit Nachdruck für eine schnelle Lösung und eine surfbare Welle vor der Wahl am 8. März einsetzen, wie es in der Pressemitteilung abschließend heißt.

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