Nach tödlichem Unfall: So wird diese Tramhaltestelle nun geschützt

Nachdem sich im Jahr 2025 an der Tram-Haltestelle Donnersbergerstraße zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet haben, haben die Stadtwerke München (SWM) auf die tragischen Vorfälle reagiert und den Bereich um das Wartehäuschen an der Haltestelle mit Pollern als Anprallschutz ausgestattet. Sie ersetzen die Beton-Schutzwände, die im November 2025, nach einem zweiten Unfall, als vorläufige Lösung installiert wurden. Diese nun errichteten Poller sind in der Lage, im Falle eines Unfalls, die kinetische Energie eines Autos aufzufangen.

BMW fährt in Tramhaltestelle: Zwei Menschen erliegen ihren Verletzungen
Am 7. Mai 2025 fuhr ein 52-Jähriger aus dem Landkreis Miesbach mit seinem BMW frontal in die Tramhaltestelle. Zuvor kollidierte das Fahrzeug auf der Arnulfstraße mit einem Kleintransporter und kam dadurch von der Fahrbahn ab. Bei dem Unfall wurden mehrere Personen, die an der Haltestelle auf die Tram warteten, verletzt, drei davon schwer. Eine 22-jährige Studentin aus China und eine 79-jährige Rentnerin erlagen Tage später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Gegen den 52 Jahre alten Autofahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, wie die Polizei der AZ bestätigte.
Genau ein halbes Jahr später, am 7. November 2025, ereignete sich an dieser Tramhaltestelle erneut ein schwerer Unfall. Der VW einer 23-jährigen Autofahrerin kollidierte auf der Arnulfstraße mit einem Lkw. Durch den Aufprall wurde der VW von der Straße geschleudert, prallte gegen das Wartehäuschen der Tramhaltestelle und kam am Ende mit dem Fahrzeugheck in den Tramgleisen zum Stehen. Die 23-Jährige erlitt leichte Verletzungen, weitere Personen kamen nicht zu Schaden.

Nach tödlichem Unfall: Rufe nach Sicherheitsmaßnahmen werden laut
Nach dem tödlichen Unfall im Mai wurden die Rufe nach Maßnahmen lauter. So nannte Nikolaus Breitner, 1. Vorsitzender des Straßenbahnfreunde e. V., die Möglichkeit, Fahrbahnen im Haltestellenbereich zu verschmälern, um damit die Fahrer zu einer geringeren Geschwindigkeit zu zwingen. Auch eine Diskussion über eine eingeschränkte Nutzung von SUV und Jeeps im Stadtgebiet brachte Breitner ins Spiel.
Die ebenfalls genannten Poller wurden nun von den SWM an der Tramhaltestelle Donnersbergerstraße installiert.
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