MVG zum Verdi-Warnstreik: "Allianz Arena mit der U-Bahn erreichbar"
Update, 15.54 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bittet insbesondere Besucher des Fußballspiels am Mittwochabend in der Allianz Arena, folgende Punkte zu beachten.
- Um größere Engpässe unmittelbar vor Spielbeginn zu vermeiden, wird eine möglichst frühzeitige Anreise empfohlen.
- Für die Anreise zum Stadion steht ab 17.30 Uhr der kostenlose Bustransfer des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und Kieferngarten zur Verfügung. Von dort ist die Allianz Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar. Nach dem Spiel fahren die Busse vom Kieferngarten zum Karlsplatz (Stachus). Der Bustransfer wird mit zusätzlichen Fahrten privater Omnibusunternehmen verstärkt.
- Die Fahrgäste und Fußballfans werden um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Auch bei der Heimreise kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Insbesondere für Fans aus dem Umland bieten sich Fahrgemeinschaften an.
- Wegen des stark eingeschränkten ÖPNV-Angebots empfiehlt es sich insbesondere die Heimfahrt bereits im Vorhinein zu planen.
"Bis Mittwoch, 9 Uhr, fahren U-Bahn, Bus und Tram regulär. Der Pendlerverkehr am Vormittag ist damit gewährleistet", so die MVG. Zwischen 9 Uhr und 11 Uhr sollen die Fahrzeuge schrittweise einrücken, um zu vermeiden, dass mit Streikbeginn Fahrzeuge auf der Strecke abgestellt werden. Ab 11 Uhr werde "auf das Notnetz" umgestellt.
Der Bus sichere dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet, bei der Tram liege der Fokus zunächst auf der stark nachgefragten Linie 20.
Bei der U-Bahn werde ein abschnittsweiser Betrieb auf den Linien U3/U6 aufgebaut: "Wie bei den letzten Streiktagen liegt die Priorität auf dem Abschnitt zwischen Innenstadt und Fröttmaning. Damit ist abends auch die Allianz Arena mit der U-Bahn erreichbar." Der genaue Umfang und die Taktung hängt laut MVG von der Personalverfügbarkeit ab.
Stillstand ab Mittwoch
Update, 11.34 Uhr: Der für Dienstag angekündigter Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist für die Fahrgäste zunächst ohne Auswirkungen geblieben. Bei U-Bahn, Bus und Tram gebe es keine Ausfälle, teilte die MVG am Vormittag mit.
Stillstand soll dagegen von Mittwoch an herrschen. Bis Freitagfrüh (4 Uhr) sollen in München U-Bahnen und Trams stark eingeschränkt oder gar nicht fahren, ebenso wie alle Buslinien bis zur Nummer 199. Problematisch ist das insbesondere für Fußballfans, die am Mittwoch (Anstoß 21 Uhr) in die Allianz Arena wollen, um das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München in der Champions League gegen Atalanta Bergamo mitzuerleben. Informationen zur Anreise will die MVG am Nachmittag bekanntgeben.
Update, 17. März, 8.19 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat noch einmal betont, dass sich der Streik-Aufruf der Gewerkschaft Verdi bereits ab dem heutigen Dienstag an die Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice richtet. "Am Mittwoch, 18. März, ab 11 Uhr und Donnerstag, 19. März, ganztags sind alle Tarifbeschäftigten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen", heißt es in der Mitteilung weiter.
Davon seien die U-Bahn, die Trambahn und alle Buslinien bis zur Nummer 199 betroffen: "Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt." Ein regulärer Betrieb sei voraussichtlich wieder ab Betriebsbeginn Freitag, 20. März, möglich, "wenn der Streik beendet ist".
Streik im Münchner Nahverkehr: Grundversorgung soll stehen
Die MVG weist darauf hin, dass sie sich wie bei jedem Streik im Vorfeld auf Grundlage eines Notfahrplans vorbereite: "Die Priorität liegt dabei auf einer möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Busse im Netz. Sie werden stadtweit die Grundversorgung absichern."
Abhängig von der Personalverfügbarkeit gehen außerdem einzelne Tram- und U-Bahn-Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb. Die Priorität liegt dabei wie bei den bisherigen Streiktagen bei der Tram auf den Linie 20 und bei der U-Bahn auf der U6.
ÖPNV-Streik in München: Was das für das FC-Bayern-Spiel bedeutet
Auch Großveranstaltungen mit hohem Verkehrsaufkommen, wie das Fußballspiel am Mittwochabend, werden bei den Planungen berücksichtigt. Die MVG empfiehlt, am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen, wenn möglich.
Am Dienstag ist davon auszugehen, dass Bus und Tram den ganzen Tag über wie gewohnt fahren. Auch die U-Bahn wird voraussichtlich den Betrieb am frühen Morgen aufnehmen, Einschränkungen im Laufe des Tages sind laut MVG aber möglich.
Aktuelle Informationen finden Sie unter "Aktuelle Störungen" auf mvg.de und in der App MVGO unter "Störungen". Die aktuelle Verbindungsabfrage zeigt jeweils mit farbiger Uhrzeit an, welche Züge und Busse auch im Streikfall fahren (grün = pünktlich; rot = verspätet). Außerdem informiert die MVG auch über Anzeigen und Ansagen über die Betriebslage.
Warnstreik beginnt am Mittwoch um 11 Uhr und endet am Freitag um 4 Uhr
Update, 16.30 Uhr: Die Verdi-Verhandlungsführung hat deutlich gemacht, "dass die Beschäftigten dringend spürbare Verbesserungen sowohl beim Entgelt als auch bei den Arbeitsbedingungen benötigen". Man sehe keine andere Möglichkeit, als den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am 23. März "deutlich zu erhöhen", heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.
Unabhängig von der Information der Münchner Verkehrsgesellschaft, dass am Dienstag schon ein Streik für Teile der MVG-Belegschaft startet (siehe Eintrag unten), sind die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs laut Verdi in München von Mittwoch (18. März, 11 Uhr) bis Freitag (20. März, 4 Uhr) zum Streik aufgerufen.
Haris Softic, Bezirksfachbereichssekretär bei Verdi München, bittet um Verständnis bei den Fahrgästen: "Die Beschäftigten im ÖPNV sind selbst auf Busse und Bahnen angewiesen und können den Frust über einen erneuten Streik nachvollziehen. Um die Fahrgäste nicht unnötig hart zu treffen, beginnen wir mit den Streikmaßnahmen erst, nachdem der Großteil der Pendlerinnen und Schülerinnen am Mittwoch ihr Ziel erreicht haben.
Am Donnerstag (19. März, 13.30 Uhr) gibt es eine Kundgebung am Marienplatz. "Wer in der größten Stadt Bayerns auch in Zukunft einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr will, muss jetzt in das Personal investieren", sagt Claudia Weber, Bezirksgeschäftsführerin von Verdi München. Auffällig: Auch diesmal ist wieder ein Spiel des FC Bayern betroffen. Der deutsche Rekordmeister erwartet am Mittwochabend in der Champions League das Team von Atalanta Bergamo in der Allianz Arena.
Update, 11.18 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) teilt mit, dass die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter der Leitstelle und des Fahrgastservice bereits für Dienstag (17. März) zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen hat.
Münchner Fahrpersonal nicht betroffen: Warnstreik trifft MVG bereits am Dienstag
"Es ist davon auszugehen, dass Bus und Tram den ganzen Tag über wie gewohnt fahren. Auch die U-Bahn wird voraussichtlich den Betrieb am frühen Morgen aufnehmen, Einschränkungen im Laufe des Tages sind aber möglich", informiert die MVG am Montag.
Erstmeldung, 16. März, 10.05 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Auch in Bayern und in der Landeshauptstadt München sollen am Donnerstag Busse und Bahnen ganztägig in den Depots bleiben, wie die Gewerkschaft mitteilte. ÖPNV-Warnstreiks gibt es auch im Saarland, in Brandenburg, in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg.
Verdi bestätigt Warnstreiks auch in München
"Auch in München wird gestreikt", bestätigte Claudia Weber, Geschäftsführerin bei Verdi München, der AZ. Weitere Informationen der Gewerkschaft sollen folgen.
Die nächste Verhandlungsrunde steht am 23. März an, auch bei der dritten Verhandlungsrunde am 9. März konnten sich die kommunalen Arbeitgeber und die Gewerkschaft nicht auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten in Bayern einigen. Auch eine Schlichtung zwischen den Tarifparteien scheint mittlerweile möglich.
Dritter großflächiger Warnstreik am nächsten Donnerstag
Nachdem die Gespräche in der Vergangenheit zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern nicht zu einem Durchbruch geführt hatten, war es im bayerischen ÖPNV und damit auch in München immer wieder zu Warnstreiks gekommen.
Verdi hatte am 27. und 28. Februar sowie 11. und 2. Februar 2026 zu ganztägigen Warnstreiks im kommunalen ÖPNV aufgerufen. In München kam es dabei zu massiven Einschränkungen bei U-Bahn, Tram sowie den Buslinien der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).
In Nordrhein-Westfalen gibt es am Dienstag und Donnerstag Warnstreiks
In Hessen entscheide sich im Laufe des Montags nach den aktuellen Verhandlungen, ob die Gewerkschaft dort ebenfalls zum Arbeitskampf aufruft, hieß es. In Bremen soll die Entscheidung am Mittwoch fallen.
In NRW kommt es bereits am Dienstag zusätzlich zu Donnerstag in den meisten Regionen zu Warnstreiks im ÖPNV. Dazu hatte die Gewerkschaft bereits in der vergangenen Woche angerufen. Am heutigen Montag sollen in dem Bundesland zudem Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren die Arbeit niederlegen. Auch in Sachsen wird der Nahverkehr bereits am Montag bestreikt.
"In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang", teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, mit. "Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her."
Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger Bundesländer als bei den vorigen Ausständen, bei denen teils über mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dürfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben.
Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen
In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen geht es in den meisten Bundesländern um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht während der nicht gestreikt werden darf.
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