Miet-Schnäppchen! Wo in München die Glückspilze leben

Eigentlich explodieren in München die Mieten. Doch selbst in der Altstadt und in Bogenhausen gibt es Menschen, die nicht einmal neun Euro pro Quadratmeter zahlen.
| Christina Hertel
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München ist nicht für alle Menschen teuer.
München ist nicht für alle Menschen teuer. © dpa

München - Selbst im teuren München gibt es noch ein paar Glückspilze. In Hadern leben Menschen, die nur 6,90 Euro für den Quadratmeter zahlen. Aber selbst in der Münchner Altstadt wohnen nicht nur Bonzen in teuren Lofts. Ein paar wenige Wohnungen gibt es, wo die Miete bloß 8,76 Euro pro Quadratmeter beträgt.

VMW besitzt etwa 17 Prozent des Wohnungsmarktes

All diese Menschen haben eines gemeinsam: Ihre Vermieter gehören zur Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen (VMW). Das ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Münchner Wohnungsunternehmen. Zu ihnen gehören verschiedene Genossenschaften, aber auch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Sie besitzen etwa 17 Prozent des Münchner Wohnungsmarktes.

Wie hoch sind die Durchschnittsmieten in den verschiedenen Vierteln bei den Wohnungsunternehmen, die im Verein Münchner Wohnungsunternehmer organisiert sind? Das zeigt diese Übersichtskarte, der Mieten-Atlas für 2021.Die ausgewiesenen Preise sind Durchschnittspreise pro Quadratmeter. Es handelt sich um Nettokaltmieten.
Wie hoch sind die Durchschnittsmieten in den verschiedenen Vierteln bei den Wohnungsunternehmen, die im Verein Münchner Wohnungsunternehmer organisiert sind? Das zeigt diese Übersichtskarte, der Mieten-Atlas für 2021.Die ausgewiesenen Preise sind Durchschnittspreise pro Quadratmeter. Es handelt sich um Nettokaltmieten. © VMW, Bearbeitung: anf

Gemeinsam engagieren sie sich, wie es der VMW selbst ausdrückt, für "sozial verantwortliche Wohnungsvermietung". Nun präsentierte die Vereinigung ihren Mietenatlas. Fazit: Würde ganz München dazu gehören, wären viele Probleme der Stadt gelöst.

Im Durchschnitt liegt die Miete der Mitglieder bei 7,54 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht etwa einem Drittel der Marktmiete. Bei einem Erstbezug liegt die in München laut VMW bei 20,37 Euro netto kalt. Selbst bei einer Wiedervermietung fallen 18,67 pro Quadratmeter an.

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"Zusätzliche Mietpreisbremse in München"

"Wir sind sozusagen die zusätzliche Mietpreisbremse in München", sagt Klaus-Michael Dengler, der Vorsitzende der VMW und Geschäftsführer der Gewofag. Denn selbst in hochpreisigen Gegenden wie Bogenhausen gebe es mit durchschnittlich 8,98 Euro Mieten, die noch bezahlbar seien. Weil sonst in vielen Ecken Münchens die Mieten jedoch explodieren, investiert die Stadt viel in den Wohnungsbau.

Das erläuterte Kämmerer Christoph Frey (SPD) bei der Präsentation des Mieten-Atlas: 1,4 Milliarden Euro will die Stadt bis 2024 für den Wohnungsbau ausgeben. Das sind etwa 16 Prozent aller Investitionen. Ein großer Kostenfaktor: In Vierteln, in denen die Stadt eine Erhaltungssatzung erlassen hat, kann sie ihr Vorkaufsrecht nutzen. 2020 gab sie laut Frey fast 160 Millionen aus, um 296 Wohnungen zu kaufen. Doch auf Dauer könne sich die Stadt das nicht mehr leisten.

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