Ladensterben in München: Etliche Geschäfte machen dicht!

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass selbst große Unternehmen Filialen schließen müssen. Davon ist auch Münchens Innenstadt betroffen – die vor der Krise noch eine der meistbesuchten Europas war.
| Lukas Schauer
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Die Kaufingerstraße in München: Während des Lockdowns so leer wie selten – das hat Folgen für die Geschäfte. Viele Filialen werden dauerhaft geschlossen.
Die Kaufingerstraße in München: Während des Lockdowns so leer wie selten – das hat Folgen für die Geschäfte. Viele Filialen werden dauerhaft geschlossen. © imago

München - So richtig weiß niemand, wie lange der Lockdown noch gehen wird – oder ob angesichts immer neuer Mutanten nicht nach Lockerungen ein neuer verhängt werden wird.

Eins steht aber fest: Für den Einzelhandel und die Gastronomie zählt mittlerweile jeder Tag – sonst drohen reihenweise Pleiten. Viele große Konzerne haben bereits angekündigt, Filialen zu schließen. Manch einer musste sogar Insolvenz anmelden. Davon ist auch München betroffen: Kaufingerstraße und Neuhauser Straße zählten vor Corona regelmäßig zu den Einkaufsstraßen mit den meisten Besuchern pro Stunde. Zahlreiche Geschäfte finden sich hier, von denen aber einige 2021 nicht überleben werden.

Auch in München werden große Geschäfte schließen

So haben unter anderem bereits die Steakhouse-Kette Maredo, die US-Modemarke Abercrombie & Fitch, der Sport Münzinger sowie die Parfümerie Douglas angekündigt, Filialen in München zu schließen beziehungsweise ihre Läden komplett dichtzumachen.

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Und weitere große Ketten werden folgen: Zara, Esprit, H&M oder Pimkie haben angekündigt, teils massiv zu sparen. Der spanische Modekonzern Zara etwa wird weltweit wohl 1.200 Läden streichen. Wie viele davon auf Deutschland entfallen, ist unklar. Auch Topshop (betreibt etwa einen Laden im Oberpollinger sowie einen im Kaufhof-Untergeschoss am Marienplatz) muss wohl Läden schließen. Pimkie schließt 40 der insgesamt 75 deutschen Filialen.

Promod schließt alle Geschäfte in Deutschland

Auch die Deko-Kette Depot hat sich ein Sparprogramm auferlegt. Laut dem Fachblatt "Lebensmittelzeitung" schließen deshalb in diesem Jahr noch 35 Filialen. Komplett wegfallen werden die Filialen von Promod. Der Modekonzern meldete im Mai 2020 Insolvenz an, im Januar 2021 gab die Firma bekannt: Alle 32 Geschäfte in Deutschland werden dichtgemacht! Auch der Sportschuhverkäufer Runners Point hat bereits alle Filialen geschlossen – und wird nicht mehr aufsperren.

Innenstadthändler: "Chancen für neue Konzepte"

Laut dem Verband der Münchner Innenstadthändler, CityPartner, wird auch H&M Filialen in München schließen, ebenso wie S.Oliver – der Verband glaubt dennoch, dass die Innenstadt die Schließungen überleben wird.

"Wir sind da zuversichtlich. Derzeit sind es insbesondere Filialisten und früher sehr expansive Konzepte, die jetzt nur überzählige Läden schließen. Dazu wurde ja vor Corona die Filialisierung immer wieder thematisiert und so bieten sich auch Chancen für neue Konzepte. Zudem sind wie z.B. bei Abercrombie u.a. die Läden bereits wieder vermietet", sagt Geschäftsführer Wolfgang Fischer.

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Und das derzeitige Infektionsgeschehen mache Hoffnung. "München war als erste deutsche Großstadt wieder unter 50 und jetzt sogar unter dem 'neuen' Schwellenwert von 35! Daher hoffen wir, trotz der aktuellen Startschwierigkeiten, dass 2021 rückblickend ein Hoffnungsjahr auf dem Weg zurück zu einer 'Normalität' wird", so Fischer weiter.

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