HKW Nord: Bundesnetzagentur bestätigt Systemrelevanz

Die Bundesnetzagentur sieht die Systemrelevanz des HKW Nord gegeben. Damit ist eine Abschaltung im Jahr 2022 ausgeschlossen. Dieses Datum hatte ein Bürgerentscheid im Jahr 2017 gefordert.
| Lukas Schauer
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Das HWK Nord ist laut Bundesnetzagentur systemrelevant.
Mike Schmalz Das HWK Nord ist laut Bundesnetzagentur systemrelevant.

München - Die Pressemeldung der Stadtwerke München ist kurz, aber prägnant: Die Bundesnetzagentur bestätigt die Systemrelevanz des HKW Nord, heißt es darin.

Damit bestätigt sich, was auch schon ein einem TÜV-Gutachten beschrieben wurde, das dem Stadrat Mitte Oktober vorgelegt wurde. Und damit wird eine Abschaltung des Kohle-Blocks immer unwahrscheinlicher. 2017 hatte der Bürgerentscheid "Raus aus der Steinkohle", der eine Abschaltung des HKW im Jahr 2022 fordert, die erforderliche Mehrheit bekommen.

Doch damit wird es nun wohl endgültig nichts. CDU und SPD hatten sich bereits im Sommer gegen den Bürgerentscheid gestellt und eine Abschaltung gar erst 2028 angestrebt. Ab 2020 solle zumindest der CO2-reduzierte Betrieb kommen, hieß es damals im Beschluss des Wirtschaftausschusses.

HKW Nord muss auch 2023 und 2024 laufen

Die Bundesnetzagentur hat nun die Systemrelevanz bis zum 31.12.2024 als gegeben angesehen. Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM sagt dazu: "Wir haben mit der Entscheidung gerechnet und in der Debatte um den Bürgerentscheid bereits von Beginn an darauf hingewiesen, dass es sich bei Block 2 um eine systemrelevante Anlage handelt."

Mit dem Beschluss der Behörde müssen die Stadtwerke das HKW Nord nun zwingend als Reserve vorhalten, etwa wenn andere Kraftwerke ausfallen. Ganz abschalten dürfen sie es also nicht. Die Leistung drosseln, auch ab dem Jahr 2022, sehr wohl.

Wie es genau weitergehen wird, darüber entscheidet noch im November der Stadtrat. Das Gutachten der Bundesnetzagentur dürfte die Entscheidung maßgeblich beinflussen.

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