Historisches München: Abseits der Touristen-Ströme

Mehr als 1.000 München-Bilder hat Hans-Albrecht Bock schon geschossen. In sieben Folgen zeigen wir Ihnen eine Auswahl. Diesmal: München abseits der Touristen-Ströme.
| Hüseyin Ince
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Kreidl-Getränkemärkte findet man bis heute in München. "Damals faszinierte mich die bunte Zusammenstellung der vielen Biermarken an der Fassade sehr", sagt Bock zu dieser Aufnahme. Er glaubt, dass er das Bild in Neuhausen aufgenommen hat, kann es aber nicht mehr genau sagen.
Hans-Albrecht Bock 10 Kreidl-Getränkemärkte findet man bis heute in München. "Damals faszinierte mich die bunte Zusammenstellung der vielen Biermarken an der Fassade sehr", sagt Bock zu dieser Aufnahme. Er glaubt, dass er das Bild in Neuhausen aufgenommen hat, kann es aber nicht mehr genau sagen.
Der Pschorr-Keller 1981 von der Wiesn ausgesehen – er ist längst Geschichte, ebenso wie sein Nachbar, der Hackerkeller.
Hans-Albrecht Bock 10 Der Pschorr-Keller 1981 von der Wiesn ausgesehen – er ist längst Geschichte, ebenso wie sein Nachbar, der Hackerkeller.
Blick von der Spitze der "Pyramide": Bock fuhr im sogenannten Pharao-Haus ganz nach oben, um dieses Bild Richtung Süden zu schießen.
Hans-Albrecht Bock 10 Blick von der Spitze der "Pyramide": Bock fuhr im sogenannten Pharao-Haus ganz nach oben, um dieses Bild Richtung Süden zu schießen.
Wendl-Dietrich-Straße 1981: Damals existierte noch an der Ecke Gudrunstraße das Café "West-Side". Das Hochhaus dahinter gibt’s noch.
Hans-Albrecht Bock 10 Wendl-Dietrich-Straße 1981: Damals existierte noch an der Ecke Gudrunstraße das Café "West-Side". Das Hochhaus dahinter gibt’s noch.
Neuhausen 1981: "Das war eine dieser typischen blassen Münchner Siedlungen", erinnert sich Fotograf Bock.
Hans-Albrecht Bock 10 Neuhausen 1981: "Das war eine dieser typischen blassen Münchner Siedlungen", erinnert sich Fotograf Bock.
Schwabing 1978: Charmant marode Ecken hatte der Stadtteil – heute ist davon fast nichts mehr erhalten geblieben.
Hans-Albrecht Bock 10 Schwabing 1978: Charmant marode Ecken hatte der Stadtteil – heute ist davon fast nichts mehr erhalten geblieben.
Das "Pharao-Haus", auch bekannt als "Pyramide" von Oberföhring. Ein Experiment aus dem Bauzeitalter des Brutalismus. Das Bild ist von 1978.
Hans-Albrecht Bock 10 Das "Pharao-Haus", auch bekannt als "Pyramide" von Oberföhring. Ein Experiment aus dem Bauzeitalter des Brutalismus. Das Bild ist von 1978.
"Wie ein verschwommenes Selfie", sagt Bock über das Klingeschild-Foto.
Hans-Albrecht Bock 10 "Wie ein verschwommenes Selfie", sagt Bock über das Klingeschild-Foto.
Vom Hypo-Hochhaus hat Bock eine ganze Serie von Schwarz-Weiß-Bildern erstellt. "Ein außergewöhnliches Gebäude", findet er.
Hans-Albrecht Bock 10 Vom Hypo-Hochhaus hat Bock eine ganze Serie von Schwarz-Weiß-Bildern erstellt. "Ein außergewöhnliches Gebäude", findet er.
1981: Berühmte Wandmalerei an der Zwinger-, Ecke Frauenstraße.
Hans-Albrecht Bock 10 1981: Berühmte Wandmalerei an der Zwinger-, Ecke Frauenstraße.

München - Die Bilder der heutigen Serie entstanden zwischen 1978 und 1981. Als Hans-Albrecht Bock während seiner Stadtspaziergänge auf den Auslöser drückte, war er geprägt von einem einschneidenden Erlebnis aus dem Jahr 1980, als das dramatische Oktoberfestattentat ganz München erschütterte.

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Bock: "Plötzlich hörte ich einen dumpfen Knall"

Bock war zwar nicht auf dem Festgelände. Er ist damals beruflich viel unterwegs gewesen. "Ich kam am 26. September 1980 gerade zurück von einer Geschäftsreise, aus dem Schwarzwald", erinnert sich Bock, als er in der Ehrengutstraße seine Fenster öffnete, um die Wohnung durchzulüften. Mit dem Gedanken, noch zum Oktoberfest zu gehen, spielte er zwar nicht mehr, bezeugte aber ungewollt den Anschlag. "Plötzlich hörte ich durch eines meiner Fenster einen dumpfen Knall", weiß Bock noch ganz genau, "und erst später erfuhr ich über Zeitungen, Radio und Fernsehen, was da passiert war."

Die Erinnerung an das blutige Ereignis mit zwölf Opfern führte ihn ein Jahr später am Oktoberfestgelände vorbei, wo er den Pschorr-Keller fotografierte.


Leser-Aufruf: Haben Sie auch Foto-Schätze?

Geht es Ihnen wie Herrn Bock? Haben Sie Fotos aus dem München-Alltag vergangener Jahrzehnte? Schicken Sie sie uns, wir suchen solche Aufnahmen! Egal ob Dias oder Dunkelkammer-Fotos, wir freuen uns über jedes interessante München-Bild. Idealerweise mit allen Infos, wie Ort, Zeit und Namen der Personen.

Senden Sie uns die Fotos digital an: leserfoto@az-muenchen.de oder auch postalisch: Abendzeitung, Garmischer Straße 35, 81373 München. Absender bitte nicht vergessen! Herzlichen Dank vorab!

 

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