Gefahr im Untergrund: Warum explodierte die Fliegerbombe in München?

Die Explosion einer Fliegerbombe in München ist ein Schock. Vier Menschen werden verletzt, einer schwebt sogar eine Weile in Lebensgefahr. Die erste Aufregung ist abgeklungen. Für die Deutsche Bahn und die Ermittler ist das Thema aber noch lange nicht vom Tisch.
| dpa
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Explosionsort im Gespräch mit Medienvertretern.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Explosionsort im Gespräch mit Medienvertretern. © Thomas Gaulke

München - Nach der Explosion einer Fliegerbombe auf einer Baustelle der Deutschen Bahn in München rückt nun die Suche nach den Ursachen des Unglücks in den Mittelpunkt.

"Selbstverständlich unterstützen wir die laufenden Ermittlungen und arbeiten eng mit den Behörden zusammen", sagte eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in München. Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen könne man keine weiteren Angaben machen. Grundsätzlich lege die Bahn bei Bauarbeiten aber höchste Sicherheitsstandards an.

Innenminister Herrmann fordert Aufklärung

Bei dem Unglück waren am Mittwoch vier Bauarbeiter verletzt worden, einer von ihnen sogar lebensgefährlich. Sein Zustand war jedoch nach einer mehrstündigen Operation stabil. "Wir bedauern zutiefst, dass es zu diesem Unfall gekommen ist. Wir wünschen den Verletzten baldige Genesung", sagte die Sprecherin.

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Interesse an einer Aufklärung hat auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Normalerweise werde auf solchen Baustellen vorab immer intensiv sondiert, wo noch Blindgänger versteckt liegen könnten, hatte er mittags bei einem Besuch am Unglücksort gesagt. Er gehe davon aus, dass das auch auf dieser Baustelle geschehen sei. "Da muss jetzt ermittelt werden: Warum hat man diese Bombe vorher nicht erkannt?"

Zweite Stammstrecke: Verzögern sich nun die Bauarbeiten?

Die Detonation ereignete sich auf einer Baustelle für die Zweite Stammstrecke – ein Mammutprojekt, das den extrem dichten Verkehr entlang der bisherigen Trasse entzerren soll. Die bisherige Stammstrecke gilt als Nadelöhr. Sie führt vom Ostbahnhof in einem Tunnel durch die Innenstadt bis in den Münchner Westen und gilt mit rund 1.000 Zügen täglich als eine der am meisten befahrenen Bahnstrecken Europas.

Nun wird auf der Baustelle, wo das Unglück geschah, also erst mal nach den Ursachen geforscht. Wie geht es weiter? Verzögert sich nun das ganze Projekt? Das weiß man auch bei der Bahn noch nicht. Aktuell könne man noch keine Aussage dazu treffen, wie sich der Vorfall auf den weiteren Verlauf der Baumaßnahmen auswirken werde, heißt es.

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