Fahrplanwechsel im Dezember: Das ändert sich für München und Bayern

Vor allem bei der S-Bahn wird es Neuerungen geben: Unter anderem einen 20-Minuten-Takt auch auf den Außenästen und mehr Zugkapazitäten. Neu sind zudem die Zugbezeichnungen.
| Myriam Siegert Lukas Schauer
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Die ersten Maßnahmen treten gleich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember in Kraft. (Archivbild)
imago images/Sven Simon Die ersten Maßnahmen treten gleich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember in Kraft. (Archivbild)

München - Dichterer Takt, mehr Zuverlässigkeit und sogar Wlan - was das Bayerische Verkehrsministerium anlässliche des Fahrplanwechsels am 13. Dezember angekündigt hat, dürfte Pendlern gefallen.

Über 840.000 Fahrgäste nutzen an einem durchschnittlichen Werktag die Münchner S-Bahn, so Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU), jetzt schaffe man Verbesserungen, "die wir in der Metropolregion zwingend brauchen". Und: "Wir holen zunächst das aus dem System heraus, was mit der heutigen Infrastruktur noch möglich ist."

Fahrplanwechsel am 13. Dezember

Nach Inbetriebnahme der Zweiten S-Bahn-Stammstrecke wird das Angebot dann noch einmal deutlich ausgebaut. Festgelegt ist all das im "1. Münchner S-Bahn-Vertrag" mit der DB Regio, die alter und neuer Betreiber der S-Bahn München ist.

Die ersten Maßnahmen treten gleich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember in Kraft. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaates den Regional- und S-Bahn-Verkehr plant, schließt Lücken am Morgen.

Fahrplanwechsel: Mehr Kapazitäten bei der Münchner S-Bahn

Montag bis Freitag gibt es so einen durchgehenden 20-Minuten-Takt auf den Außenästen ab Betriebsbeginn bis zum Ende der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Außerdem werden über den Tag verteilt auf allen Linien die Kapazitäten ausgebaut, in dem etwa ein weiterer Wagen an Züge angehängt wird. So soll die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden

S-Bahn soll pünktlicher werden

Zudem setzt die BEG auf Anreize und Sanktionen für mehr Pünktlichkeit. Schon heute würde das Bestellerentgeld gekürzt, falls Pünktlichkeitsziele nicht erreicht werden, erklärt Thomas Pechtl, Sprecher der BEG-Geschäftsführung.

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Der bisherige Schwellenwert von sechs Minuten wird nun auf drei Minuten herabgesetzt. Heißt: Ab 3 Minuten Verspätung gilt ein Zug auch für die Bahn als zu spät. Sanktionen drohen der S-Bahn auch bei eigenverschuldeten Zugausfällen.

Fahrplanwechsel: Besserer Service an Bahnhöfen

An den Stationen Flughafen, Hauptbahnhof, Marienplatz und Laim wird der Service verbessert. Mitarbeiter helfen beim Ein-und Ausstieg, Fahrkartenkauf oder mit Auskünften. Und: Bei Verspätungen gibt es Kundengarantien. Die Einführung muss ab 2022 erfolgen, dann haben zunächst Abo-und Zeitkarten-Kunden ab einer Verspätung von 30 Minuten Anspruch auf Erstattung. Schritt für Schritt werden außerdem bis 2023 alle Züge des Typs ET 423 mit kostenfreiem Wlan ausgerüstet.

Fahrplanwechsel: Das ändert sich ab München

Mit dem Fahrplanwechsel wird es mehr Verbindungen und Fahrzeuge ins Bayerische Oberland ab München aus geben. Auf den Linien zwischen München und Bayrischzell (RB 55), Lenggries (RB 56) und Tegernsee (RB 57) kommen sechs zusätzliche Neufahrzeuge zum Einsatz.  Im Berufsverkehr an Werktagen weitet die BEG zudem den Halbstundentakt am frühen Vormittag und am Abend aus.

Im Ausflugsverkehr am Wochenende wird es im gesamten Netz mehr Sitzplätze geben, und auf den Strecken nach Tegernsee und Lenggries wird künftig ganztags weitestgehend ein 30-Minuten-Takt gefahren.

Schnellere Fahrt nach Nürnberg

Ab dem Fahrplanwechsel kommen auf der Schnellfahrstrecke München – Ingolstadt – Nürnberg schrittweise die ersten Neufahrzeuge des tschechischen Herstellers Škoda zum Einsatz. Die Züge verkehren mit Doppelstockwagen, sind barrierefrei und bieten eine erheblich höhere Kapazität als die bisherigen einstöckigen Züge (676 Sitzplätze statt derzeit 413).

Außerdem sind mehr Multifunktionsabteile und Radabstellplätze sowie auch barrierefreie Toiletten vorhanden. Aber: Bei diesen Zügen entfällt der Umstieg in Ingolstadt, die Reisezeit verkürzt sich dadurch auf rund 1 Stunde und 30 Minuten. 

Neue Bezeichnungen für Züge in Bayern

Ab dem 13. Dezember firmieren die Linien in Bayern außerdem unter einer neuen, einheitlicheren Systematik: Alle Linienbezeichnungen setzen sich aus einer Produktbezeichnung – Regionalexpress (RE), Regionalbahn (RB) oder S-Bahn (S) – und einer maximal zweistelligen Liniennummer zusammen.

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