Wiesn-Wirt eröffnet neue Bar in der Innenstadt – Sportfreunde dürfte das freuen
Eine Stiftl-Einweihung gehört für Münchner Gastro-Reporter mittlerweile genau so zur Routine wie ein Spiel des FC Bayern für die Kollegen vom Sport. Am Dienstag brachte Pfarrer Schießler seinen Weihwasserkessel ins jüngste Lokal von Lorenz und Christine Stiftl: Die Paulaner Sportsbar gegenüber der Schrannenhalle. Erst kürzlich weihte der Pfarrer den Spöckmeier am Marienplatz ein und im letzten Jahr den Stiftl-Stehausschank direkt nebenan.

Zu so einer Stiftl-Segnung gehört auch, dass der Laden brechend voll ist mit Menschen aus der Brauerei, Gastronomie und Wirtschaft. Auch ein paar Politiker aus dem Rathaus feierten mit. Unter anderem Wirtschaftsreferent Christian Scharpf und die zukünftige Stadträtin Monika Schmid-Balzert (beide SPD) sowie der scheidende Stadtrat Alexander Reissl (CSU). Wiesnstadträtin Anja Berger (Grüne) feierte an diesem Tag sogar ihren Geburtstag. Und weil die Sportsbar eben eine Sportsbar ist, haben auch zwei Legenden der beiden Münchner Fußball-Vereine vorbeigeschaut: Ex-Bayern-Kicker Thomas Linke und Meisterlöwe Fredi Heiß.
Schießler mit Sechzger-Schal
Linke erinnert sich an seine vielen Erfolge, Heiß an seinen einen Erfolg, wie er lachend erzählt – die einzige Meisterschaft der Löwen vor genau 60 Jahren. Beide fühlen sich wohl in der neuen Sportsbar, in der nicht nur Fußballspiele live übertragen werden. Auch Schießler passt sich an und trägt einen Sechzger-Schal unter seiner Stola.

Die Sportsbar lebt nicht vom Fußball allein. Gezeigt wird auch Basketball, Tennis, Eishockey und mehr. Insgesamt 14 Flatscreens sind im gesamten Raum verteilt. Auch von der Freischankfläche aus haben die Gäste Sicht auf zwei Bildschirme. Dank einer Konzession bis fünf Uhr werden auch Liveübertragungen mit Zeitverschiebung gezeigt. Betriebsleiterin Uschi kümmert sich um die Gäste und sorgt dafür, dass das Bier aus den sichtbaren Biertanks mit geeisten Zapfhähnen nicht ausgeht. Die Halbe kostet 3,90 Euro. Wer Hunger bekommt, bestellt sich das laut Stiftl "beste Schaschlik der Stadt" (14,90 Euro) dazu. Der AZ hat’s jedenfalls geschmeckt.
Prälat-Zistl-Str. 10
täglich geöffnet

