"Glockenbachviertel kriegt schon Schnappatmung": Hofbräu macht anderes Münchner Viertel populär

Mitten im bunten Bahnhofsviertel zieht ein neues Hofbräu-Wirtshaus ins Deutsche Theater ein – mit bayerischer Küche, prominenten Gästen und einem Wirt, der das Viertel seit Jahren prägt und nun auf eine ganz besondere Mischung aus Tradition und Multikulti setzt.
Ruth Frömmer
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Wirt Frank Mansory (l.) und Thomas Linsmayer vom Deutschen Theater stoßen auf die Zukunft an.
Wirt Frank Mansory (l.) und Thomas Linsmayer vom Deutschen Theater stoßen auf die Zukunft an. © Daniel Loeper

Frank Mansory engagiert sich schon viele Jahre für das Bahnhofsviertel. Den meisten ist er als Wirt der Trattoria Mia und des ehemaligen Lokals Sojo im Deutschen Theater in der Schwanthalerstraße bekannt. Hier servierte er zuletzt asiatische Küche.
Aber seit zwei Wochen weht, mitten im Multikulti-Viertel, ein bayerischer Wind. Gemeinsam mit Hofbräu hat er das Sojo in ein bayerisches Wirtshaus mit allem Drum und Dran verwandelt.
Am Donnerstagabend feierte er zusammen mit dem Chef des Deutschen Theaters Thomas Linsmayer, Vertretern von Hofbräu und vielen Freunden des Hauses feierlich Eröffnung. Kabarettistin Luise Kinseher ist dabei, die Schauspielerinnen Angela Ascher und Johanna Bittenbinder und einige mehr.

Unter den ersten Gästen war auch Kabarettistin Luise Kinseher.
Unter den ersten Gästen war auch Kabarettistin Luise Kinseher. © Daniel Loeper

"Passt perfekt" zum Deutschen Theater

"Wir haben die unterschiedlichsten Konzepte ausprobiert. Aber das ist genial und passt perfekt zu uns", sagt Linsmayer. „Das Bahnhofsviertel ist nicht das feinste, aber es macht sich“, findet Linsmayer.
Um das Hofbräu im Deutschen Theater "spirituell aufzuladen", haben er und Mansory Rainer Maria Schießler eingeladen, es einzuweihen. "Das Glockenbachviertel kriegt schon Schnappatmung“ scherzt der Pfarrer von St. Maximilian und segnet das Wirtshaus und die Gäste. Neben den Besuchern des Deutschen Theaters sind wegen der umliegenden Hotels auch viele Touristen im Bahnhofsviertel unterwegs.
Frank Mansory hat schon lange von einem bayerischen Lokal im Viertel geträumt – mit Bier von Hofbräu. Das sei international einfach sehr bekannt und auch bei den Einheimischen geschätzt. "Ich habe selber nie Bier getrunken“, erzählt er der AZ, „aber seit wir eröffnet haben, trinke ich jeden Tag ein Bier“.

Ein frischgebackener Hofbräu-Wirt muss zapfen! Unter Aufsicht von Thomas Linsmayer schlägt Frank Mansory den Wechsel ins Bierfass.
Ein frischgebackener Hofbräu-Wirt muss zapfen! Unter Aufsicht von Thomas Linsmayer schlägt Frank Mansory den Wechsel ins Bierfass. © Daniel Loeper

Bayerische Küche, ein bisserl anders gekocht

Seit zwei Wochen ist geöffnet und die Gäste kommen in Scharen, erzählt Mansori. "Ich mache mir schon langsam Sorgen um mein Lokal gegenüber", bemerkt er und lacht. Auf der Speisekarte steht traditionelle bayerische Küche (Schweinsbraten 17,90, Kasspatzn 15,80 Euro). "Aber vieles ist ein bisserl anders gekocht“, sagt Mansory. Die Schweinswürstel (15,80 Euro) liegen nicht auf Sauerkraut, sondern auf Dunkelbiersoße und Chili-Kraut. Zur Brotzeit steht ein Knusper-Schweinsbauch auf Krautsalat mit Pflaume und Limette (16,80 Euro) auf der Karte.
Wer nichts essen mag, der genehmigt sich eine Halbe (5,60 Euro) vor, nach oder ganz ohne Theaterbesuch im Stehbereich.

Hofbräu im Deutschen Theater
Schwanthalerstr. 13

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.