Essen wie in Brasilien: Jóia Brasileira in der Au

Kross, fluffig, betörend, tropisch: In der Au kocht Conceiçao Waida original brasilianische Spezialitäten.
| Eva von Steinburg
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Feijoada completa: das brasilianische Nationalgericht.
Steinburg Feijoada completa: das brasilianische Nationalgericht.

Au - Nicht lange vor dem Corona-Lockdown hat in der Au das kleine brasilianische Restaurant "Jóia Brasileira" eröffnet. Die Atmosphäre ist südamerikanisch zwanglos und kinderfreundlich – wie in Brasilien, wo es eine Zuckerrohrschnaps-Caipirinha, einen Teller schwarze Bohnen und fluffige Käsebällchen so ziemlich an jeder Ecke gibt.

Conceição Waida (48), die aus einem Dorf in Nordbrasilien kommt, steht in der Sommerstraße in der Küche: Die frühere Grundschullehrerin aus Bahia hat von ihrer Mutter kochen gelernt. In München zaubert sie original brasilianische Gerichte auf den Teller: "Moqueca de Camarão", heißt ihr wunderbarer Garneleneintopf mit Reis und Salat (15,90 Euro). Das Korianderaroma und die cremige Kokossauce bleiben in Erinnerung.

Brasil-Käsebällchen, Caipi und "Feijoada completa"

Dazu passt "Aipim frito", kross gebratene Maniokhäppchen, die unkompliziert mit den Fingern gegessen werden. Der Drink "Caipirinha de Maracuja" kommt betörend tropisch daher und erfreut durch den exotischen Anblick: Die schwarzen Kerne der Passionsfrucht werden mitgetrunken – eine empfehlenswerte Variation zu der bekannten Caipi mit Limettensaft.

Beim Afrikaner oder im Asia-Shop kauft die Brasilianerin das Maniokmehl für die berühmten Brasil-Käsebällchen: "Pão de queijo". Sie punkten mit einer fluffigen Konsistenz und haben Suchtpotenzial (Portion: acht Stück, 7,90 Euro). Sonntags gibt es die traditionelle "Feijoada completa", das brasilianische Nationalgericht. In dem deftigen Schwarze-Bohnen-Eintopf brodelten früher Schweinefüße und Schweinsohren. Es werden Kassler und scharfe Würste bevorzugt. Serviert wird der Bohnentopf klassisch mit Beilagen wie Grünkohl, einer pikanten Vinaigrette und erfrischenden Orangenscheiben (14,90 Euro).

"Ich möchte daran erinnern, dass mein Land ein Juwel ist"

Wenn der Backofen nicht gerade muckt, kredenzt die liebenswürdige Köchin als Dessert "Pudim de Leite", die brasilianische Variante des spanischen "Flan" mit Karamellsauce (3,80 Euro). Außergewöhnlich: Auf dem Menü steht die Geburtstags-Süßigkeit "Brigadeiro", die es sonst nur in brasilianischen Konditoreien oder auf Kindergeburtstagspartys gibt: Das sind Kugeln aus einem weichen Schoko-Toffee, die in Schokoladenstreuseln gerollt werden. "Die Deutschen lieben unsere süßen Nachtische", stellt die Wirtin fest. Sie ist mit einem Münchner verheiratet, der größte Fan ihrer südamerikanischen Küchenkunst.

Eine Palme im Fenster, die grün-gelb-blaue Fahne an der Wand: Das kleine brasilianische Restaurant ist praktisch eingerichtet. "Musica popular brasileira" und die Tanzmusik "Forro" werden hier gespielt. "Brasilien hat im Moment nicht den besten Ruf. Doch ich möchte daran erinnern, dass mein Land ein Juwel ist", sagt die Wirtin. Das portugiesische Wort für Juwel, "Jóia", trägt das Lokal in der Au in seinem Namen.


Sommerstraße 18, Mi – Fr 17 bis 24 Uhr, Sa 14 bis 24 Uhr, So 12 bis 24 Uhr. www. joia-brasileira.com, Reservierung unter: 0176-550 18101

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