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Ess-Klasse im "Il Sommelier": Aus Liebe zum Wein

Im Oktober findet die Ess-Klasse im "Il Sommelier" statt: Hier gibt es fünf Gänge mit Wein für 69 Euro.
| Laura Kaufmann
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Laden zur Ess-Klasse ins "Il Sommelier" ein: Chef Marco Luongo (links) und Chefkoch Simone Palermo.
Laden zur Ess-Klasse ins "Il Sommelier" ein: Chef Marco Luongo (links) und Chefkoch Simone Palermo. © Daniel Loeper

Berg am Laim - Marco Luongo stammt aus einer Gastrofamilie. Trotzdem war es für ihn nicht gleich klar, dass sein Weg ihn auch in diese Richtung führen würde. Er wuchs quasi in der Pizzeria seiner Eltern in Haar auf und begeisterte sich schon früh für Wein.

Marco Luongo: "Ich hatte das Glück, dass ich viel reisen durfte"

"Ich bin so aufgewachsen. Mein Vater hat mich schon jugendlich mitgenommen in die Weinberge, in Weinkeller in ganz Italien. Die Weinwelt hat mir immer gefallen", sagt er der AZ. Trotzdem absolvierte er nach der Schule erst einmal eine Lehre als IT-Systemkaufmann. Etwas Solideres, sozusagen. Nicht weiter verwunderlich aber, dass Luongo nach dem Wirtschaftsfachwirt doch die Ausbildung zum Sommelier machte. Als solcher unterstützte er vier Jahre lang seine Eltern, bis in ihm doch der Wunsch nach etwas Eigenem keimte.

"II Sommelier": Menüs mit Weinbegleitung gehören hier zum Repertoire 

"Ich hatte das Glück, dass ich viel reisen durfte. Und mir gefielen immer Geschäfte wie zum Beispiel Fischhändler, die an ihrem Laden mit frischem Fisch gleich ein kleines Lokal hatten. So etwas wollte ich mit Wein."

Und so also gibt es nun "Il Sommelier" in der Kreillerstraße. Ein Restaurant mit einer kleinen Vinothek, in der zum Beispiel Weinproben stattfinden. Menüs mit Weinbegleitung gehören hier ohnehin zum Repertoire - da war es nur naheliegend, die Ess-Klasse, die Gourmet-Aktion der Abendzeitung mit Rindchens Weinkontor, hier stattfinden zu lassen.

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Fünf Gänge für 69 Euro inklusive Aperitif und Weinbegleitung gibt es ab Dienstag in dem gerade mal ein Jahr jungen Restaurant. Marco Luongo hatte keinen ganz leichten Start in seine Selbstständigkeit. "Ende 2019 habe ich den Vertrag unterschrieben", sagt er. Die Eröffnung sollte im Frühjahr 2020 sein. Was stattdessen geschah, ist allgemein bekannt.

Weil das Lokal allerdings noch im Rohbau war, ist es nun immerhin ganz nach seinen Vorlieben gestaltet, und die Eröffnung schob Luongo bis vor einem Jahr, als normale Bewirtungen wieder möglich wurden. Schnell hatte er eine kleine Fanbase.

"Wer einmal da war, kommt wieder", sagt Luongo. Man muss eben nur wissen, dass es das "Il Sommelier" gibt. Es liegt in Trudering. Eben nicht gerade am Marienplatz, und Laufkundschaft, trotz der nahen U-Bahn, schlendert wenig vorbei. Noch ist das "Il Sommelier" also ein absoluter Geheimtipp. Aber das könnte sich schnell ändern.

Am frühen Abend schimmert noch goldenes Licht durch die Vorhänge. In warmen Erdtönen ist der Gastraum gehalten: Stilvoll und modern, aber gemütlich. Draußen hat das "Il Sommelier" eine hübsche Terrasse, die nun Winterschlaf bis zum nächsten Jahr hält. Innen ist mit Abstand bestuhlt, so dass jeder Gast sich in seiner Privatsphäre gewahrt fühlt. 40 Plätze sind es so, klein und familiär.

Durch den Pass zur Küche steckt Simone Palermo (der nicht etwa Sizilianer ist, sondern aus den Marken stammt) seinen Kopf, dessen Können die Gäste der Ess-Klasse im Oktober bewundern können. Das Küchenteam ist schon Ess-Klasse-versiert, im Bamberger Haus und im Restaurant Katzlmacher haben sie die AZ-Gourmet-Aktion teilweise schon mitgemacht.

Italienisch, aber auf moderne Art und oft mit raffiniertem Twist bereitet Palermo seine Gerichte zu. Das Ess-Klasse-Menü zeigt die typische Art der Gerichte des Hauses. Wir wünschen einen guten Appetit!

Aperitif: Der Pinot Chardonnay "Metropol" Spumante brut aus der Emilia-Romagna stimmt mit klarer, feiner Perlage auf die kommenden Genüsse ein.

Erster Gang: Tataki vom Thunfisch mit Wakame, Mango-rote-Zwiebel-Chutney und Kokosmilch-Wasabi-Pannacotta

Erster Gang.
Erster Gang. © Daniel Loeper

Dieses Gericht steht in leichten, saisonalen Abwandlungen immer auf der Karte des "Il Sommelier", auch wenn es eher asiatisch als italienisch anmutet. Die Abwechslung macht's! Bei einem Tataki wird der Thunfisch von bester Qualität nur für Sekunden angebraten, so dass eine feine Kruste entsteht, in diesem Fall mit Sesam. Ein paar Tupfer Wasabi-Mayo steuern leichte Schärfe bei, das Kokosmilch-Wasabi-Pannacotta ist verhältnismäßig mild. Ein toller Gang! Die kleine Aromenexplosion wird begleitet von dem "Mehr Meer", Jahrgang 2021, von Klundt aus der Pfalz, der nach gelben Früchten schmeckt und, ja, nach einem Hauch von Meer.

Zweiter Gang: Mezzi Paccheri all'arrabbiata del Sommelier

Zweiter Gang.
Zweiter Gang. © Daniel Loeper

Mezzi Paccheri sind dicke Röhrennudeln mit einem ordentlichen Fassungsvermögen, perfekt für eine Vorzeigesauce wie diese all'arrabiata, auch ein Klassiker des Hauses. Die Pasta macht Marco Luongos Onkel in Salerno, einmal die Woche schickt er eine Ladung Pasta und auch Brot für das Restaurant per Spedition nach München. Die Sauce ist mit schwarzem Knoblauch und sehr lange gekochten Tomaten gemacht, pikant. Klassischerweise isst man hierzu keinen Parmesan. Ein Wein hat es gar nicht so leicht bei diesem intensiven Gang: Es wird schon rot im Glas mit dem Barbera d' Asti Superiore, Jahrgang 2018, von der Cascina Radice aus dem Piemont. Noten von Pflaume und Schokolade und elegante Tannine ergänzen die Pasta perfekt.

Dritter Gang: St. Petersfisch mit Pistaziensoße und Rote-Beete-Zitronen-Püree

Dritter Gang.
Dritter Gang. © Daniel Loeper

Ein Fischgang zum Hineinknien: Das feine Fleisch des Delikatessenfisches wird nicht übertönt, aber doppelt unterstrichen durch die cremige Pistaziensauce, dazu ein kreatives Püree. Wer Fisch mag, wird diesen Gang lieben. Der trockene "Chardonnay & Weißburgunder" vom Schlossmühlenhof aus Rheinhessen, Jahrgang 2021, spielt mit seiner feingliedrigen Struktur und kühler Frucht dazu genau die richtigen Töne an.

Vierter Gang: Entenbrust sous vide mit Schoko-Blaubeeren-Chili-Sauce, Zuckerschote und Kartoffelpüree

Vierter Gang.
Vierter Gang. © Daniel Loeper

Ein schön herbstlicher Hauptgang mit einer tollen Sauce, die dem Gang das gewisse Etwas verleiht. Dazu braucht es einen Wein, der mithalten kann: Den Appassimento "100x100", Jahrgang 2019, von der Weinkellerei Cielo e Terra spa aus Apulien, mit schmeichelnden Aromen von Pflaumen und Rosinen. Dieser extraweiche, üppige Wein wurde aus zuvor getrockneten Trauben gekeltert.

Fünfter Gang: Zupetta di Yoghurt mit Mangosorbet

Fünfter Gang.
Fünfter Gang. © Daniel Loeper

Ein wunderschön cremiges und fruchtiges Dessert, angerichtet wie ein cremiges Süppchen, verfeinert mit etwas Sahne und Minze. Dazu die Scheurebe Spätlese, Jahrgang 2021, vom Weingut Hauck in Rheinhessen, die Birnen- und Feigenaromen mit ins Spiel bringt. Ein runder Abschluss.


Restaurant Il Sommelier, Kreillerstraße 194, Ess-Klasse vom 4. bis zum 30. Oktober, Reservierungen mit dem Stichwort "Ess-Klasse" unter Telefon 089/5147 1202 oder unter ilsommelier.de 

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