Betreutes Trinken im "Kooks"

Im „Kooks“ passt nichts zusammen – und irgendwie doch alles. Die AZ hat sich dort mal umgesehen.
| Daniel Gahn
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Ein bisschen erinnert das Kooks an längst vergangene Zeiten.
Daniel von Loeper Ein bisschen erinnert das Kooks an längst vergangene Zeiten.

Im „Kooks“ passt nichts zusammen – und irgendwie doch alles. Die AZ hat sich dort mal umgesehen.

Verrückt, exzentrisch und auch komisch: Das ist die Bedeutung des englischen Worts Kooks. Seit November hat Kooks auch noch eine andere Bedeutung. Es ist der Name Bar von Matt Devereux, die er gemeinsam mit Alex Illingworth in der Geyerstraße eröffnet hat.

Der Untertitel der Bar lautet: „betreutes Trinken.“ Was das bedeutet, wird in dem Moment klar, wenn die Gäste ihre Getränke beim gebürtigen Kanadier Devereux bestellen. Devereux ist nicht nur Barkeeper. Seit Jahren tritt er auch als Comedian und Entertainer auf, was der Stimmung in der Bar recht zuträglich ist.

Die Atmosphäre ist entspannt und locker; aus dem Zapfhahn fließt Augustiner für 3,40 Euro. Außerdem gibt es Tegernseer (3,20 Euro) aus der Flasche und natürlich Long Drinks wie Gin Tonic (8,50 Euro). Das Kooks ist keine dieser modernen Bars, es ist mehr ein gemütliches Wohnzimmer, in dem man vielleicht auch mal ein Bier zu viel trinkt.

„Everybody tries too hard“, sagt Devereux und meint damit, dass viele Bars zu angestrengt einem Coolheits-Ideal hinterherjagen, das die Gäste vielleicht nicht mal wirklich cool finden. Cool will das Kooks auch gar nicht sein. Der Laden erinnert an die Zeit, in der man noch in eine Bar ging, um Spaß zu haben, etwas zu trinken, mit Leuten zu sprechen und irgendwann vielleicht zu tanzen.

Die Einrichtung erinnert an diese längst vergangene Zeit. Das liegt primär daran, dass die bunt zusammengewürfelte Einrichtung eben noch aus dieser stammt. Eigentlich passt nichts zueinander, aber insgesamt ist es doch ein stimmiges Bild. Berlin-Style jauchzen junge Menschen in einer solchen Umgebung immer gerne. Spricht man Devereux darauf an, ob seine Bar nach Berliner Vorbild gestaltet hat, wird er kurz ruhig und sagt: „Ich würde nie eine Bar in Berlin aufmachen. Berliner können nicht schwimmen, und außerdem riechen die nach Suppe.“

Er hält kurz inne und beginnt, über seine merkwürdige Äußerung zu lachen. Devereux ist nicht nur ein Barkeeper, er ist ein komischer Barkeeper mit dem Charme eines Lausbuben. Im nächsten Moment zeigt er seinen Gästen einen Zaubertrick, kurz danach später bricht Lachen am Tresen aus. Devereux hat wieder eine seiner vielen Anekdoten erzählt.

Geyerstraße 18, Montag bis Samstag ab 19 Uhr, www.kooksbar.com

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