Dieter Reiter: "Mich ängstigt allein das Anzapfen"

Am Sonntag stellte sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Bogenhausener Schlösselgarten den Fragen der Bürger. Themen waren unter anderem der Wohnungsbau, die anstehende Wiesn und die Flüchtlingskrise.
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Tradition: Der Münchner Oberbürgermeister sticht das erste Bierfass auf der Wiesn an. Hier Dieter Reiter (SPD) im Jahr 2015.
dpa Tradition: Der Münchner Oberbürgermeister sticht das erste Bierfass auf der Wiesn an. Hier Dieter Reiter (SPD) im Jahr 2015.

München - Nicht mal mehr einen Monat, dann beginnt die Wiesn und in München herrscht wieder zwei Wochen lang Ausnahmezustand. Am 17. September wird Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass anzapfen. Am Sonntag sprach Reiter im Schlösselgarten in Bogenhausen mit den Bürgern. Einer von ihnen wollte wissen, ob Reiter wegen der Terrorgefahr Angst habe, heuer auf das Oktoberfest zu gehen. "Ich werde nicht mehr oder weniger Angst haben als in den Jahren zuvor. Mich ängstigt allein das Anzapfen", antwortete Reiter daraufhin.

"Bei Gefahr würde ich die Wiesn absagen"

Die Wiesn steht in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Wegen der vergangenen Anschläge wurde ein neues Sicherheitskonzept entwickelt – das gesamte Oktoberfest-Areal ist nun eingezäunt, zudem gibt es Einlasskontrollen und ein Rucksackverbot. Für Reiter würde der Zutritt zur Theresienwiese deswegen "etwas unkommoder" werden. Wie der "Merkur" berichtet, würde Reiter das größte Volksfest der Welt allerdings absagen, wenn es konkrete Gefahren geben sollte. "Ich würde niemals sechs Millionen Leute in Gefahr bringen."

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Rund anderthalb Stunden stand Reiter den Münchner Bürgern Rede und Antwort – neben der Wiesn wurde auch das Thema Wohnungsbau ausgiebig diskutiert. Um den enormen Wohnungsmangel in München Herr zu werden, müsse die Stadt laut Reiter mit dem Umland zusammenarbeiten. Reiter selbst werde "friedvoll" mit den Bürgermeistern und Landräten der Landkreise zusammenarbeiten. Doch Reiter selbst macht auch klar, dass es im Stadtgebiet immer enger wird – für Neubauten sei kaum noch Platz. Die verbleibenden freien Flächen wolle er jedoch noch bebauen, "auch wenn das bei den direkten Nachbarn nicht immer gut ankommt".

Vor einem Jahr kamen täglich Tausende Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof an – die Stadt zeigte sich von ihrer herzlichsten Seite. Ob es nochmals zu einem solchen Ansturm kommen werde? Laut Reiter würde das von Merkels weiterem Vorgehen in Sachen Flüchtlingspolitik abhängen. "Die Sachlage ändert sich im Wochen-Rhythmus." Ähnlich wie Merkel sieht auch Reiter die Ursache in den Herkunftsländern. "Wir müssen eine Situation schaffen, vor der die Menschen nicht fliehen müssen."

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