Seit 1891 wird am Nockherberg derbleckt: Die legendären Salvatorredner im Überblick

Salvator ist das wohl bekannteste bayerische Starkbier, bekannt gemacht haben es humoristische Fastenprediger – und das bereits seit 1891. Eine kurze Rückschau, welche Schauspieler, Volkssänger und Kabarettisten sich schon an der Salvatorrede versucht haben.
Nina Job
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März 1986: Volksschauspieler Walter Sedlmayr bei seiner Fastenpredigt auf dem Nockherberg.
Heinz Gebhardt/imago März 1986: Volksschauspieler Walter Sedlmayr bei seiner Fastenpredigt auf dem Nockherberg.

Schon seit 1858 ließ die Brauerei zur Umsatzsteigerung beim Starkbierfest Gstanzlsänger und Volksschauspieler auftreten. Die erste Salvatorrede allerdings stieg erst 1891. Erster Fastenprediger war der Münchner Volkssänger Jakob „Papa“ Geis ( † 1908).

Ihm folgten Volksschauspieler Weiß Ferdl (1922-1932), der Conférencier Adolf Gondrell (1951-1953), der Gstanzlsänger Roider Jackl (1954-1974) sowie der Radiomoderator Emil Vierlinger (1975-1978), der nach dem Krieg die Übertragung des Derbleckens auf dem Nockherberg im Hörfunk organisierte. Nach dessen schwerer Erkrankung übernahmen Michl Lang (1979), Ernst Maria Lang (1980), Klaus Havenstein (1981) und schließlich der Schauspieler und Paulaner-Werbeträger Walter Sedlmayr (1982-1990). 1991 sollte Toni Berger derblecken, wegen des Irak-Kriegs wurde die Veranstaltung aber abgesagt.

Umstrittener KZ-Vergleich

Von 1992 bis 2010 traten die Festredner (außer 2007) in der Rolle des Mönchs Bruder Barnabas auf, der den Gästen eine Fastenpredigt hält: zuerst mit Volksschauspieler Max Grießer (1992-1996), gefolgt von Erich Hallhuber (1997 und 1998) und Gerd Fischer (1999 bis 2003). Scharfzüngig wurde es mit dem Kabarettisten Bruno Jonas von 2004 bis 2006. Django Asül hatte 2007 (ohne Kutte) nur einen Auftritt. Stoiber-Singspiel-Double Michael Lerchenberg schlüpfte 2008 bis 2010 wieder in die Kutte. Ein umstrittener KZ-Vergleich 2010 war dann sein Ende.

Mit der Mama Bavaria glänztre dann Luise Kinseher 2011 bis 2018 am Nockherberg. 2019 kam Maxi Schafroth als bisher jüngster Redner. 2020: Absage, 2021 online wegen Corona, 2022 Absage wegen Ukraine-Krieg. 2023 bis 2025 wieder regulär mit Schafroth - 2026 dann die Premiere von Stephan Zinner. Fortsetzung folgt.

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