CSU-Politiker Pilsinger über Gesundheitsreferentin: "Zurek muss zurücktreten"

Die CSU macht weiter Druck wegen der Corona-Politik der Stadt München. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger fordert nun sogar den Rücktritt von Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek.
| Felix Müller
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Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek bei der Pressekonferenz am Donnerstag.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek bei der Pressekonferenz am Donnerstag. © Daniel von Loeper

München - Es gebe Hinweise darauf, dass das Gesundheitsreferat angebotene Hilfe zu spät oder gar nicht angenommen habe, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Stadtrats-CSU.

Zusätzliches Personal wurde nicht abgerufen

Eine freie und für die Stadt jederzeit abrufbare Personalreserve des Freistaats in Höhe von 97 Personen zur Bewältigung der Kontaktverfolgung sei nicht abgerufen worden. Das Referat bestätigte diese Darstellung am Donnerstag nur teilweise. "Von diesen Personen waren zunächst nur drei Dienstkräfte bereit, an den Schulungsterminen zum Pandemie-Management teilzunehmen", hieß es auf AZ-Anfrage. "Viele hatten die Abordnung aus dienstlichen oder persönlichen Gründen abgelehnt."

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Die Stadt habe erst am Donnerstag erfahren, dass aus dem aktualisierten Pool nun doch insgesamt 25 Dienstkräfte abgerufen werden können. "Diese wurden umgehend für Schulungstermine eingeteilt."

CSU übt heftige Kritik 

Wie berichtet, hatte die CSU OB Dieter Reiter und seine Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (beide SPD) wegen des Chaos bei den Corona-Zahlen schon vor Tagen kritisiert. Jetzt legt sie wegen der nicht funktionierenden Kontaktverfolgung nach - und wie!

"Falls sich die Hinweise verdichten, dass das Gesundheitsreferat angebotene Hilfe nicht beziehungsweise erst zu spät angenommen hat, ist dies ein unglaubliches Organisationsversagen", wird Fraktionschef Manuel Pretzl zitiert.

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"Dies gilt es jetzt vom Chef der Verwaltung, dem Oberbürgermeister, schnellstmöglich aufzuklären."

Grün-rote Regierung traf falsche Entscheidungen

Es räche sich "mit aller Deutlichkeit, dass die grün-rote Regierung im Rathaus eine erfahrene und eingearbeitete Referentin in die Wüste geschickt hat" - Pretzl meint die parteilose, CSU-nahe Stephanie Jacobs. Grün-Rot habe "abermals personalpolitische Entscheidungen mit Partei-Ideologie vermischt".

CSU-Politiker fordert Zureks Rücktritt

Noch einen Schritt weiter ging am Donnerstag Pretzls Parteifreund Stephan Pilsinger, der CSU-Bundestagsabgeordnete aus dem Münchner Westen. Pilsinger, selbst Arzt, fordert explizit den Rücktritt von Beatrix Zurek. "Es zeigt sich nun, dass das Postenschachern ohne ausreichende fachliche Eignung mitten in einer Pandemie gefährlich ist", sagte er der AZ. "Frau Zurek sollte nach dieser massiven Fehlleistung dieses wichtige Amt einer Person mit entsprechender Qualifikation überlassen."

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