Coronavirus: München schließt Gaststätten und Läden

Es bleibt keine andere Wahl: Nach der Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern veschärft auch München seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus'.
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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD, l.) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
imago/ZUMA Wire Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD, l.) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

München - Punkt 14 Uhr trat OB Dieter Reiter (SPD) vor den Livestream und verkündete, was nach der Pressekonferenz von Markus Söder eh klar war: München macht noch weiter dicht. "Drastische Schritte" seien notwendig, so Reiter. In München gelten daher auch Ausgangsbeschränkungen.

In der bayerischen Landeshauptstadt werden also auch alle Gastronomiebetriebe geschlossen, darunter zählen auch Biergärten. "Das öffentliche Leben wird auf ein Minimum zurückgefahren", so Reiter. Persönliche Kontakte sollten so weit es geht eingeschränkt werden.

"Wir bewerten jeden Tag die Lage neu und sehen in diesem Zusammenhang, dass die Verbreitung des Virus und damit die Zahl der Infizierten extrem dynamisch verläuft", sagte Reiter. "Sechs Menschen sind allein in Bayern am Coronavirus verstorben, viele weitere müssen intensivmedizinisch versorgt werden. Wir müssen deshalb alles tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen!"

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Spielplätze und Sportanlagen in der Stadt bleiben geschlossen. Grillen ist verboten. Auch Blumenläden, Friseure und alle Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, werden geschlossen. Zudem sind Besuche in Alten-, Krankenhäusern oder Behindertenheimen verboten. Nur im Sterbe- oder Geburtenfall seien Ausnahmen möglich. Wer gegen die angeordneten Maßnahmen verstößt, muss laut Reiter mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen. "Ich hätte mir gewünscht, dass es derartig einschränkende Maßnahmen nicht gebraucht hätte. Und glauben Sie mir, niemand trifft solche Entscheidungen leichtfertig", stellte Reiter klar.

Reiter wollte die Ausgangsbeschränkungen in München schon vor dem Wochenende anordnen. "Darüber habe ich dann gestern Nachmittag mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten gesprochen, der wiederum für eine gesamtbayerische Lösung plädiert und eine entsprechende kurzfristige juristische Prüfung zugesagt hat", sagte Reiter. Bei einem Telefonat am Freitagmorgen haben sich die Beteiligten dann auf die bayernweiten Ausgangsbeschränkungen entschieden.

"Wir in München lassen niemand allein", so Reiter. "Helfen Sie alle mit, schützen Sie sich, schützen Sie andere. Gemeinsam werden wir diese Krise meistern", schloss der Oberbürgermeister sein Statement.

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