Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Hier kommt bald die nächste Baustelle

Autofahrer brauchen in München gerade viel Geduld: Nicht nur der Luise-Kiesselbach-Tunnel wird gerade saniert, auch an vielen weiteren Orten in der Stadt ist die Straße aufgerissen. An diesem Freitag kommt noch eine Baustelle dazu: Die Stadt muss an der Donnersbergerbrücke Reparaturen durchführen. Ab diesem Freitag bis Freitag, 24. Juli, kommt es deshalb zu Einschränkungen für den Kfz-Verkehr in beide Fahrtrichtungen.
In Fahrtrichtung Süd verbleibt nur noch eine Fahrspur. In Fahrtrichtung Nord gibt es auf der Brücke weiterhin zwei Fahrspuren. Allerdings gibt es für eine Spur eine Beschränkung: Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, werden über die Rampe in Richtung Landsberger Straße abgeleitet, um im Anschluss wieder auf die Donnersbergerbrücke auffahren zu können. So hat es die Stadt mitgeteilt.
"Die Planung der Baustellen muss Chefsache werden"
Die CSU, die sich in den letzten Wochen häufig über die vielen Baustellen in der Stadt aufgeregt hat, ist auch diesmal wieder sauer. Die verkehrspolitische Sprecherin der CSU, Veronika Mirlach, fordert: "Die Planung der Baustellen in dieser Stadt muss endlich Chefsache werden." Denn: "Immer neue Hiobsbotschaften strapazieren die Nerven all jener Menschen, die nicht das Glück haben, alle Wege zu Fuß gehen zu können."
Dabei sei das Problem nie die einzelne Baustelle, sondern dass überall gleichzeitig gebaut werde. "Offenbar funktionieren die Abstimmungsprozesse bei der Planung von Bauarbeiten nicht", sagt Mirlach. Um das zu ändern, fordert die CSU nun einen Baustellenkoordinator unter direkter Leitung des Oberbürgermeisters Dominik Krause (Grüne).
Der will sich nicht zu der Forderung der CSU äußern. Grünen-Stadtrat Florian Schönemann versichert allerdings, dass die Baustellenkoordination – so wie im Koalitionsvertrag vereinbart – verbessert werde. Er erinnert außerdem daran, dass Baustellen notwendig seien: "Wer heute in den Erhalt unserer Infrastruktur investiert, verhindert morgen marode Brücken und langwierige Totalsperrungen."
Das ist der Baustellen-Plan der Mango-Koalition
In ihrem Vertrag haben Grüne, SPD, FDP und Freie Wähler vereinbart, die Baustellenplanung zu optimieren. Wenn zum Beispiel eine Sanierung der Infrastruktur ansteht, soll gleichzeitig auch die Straßenraumaufteilung und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Also zum Beispiel Rad- und Gehwege gebaut und Bäume gepflanzt werden.
Die Mango-Koalition hat sich außerdem in ihrem Vertrag das Ziel gesetzt, dass Baustellen möglichst kurz und effizient sein sollten. Auch eine bessere Baustellenkommunikation mit Schildern, Wegweisern und QR-Codes solle es geben. Für Einzelhändler, die wegen der Bauarbeiten Umsatzeinbußen haben, solle ein "Baustellenfonds" eingerichtet werden.
All das steht im Koalitionsvertrag. Und ganz ähnlich hatte es OB Dominik Krause kurz vor der Stichwahl gefordert, als er sein Sofortprogramm vorstellte. Sieben Punkte, so kündigte er es damals an, wolle er als OB sofort anders machen. Über Punkt Nummer zwei, eine Agentur, die Büros in Wohnungen umwandelt, entscheidet der Stadtrat am Mittwoch. Ob sich also bei den Baustellen auch bald was tut? Freuen würde das in München sicher viele.