Bund gibt mehr Geld für Einzelwagenverkehr auf der Schiene

Politisches Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Der Einzelwagenverkehr aber ist teuer.
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Für den Einzelwagenverkehr gibt es mehr Geld von Bund. (Archivbild)
Für den Einzelwagenverkehr gibt es mehr Geld von Bund. (Archivbild) © Armin Weigel/dpa
Berlin

Die Bundesregierung weitet ihre finanzielle Unterstützung für die Schiene aus. Die Förderung des sogenannten Einzelwagenverkehrs werde noch in diesem Jahr um bis zu 84 Millionen Euro erhöht, teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Darauf hätten sich Minister Steffen Bilger (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verständigt. Damit solle es Anreize zur Sicherung des Einzelwagenverkehrs in der Fläche geben sowie für zusätzliche Verkehrsverlagerungen von der Straße zur Schiene. 

Aus einzelnen Waggons werden lange Züge

Bei der Güterverkehrsart werden einzelne Waggons bei Industriekunden abgeholt und an Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengestellt. Am Ziel werden sie dann wieder auseinandergenommen.

"Der Einzelwagenverkehr ist für viele Unternehmen unverzichtbar - er ermöglicht den Gütertransport auf der Schiene auch für kleinere Mengen und bindet Unternehmen flächendeckend an das Schienennetz an", sagte Bilger. Der Einzelwagenverkehr sei sehr aufwendig und teuer. Er sei aber für die Wirtschaft ein wichtiger Bestandteil von Transportketten auf der Schiene, sagte Bilger.

Die zusätzliche Bundesförderung wird laut Ministerium möglich, weil sogenannte Ausgabenreste nicht genutzt wurden. Damit stehen demnach für das laufende Jahr insgesamt bis zu 384 Millionen Euro Fördermittel für den Einzelwagenverkehr zur Verfügung.

Verband: Geplante Kürzungen 2027 zurücknehmen

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, sprach von einem wichtigen Signal an die Güterbahnen in Deutschland und die verladende Industrie. "Nach dem Niedrigwasser im Rhein stärkt die Bundesregierung zum richtigen Zeitpunkt den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte er. "Für das nächste Jahr brauchen wir ein ähnliches Signal: Der Bundestag ist nun gefordert, die von der Bundesregierung beschlossenen Kürzungen bei der Förderung des Einzelwagenverkehrs für das Haushaltsjahr 2027 in Höhe von 26 Millionen Euro rückgängig zu machen und den Betrag auf eine ähnliche Größenordnung aufzustocken."

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