Weil Niklas Süle gesperrt fehlt Mats Hummels und Jérôme Boateng: Ihr letztes gemeinsames Spiel für den FC Bayern

Weltmeister in der Bayern-Abwehr: Jerome Boateng (li.) und Mats Hummels. Foto: imago/Sven Simon

Niklas Süle fehlt gesperrt im DFB-Pokal-Halbfinale. Deshalb sollen es Mats Hummels und Jérôme Boateng jetzt richten – in ihrem wohl letzten gemeinsamen Spiel für den FC Bayern.

 

München - Wie wichtig Niklas Süle mittlerweile für den FC Bayern ist, zeigte der 23-Jährige einmal mehr am Samstag beim 1:0 gegen Werder Bremen. Seine Mannschaft tat sich dabei lange schwer und brachte den Ball einfach nicht ins Tor. Also übernahm der Innenverteidiger das eben – und erzielte mit einem abgefälschten Gewaltschuss aus der Distanz 15 Minuten vor Schluss den Siegtreffer.

Niklas Süle erzielte "dreckiges Tor"

Süle freute sich hinterher über ein "dreckiges Tor". Mit dem hatte er sichergestellt, dass die Bayern ihren knappen Ein-Punkte-Vorsprung im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Borussia Dortmund um die Deutsche Meisterschaft und damit die Tabellenführung vorerst weiter behalten.

Vor allem seine Fähigkeiten in der Defensive sind es aber natürlich, die ihn für Bayern so wertvoll machen. Seit Beginn der Rückrunde ist er zum Abwehr-Boss aufgestiegen und hat Mats Hummels und Jérôme Boateng hinter sich gelassen. "Niklas macht es gut mit seiner Schnelligkeit. Er ist Stammspieler vor den anderen beiden", hatte Bayern-Trainer Niko Kovac im Januar erklärt.

Beim Wiedersehen mit Werder im Pokalhalbfinale am Mittwoch in Bremen (20.45 Uhr/live bei Sky und in der ARD sowie im AZ-Liveticker) wird Kovac allerdings ohne Süle und dessen Qualitäten auskommen müssen.

Niklas Süle fehlt gesperrt

Der Innenverteidiger fehlt nach seinem Platzverweis im Viertelfinale gegen Heidenheim gesperrt. "Solche Spiele sind mit das Geilste, was es gibt. Ein Pokalabend in Bremen in so einem geilen Stadion", ärgerte sich Süle im Gespräch mit der AZ darüber: "Ich habe jetzt meine erste Rote Karte in meiner Karriere bekommen. Ich muss mit der Situation klarkommen und werde daheim am Fernseher die Daumen drücken." Eine ungewohnte Situation für den 1,95-Meter-Mann: "Es ist das erste Spiel, seit ich bei Bayern bin, wo ich nicht im Kader bin."

Wie schon im Anschluss an Süles Notbremse in der 15. Minute beim 5:4 im Viertelfinale gegen Heidenheim werden deshalb nun Boateng und Hummels gemeinsam im Zentrum verteidigen. Am Einsatz von Hummels, der in der Rückrunde an Süles Seite gesetzt war, zuletzt aber wegen einer Oberschenkel-Zerrung pausieren musste, hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic schon am Samstag nicht den geringsten Zweifel. Das Weltmeister-Duo von 2014 soll es also noch mal für die Bayern richten. Die Pokal-Halbfinal-Bühne als letzter Vorhang.

Verlässt Jérôme Boateng den FC Bayern?

Denn zumindest einer der beiden 30-Jährigen, die Bundestrainer Joachim Löw vor ein paar Wochen zu Ex-Nationalspielern machte, wird sich im Sommer wohl aus München verabschieden. Nach "SZ"-Informationen ist bereits beschlossen, dass dies Boateng sein wird, der schon vor dieser Saison eigentlich gerne zu Paris Saint-Germain gewechselt wäre und aktuell nur noch die Nummer drei in der Bayern-Abwehr ist.

Die Klub-Verantwortlichen hatten sich deutlich mehr – und vor allem Stabilität – erhofft, als sie die beiden damaligen Stützen der Nationalelf 2016 mit Hummels‘ Verpflichtung bei Bayern vereinten. In der Rückrunde standen sie nun lediglich fünf Mal gemeinsam auf dem Platz – gegen Zweitligist Heidenheim ließen sie gar noch vier Gegentore zu.

Lucas Hernández als potentieller Nachfolger

In Lucas Hernández wurde bereits ein potenzieller Nachfolger für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet. Bayerns Rekordtransfer saß drei Wochen nach seiner Knieoperation am Samstag übrigens schon wieder ohne Krücken auf der Tribüne der Allianz Arena. Der französische Abwehrakteur spielt in den Zukunftsplanungen der Münchner eine zentrale Rolle. In der Gegenwart haben Boateng und Hummels am Mittwoch aber noch einen letzten, gemeinsamen Auftrag.

Vor allem Süle fiebert dabei besonders mit. "Berlin ist eine Wahnsinns-Erfahrung. Ich hoffe, dass wir das dieses Jahr wieder erleben dürfen", sagte er über den Endspielort des DFB-Pokals: "Wenn wir ihn gewinnen sollten, dann habe ich alles gewonnen, was es in Deutschland zu gewinnen gibt." Boateng und Hummels sollen es möglich machen.

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