Wechsel zum FC Bayern Warum der FC Schalke so hart auf den Goretzka-Deal reagierte

Wechselt im Sommer 2018 vom FC Schalke zum FC Bayern: Leon Goretzka. Foto: imago/mika

Leon Goretzka findet sich nach Bekanntwerden seines Wechsels zum FC Bayern in der königsblauen Hölle wieder. Auch die Bosse des FC Schalke zeigen sich sehr dünnhäutig. Einem Bericht zufolge hat das einen entscheidenden Grund.

München/Gelsenkirchen - Es knistert beim FC Schalke - wegen des Wechsels von Leon Goretzka zum FC Bayern.

"Meine erste Reaktion war: Du solltest das Schalke-Trikot nicht mehr tragen", wetterte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gelsenkirchener, Clemens Tönnies, bei Sky gegen Goretzka. "Dann kann es sein, dass er bis zum Saisonende auf der Tribüne sitzt." Und der Sportvorstand?

Merkwürdige Bemerkung von Christian Heidel

"Wenn Karl-Heinz Rummenigge in dieser Frage anriefe, würde ich mich mit ihm darüber unterhalten", hatte Christian Heidel dem Kicker gesagt, sollten die Bayern wegen eines Tranfers noch in der Winterpause nachfragen. Heidel weiter: "Wir müssen schauen, was das Beste für Schalke 04 in der Rückrunde ist." Der Manager ruderte öffentlich zurück, forderte einen gemäßigteren Umgang mit dem Bald-Bayern - zum Wohle von Königsblau. Doch Goretzka war da schon längst in der königsblauen Hölle angelangt.

Was aber bewegte die Bosse zu derlei Attacken? Laut Printausgabe der Sport Bild fühlte sich Tönnies - übrigens ein Intimus von Bayern-Präsident Uli Hoeneß - durch die Entscheidung Goretzkas persönlich angegriffen. Demnach glaubten die Schalker Chefs bis zuletzt, der 22-Jährige würde den Vertrag in Gelsenkirchen verlängern - und nicht in München ablösefrei für die kommende Saison unterschreiben, wie geschehen.

Nur noch Unterschrift von Leon Goretzka fehlte

Tönnies soll dem Bericht zufolge gehofft haben, dass der Nationalspieler nach einem Gipfel am 15. Januar im ostwestfälischen Rheda doch noch im Pott bleibt. Es fehlten angeblich nur noch die Unterschriften. Drei Tage später absolvierte der Confed-Cup-Sieger aber in München den Medizincheck und unterschrieb einen Vierjahresvertrag beim FC Bayern.

Letztlich ging es bei den Attacken gegen den künftigen Bayern-Spieler offenbar auch um persönliche Eitelkeiten. Goretzka wird die Gemüter in der Rückrunde wohl nur durch eines besänftigen können: Leistung und Tore für S04.

 

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