Wachrütteln vor Benfica-Trip Bayern-Kapitän Lahm: "Müssen präziser spielen"

Philipp Lahm war von 2010 bis 2014 Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Foto: dpa

Philipp Lahm findet, dass die Elf den Gegner mitunter nicht genügend unter Druck setzt. Der Kapitän des FC Bayern erreicht in Lissabon eine besondere Champions-League-Marke.

 

München - Kapitän Philipp Lahm darf sich vor dem Viertelfinal-Rückspiel des FC Bayern bei Benfica Lissabon (Mittwoch, ab 20.45 Uhr im AZ-Liveticker) auf eine besondere Partie freuen.

Mit seiner 103. Partie in der Champions League zieht Lahm mit Rekordhalter Oliver Kahn gleich. "Ich wusste das nicht. Diese Marke ist letztlich egal und dennoch schön. Sie zeigt, dass ich jahrelang auf sehr hohem Niveau gespielt habe", sagte Lahm in einem "Kicker"-Interview.

Nach dem 1:0 im Hinspiel reicht dem FC Bayern in Portugals Hauptstadt jedes Remis zum Weiterkommen. Schießen die Bayern ein Tor, müsste Lissabon schon drei schießen.

"Wenn wir auswärts ein Tor machen, ist die Chance sehr groß, dass wir weiterkommen. Ich zweifle nicht daran", erklärte Lahm, der länger als jeder andere Feldspieler in der Königsklasse ohne Treffer ist. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich diese Statistik noch ausbauen werde; dieser Rekord ist schwer zu knacken... Ein paarmal war ich allerdings nahe dran an einem Treffer."

"Wir müssen präziser spielen"

Lahm macht in dem Interview den Mahner in der Wüste: Er sieht "Probleme" im Spiel des Rekordmeisters und schärft seinen Mitspielernticker) die Sinne.

Auch wenn er nicht am Weiterkommen zweifle, habe ihm zuletzt im Bayern-Spiel so einiges gefehlt: "Wir müssen präziser spielen."

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"Da haben wir den Gegner in dessen Hälfte nicht ausreichend unter Druck gesetzt", sagte Lahm. Außerdem habe die Mannschaft in den vergangenen Spielen "einige Male etwas die gedankliche Frische" vermissen lassen.

Lahm kritisierte weiter: "Zuletzt hatten wir Probleme in unserem Spiel: Bei Ballbesitz mangelte es an Genauigkeit, wir haben zu viele Fehler im Passspiel gemacht und falsche Entscheidungen getroffen. Das sollten wir schnellstens verbessern."

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Der Spielführer (32) sieht die Bayern dennoch nicht in einer schlechten Phase: "Defensiv stehen wir gut, wir gewinnen. Das ist also Meckern auf ganz hohem Niveau. Trotzdem müssen wir die Effizienz verbessern."

Und das möglichst schnell, schließlich stehen nach Lissabon weitere "Endspiele" an wie am Dienstag kommender Woche (19. April) im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen.

Das Triple ist aus Lahms Sicht dennoch nicht entscheidend für die Beurteilung der dreijährigen Amtszeit von Trainer Pep Guardiola, die im Sommer endet. Der Katalane habe "auch so gute Arbeit geleistet. Und noch ist alles möglich..."

 

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