Verkehr Bisher fünf Speditionen im Riesenlaster-Test

Der umstrittene Versuch mit Riesenlastern auf deutschen Straßen kommt nur langsam auf Touren.

 

Berlin - Ein Vierteljahr nach Inkrafttreten der Rechtsgrundlage beteiligen sich fünf Speditionen mit acht Fahrzeugen, wie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) als Registrierungsstelle auf Anfrage mitteilte. Seit 1. Januar sind Transporter erlaubt, die bis zu 6,50 Meter länger sein dürfen als sonst zulässig - aber nur auf bestimmten Strecken.

An dem auf fünf Jahre angelegten Versuch mit bis zu 25,25 Meter langen Lastwagen beteiligen sich nicht alle Bundesländer, sondern nur Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Interessiert angefragt hätten rund 50 Unternehmen, sagte eine Sprecherin der BASt. Die Bundesanstalt soll den Test wissenschaftlich begleiten. Der Starttermin dafür stehe noch nicht fest. Angepeilt wird, dass einmal 400 Riesenlaster im Testeinsatz sind. Befürworter argumentieren, damit könnten Sprit und klimaschädliches CO2 gespart werden. Kritiker sehen dagegen die Verkehrssicherheit gefährdet.

SPD und Grüne wollen den Versuch noch per Verfassungsklage stoppen. Die von der Regierung erlassene Verordnung verstoße gegen das Grundgesetz, da Bundestag und Bundesrat missachtet worden seien. In Deutschland sind rund 2,5 Millionen Lastwagen zugelassen.

 

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