"Umbruch im radikalen Stil" FC Bayern: AZ exklusiv - Rummenigges Konter gegen Löw

Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: imago/Sven Simon

Karl-Heinz Rummenigge spricht exklusiv in der AZ über die Entscheidung von Joachim Löw, nicht weiter auf Thomas Müller, Mats Hummels und Jérome Boateng zu setzen.

 

München - Joachim Löw sortierte am Dienstag die drei Bayern-Profis Jerôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller aus der deutschen Nationalmannschaft aus. Einen Tag später nimmt Bayerns-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in der AZ exklusiv zur Ausbootung seiner Bayern-Stars Stellung.

"Wir hatten keine Kenntnis davon und waren wie alle sehr überrascht", sagt Rummenigge der AZ :"Ich möchte das sportlich gar nicht bewerten, das fällt exklusiv in den Verantwortungsbereich des Bundestrainers. Aber ich bedauere das natürlich für unsere Spieler. Thomas Müller, Mats Hummels und Jérome Boateng haben zusammen fast 250 Länderspiele bestritten, eine Dekade der Nationalmannschaft geprägt. Sie sind immer voranmarschiert. Mit der Krönung WM-Titel 2014."

Hummels, Boateng und Müller kein altes Eisen

Löw habe entschieden, "den Umbruch im radikalen Stil zu vollziehen", so Rummenigge weiter:

"Unsere drei Spieler sind ja nicht gerade das, was ich als altes Eisen bezeichnen würde. Aber Löw hat sich dazu entschlossen, das gilt es, zu akzeptieren, zu respektieren, auch wenn es einem nicht gefällt. Er hat damit natürlich auch eine große persönliche Verantwortung übernommen. Denn von Fußball-Deutschland wird jetzt erwartet, dass die Qualifikation zur Europameisterschaft 2020, die ja auch in München stattfindet, gelingt. Und dass die deutsche Mannschaft wieder den attraktiven Fußball zeigt, den man in den vergangenen zehn Jahren genießen durfte."

Zeitpunkt nicht ideal

Der Zeitpunkt der Ausbootung sei "nicht das, was ich als ideal bezeichnen würde", erklärte Rummenigge weiter:

"Das letzte Länderspiel war im November. Jetzt sind wir im März. Ab Samstag haben wir eine sehr wichtige, wegweisende Woche vor uns mit dem Spiel gegen Wolfsburg, dann gegen Liverpool und Mainz am Sonntag. Da geht es um wahnsinnig viel. Ich bin sicher, Thomas, Mats und Jérome werden sich von dieser Entscheidung nicht irritieren lassen. Ich denke vielmehr, dass es eine Woche wird, in der unsere drei Spieler zeigen werden, welche Qualität in ihnen steckt."

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